Ben Kindler kocht badisch

Ben Kindler kocht klassisch kreativ. Und was auf den ersten Blick kaum vereinbar scheint, gelingt ihm virtuos. Unbekümmert kombiniert er die solide badische Küche mit überraschenden neuen Einflüssen, ohne dass sie ihren typischen Charakter dabei verliert.

978-3-7630-2783-5_U1_Ben Kindler kocht badisch_nnAls Vorspeise eine kräftige, klare Brühe mit badischen Riebele.

Dann folgt das Hauptgericht:

  • Rindersteak mit Röstzwiebeln und Rotweinschalotten, dazu knusprige Brägele oder
  • Mistkratzerle aus dem Ofen mit Gewürzbutter oder
  • Perlgraupen-Risotto mit gebratenem Gemüse und Kräuterpesto

Und wer dann noch Platz hat, gönnt sich noch ein Stückchen Kirschplotzer.

Riebele? Brägele? Mistkratzerle? Perlgraupen? Kirschplotzer? Was ist das denn für ein Zeug?

Einfach leckeres Zeug

Das ist leckeres Zeug und ganz typisch für die badische Küche. Wie man es zubereitet, erklärt Ben Kindler einfach und ohne großes Tamtam unter anderem im Kapitel Basics.

Nach den Vorspeisen folgen Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte. Den süßen Abschluss machen die recht gehaltvollen Nachtischideen.

Wer jetzt denkt „Langweilig! Badische Küche kenne ich doch schon“, der unterschätzt Ben Kindlers Kreativität. So sehr er hochwertige heimische Produkte schätzt, so gern experimentiert er mit Einflüssen aus aller Welt.

Ceviche, Grapefruit, asiatische Aromen – also typisch badisch

Aus dem regionalen Hecht wird ein feuriges Ceviche mit Spargel, Avocado und Grapefruit. Die klassische Gutedelrahmsuppe erlebt mit asiatischen Aroment ihr Revival. Im Cordon bleu verbergen sich Garnelen und die Nudeln mit Bröseln bekommen mit Minze Pfiff.

Ben Kindler kocht badisch reizt zum Nachkochen. Dazu braucht man keine aufwändige Ausstattung und auch keine exotische Zutaten. Es sind die kleinen feinen Zugaben, die Kindlers Küche so spannend machen.

Ich werde es in der nächsten Zeit testen. Ihr auch?

Ben Kindler

Unverkrampft, kreativ und erfrischend eigenwillig: Ben Kindler ist leidenschaftlicher Koch aus Berufung. In exklusiven Restaurants und Hotels (z. B. die Eichhalde in Freiburg, der Almhof Schneider in Lech, das Madinat Jumeirah in Dubai oder die Fischerzunft in Schaffhausen) lernte er das Kochen. In der besten Kochschule Thailands absolvierte er eine Zusatzausbildung zum Thai-Chef. Inspiriert durch seine Reisen entwickelte er seinen Stil, der so ist wie er selbst: weltoffen und heimatverbunden. Seit 2010 gibt er ihn in seiner Freiburger Kochschule „bensels“ weiter. Dem Geschmack auf der Spur sucht er für alle Gerichte die besten Produkte von absoluter Spitzenqualität. Für jeden. Etwas anderes kommt ihm nicht in den Topf.

Joss Andres

Wer die Food-Fotos von Joss Andres betrachtet, bekommt unweigerlich Lust aufs Kochen und Genießen. Kein Wunder, denn er fotografiert und filmt mit viel Herzblut und Liebe zum Detail am liebsten mit natürlichem Licht. Joss Andres ist auf Film und Fotografie für zeitgemäße Medienformate spezialisiert und setzt Auftragsarbeiten mit höchstem Anspruch an Professionalität und Präzision um. Nach der Ausbildung bei Fotodesigner Michael Wissing und langjähriger Zusammenarbeit ist er seit 2013 im eigenen Studio selbständig. Produktionen und Publikationen für Verlage und Magazine sowie die gehobene Hotellerie und Gastronomie machen dabei einen besonderen Schwerpunkt aus.

