Letzte Woche war es wieder soweit: Tausende Mädchen und Jungen konnten sich in Unternehmen umsehen und über Berufe, Ausbildungen und Studiengängen informieren. Vorzeigeprojekte waren meist MINT-Unternehmen für Mädchen und sozial motivierte Jobs für Jungs. Also alles wie immer – Klischee pur!

Es gab Zeiten, da fand ich den Tag cool. Heute, 2025, finde ich es eher frustrierend, dass es immer noch nicht selbstverständlich ist, wer welchen beruflichen Weg einschlägt.
Berufswahl darf einfach nicht davon abhängig sein, wieviel Geld Eltern verdienen, wie gut sie über unser Bildungssystem in Deutschland informiert sind und damit ihr Kinder fördern können, wie überfordert Lehrkräfte sind.
Und wenn wir mehr junge Frauen in Führungspositionen und überhaupt auf Vollzeitstellen sehen wollen, dann müssen wir für familiengerechte Berufmodelle sorgen. Die Zeiten, wo Frauen ab der ersten Schwangerschaft ihren Partnern den Rücken frei gehalten haben, damit die ihre Stunden nicht reduzieren müssen, sind längst vorbei. Gebracht haben sie vor allem eines: Unglaublich viele Frauen, denen Altersarmut garantiert ist.
Deshalb hätte ich mir mehr Grün und mehr Links – also MEHR FRAUEN – im Bundestag gewünscht. Mit der rückwärts gewandten Politik, die uns mit der aktuellen Regierungskoalition erwartet, glaube ich nicht, dass sich in den nächsten Jahren hier viel tun wird.
Also, Jungs und Mädels, wartet nicht, bis jemand was für euch tut. Geht euren Weg. Unbeirrt. Und wenn ihr mal Umwege gehen müsst, weil eine Entscheidung falsch war: So what! Aufstehen, Krone richten, nächster Anlauf.

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