Buchinfo: Ben Kindler kocht badisch von Ben Kindler, erschienen im Belser Verlag, September 2017, 128 Seiten, 84 Abbildungen, ISBN 19,99, ISBN: 978-3-7630-2783-5

Helmut Engisch: Was Großvater schon kannte

Am Dienstag, 16. Juni 2015, um 19:00 Uhr präsentiert der Schwäbische Albverein in seiner Hauptgeschäftsstelle in Stuttgart das Buch „Was Großvater schon kannte“ von Helmut Engisch. Der Eintritt ist frei, Voranmeldung erforderlich.

Schwaben, Ausflug, WandernWohin zum Familienausflug am sonnigen Sonntagnachmittag in Schwaben? Zu Gast in Baden-Württemberg und Lust ein paar traditionelle Ausflugsziele zu erwandern? Die Heimat oder Wahlheimat Schwaben endlich mal besser kennenlernen? Auf all diese Fragen hat “Was Großvater schon kannte” von Helmut Engisch eine Antwort. Ein “Ausflugsführer durchs Ländle” vom Belser Verlag mit Wandertipps vom Schwäbischen Albverein, der für Familien und Kultur-Interessierte, für “Rei’g’schmeckte” und Alteingesessene gleichermaßen interessant ist.

Eine Tour durchs Ländle

Zu folgenden Ausflugszielen gibt es Hintergrundinformationen, Geschichten und Anekdoten, reichlich Bilder von früher bis heute und – soweit vor Ort verfügbar – empfohlene Wanderrouten des Schwäbischen Albvereins:

  • Die Stuttgarter Wilhelma
  • Schloss Solitude und Bärenschlösschen
  • Die Grabkapelle auf dem Rotenberg
  • Schloss Ludwigsburg, Blühendes Barock und Märchengarten
  • Kloster Bebenhausen
  • Lichtenstein, Nebelhöhle, Bärenhöhle
  • Der Schönbergturm des Albvereins
  • Blaubeuren und der Blautopf
  • Burg Hohenzollern
  • Kloster Beuron im Donautal
  • Altweibermühle und Erlebnispark Tripsdrill
  • Friedrichshafen am Bodensee
  • Insel Mainau im Bodensee
  • Mummelsee
  • Kloster und Schloss Hirsau

Sehr praktisch dabei: Zu jeder Station gibt es umfassende Informationen zu Öffnungszeiten, Führungen und Kontaktdaten. Die eigene Recherche wird weitgehend überflüssig.

Ein Monument der unsterblichen Liebe

Mein persönliches Aha-Erlebnis: Die Grabkapelle auf dem Rotenberg. Regelmäßig fahre ich auf dem Rückweg von Stuttgart auf der Bundesstraße daran vorbei und wusste eigentlich nie, was es damit auf sich hat. Jetzt weiß ich, dass es “Ein Monument der unsterblichen Liebe” ist, dass ich mir bei Gelegenheit näher ansehen werde.

Da viele alte Fotos und Postkarten eingebunden wurden, kann ich mir auch gut vorstellen, dass Senioren ihren Spaß am Durchblättern des Buches haben. Dabei erkennen sie sicher vieles wieder, was aus Kinder- oder Jugendzeiten bei ihnen abgespeichert wird und können in Erinnerungen schwelgen.

Der Schwäbische Albverein stellt vor

Wer mehr über “Was Großvater schon kannte” von Helmut Engisch erfahren möchte:

Am 16. Juni 2015, um 19:00 Uhr präsentiert der Schwäbische Albverein e.V. das Buch in seinem “Lädle” in seiner Hauptgeschäftsstelle, Hospitalstr. 21 B, 70174 Stuttgart. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erfoderlich. Nähere Informationen und Hinweise zur Anmeldung gibt es direkt beim Schwäbischen Albverein.

Helmut Engisch

Helmut Engisch wurde in Oberndorf am Neckar geboren. In Stuttgart studierte er Germanistik und Geschichte und verdiente als Journalist sein Geld. Als Lokal-Kolumnist “Knitz” nahm er die Einzigartigkeit und die Absonderlichkeiten des schwäbischen Wesens aufs Korn. Seit 1992 ist er als freier Journalist und Autor im Ländle unterwegs.

Buchinfo: “Was Großvater schon kannte” von Helmut Engisch, erschienen bei Belser Verlag, April 2015, 144 Seiten, 141 Abbildungen, gebunden, € 19,95, ISBN 978-3-7630-2688-3