Ben Kindler kocht badisch

Ben Kindler kocht klassisch kreativ. Und was auf den ersten Blick kaum vereinbar scheint, gelingt ihm virtuos. Unbekümmert kombiniert er die solide badische Küche mit überraschenden neuen Einflüssen, ohne dass sie ihren typischen Charakter dabei verliert.

978-3-7630-2783-5_U1_Ben Kindler kocht badisch_nnAls Vorspeise eine kräftige, klare Brühe mit badischen Riebele.

Dann folgt das Hauptgericht:

  • Rindersteak mit Röstzwiebeln und Rotweinschalotten, dazu knusprige Brägele oder
  • Mistkratzerle aus dem Ofen mit Gewürzbutter oder
  • Perlgraupen-Risotto mit gebratenem Gemüse und Kräuterpesto

Und wer dann noch Platz hat, gönnt sich noch ein Stückchen Kirschplotzer.

Riebele? Brägele? Mistkratzerle? Perlgraupen? Kirschplotzer? Was ist das denn für ein Zeug?

Einfach leckeres Zeug

Das ist leckeres Zeug und ganz typisch für die badische Küche. Wie man es zubereitet, erklärt Ben Kindler einfach und ohne großes Tamtam unter anderem im Kapitel Basics.

Nach den Vorspeisen folgen Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte. Den süßen Abschluss machen die recht gehaltvollen Nachtischideen.

Wer jetzt denkt „Langweilig! Badische Küche kenne ich doch schon“, der unterschätzt Ben Kindlers Kreativität. So sehr er hochwertige heimische Produkte schätzt, so gern experimentiert er mit Einflüssen aus aller Welt.

Ceviche, Grapefruit, asiatische Aromen – also typisch badisch

Aus dem regionalen Hecht wird ein feuriges Ceviche mit Spargel, Avocado und Grapefruit. Die klassische Gutedelrahmsuppe erlebt mit asiatischen Aroment ihr Revival. Im Cordon bleu verbergen sich Garnelen und die Nudeln mit Bröseln bekommen mit Minze Pfiff.

Ben Kindler kocht badisch reizt zum Nachkochen. Dazu braucht man keine aufwändige Ausstattung und auch keine exotische Zutaten. Es sind die kleinen feinen Zugaben, die Kindlers Küche so spannend machen.

Ich werde es in der nächsten Zeit testen. Ihr auch?

Ben Kindler

Unverkrampft, kreativ und erfrischend eigenwillig: Ben Kindler ist leidenschaftlicher Koch aus Berufung. In exklusiven Restaurants und Hotels (z. B. die Eichhalde in Freiburg, der Almhof Schneider in Lech, das Madinat Jumeirah in Dubai oder die Fischerzunft in Schaffhausen) lernte er das Kochen. In der besten Kochschule Thailands absolvierte er eine Zusatzausbildung zum Thai-Chef. Inspiriert durch seine Reisen entwickelte er seinen Stil, der so ist wie er selbst: weltoffen und heimatverbunden. Seit 2010 gibt er ihn in seiner Freiburger Kochschule „bensels“ weiter. Dem Geschmack auf der Spur sucht er für alle Gerichte die besten Produkte von absoluter Spitzenqualität. Für jeden. Etwas anderes kommt ihm nicht in den Topf.

Joss Andres

Wer die Food-Fotos von Joss Andres betrachtet, bekommt unweigerlich Lust aufs Kochen und Genießen. Kein Wunder, denn er fotografiert und filmt mit viel Herzblut und Liebe zum Detail am liebsten mit natürlichem Licht. Joss Andres ist auf Film und Fotografie für zeitgemäße Medienformate spezialisiert und setzt Auftragsarbeiten mit höchstem Anspruch an Professionalität und Präzision um. Nach der Ausbildung bei Fotodesigner Michael Wissing und langjähriger Zusammenarbeit ist er seit 2013 im eigenen Studio selbständig. Produktionen und Publikationen für Verlage und Magazine sowie die gehobene Hotellerie und Gastronomie machen dabei einen besonderen Schwerpunkt aus.

Buchinfo: Ben Kindler kocht badisch von Ben Kindler, erschienen im Belser Verlag, September 2017, 128 Seiten, 84 Abbildungen, ISBN 19,99, ISBN: 978-3-7630-2783-5

Herbarium – 100 Kräuter, Geschichte, Wirkung, Verwendung

Traditionelle Kräuter treffen auf modernes Design. Das Ergebnis: Herbarium von Caz Hildebrand. Altes Kräuterwissen neu verpackt.

HerbariumWoran denkt ihr bei dem Begriff Herbarium? An hölzerne Blumenpressen, die lieblich duftene Blüten zu seidenzarten, fast transparenten Kunstwerken pressen. An getrocknete Pflanzen, von der Blütenspitze bis zum Wurzelende fein säuberlich auf weißen Blättern arrangiert und mit transparenter Folie konserviert wurden? An alte Bücher, in denen mit feinsten Strichen jedes Detail festgehalten und beschrieben wurde?

Ja? Dann geht es euch wie mir. Ich hätte an vieles gedacht, aber nicht an moderne, kreative Designer. Umso neugieriger war ich auf Herbarium von Caz Hildebrand.

Kommen wir erst zu den Gemeinsamkeiten mit einem klassischen Herbarium. Wie gewohnt beginnt auch Caz Hildebrand mit

  • der Herleitung des lateinischen Namens
  • die Herkunft
  • die Standortanforderungen
  • der Wirkungsweise
  • dem Anwendungsbereich
Kräuterkunde 2.0

Anders als herkömmlich Herbarien verpackt die Autorin diese Informationen aber zeitgemäß. So erklärt sie die Giftigkeit der Schneeglöckchen am Beispiel der TV-Serie Breaking Bad, in der der Chemielehrer Walt den kleinen Brock vergiftet, um den Drogenbaron Gustavo Fring zu treffen.

Auch der Einsatz in der Küche wird nicht vernachlässigt und macht das Buch zu einer echten Fundgrube der kreativen Küche.

Mit Herbarium von Caz Hildebrand eine Pflanze zu bestimmen, wird hingegen nur schwer gelingen. Dazu ist die Bebilderung dann doch zu künstlerisch. Aber mal ehrlich, heute macht man das sowieso mit dem Smartphone.

Ich finde, mit Herbarium hat es ein wirklich schönes und spannendes neues Buch in meine Wohnung geschafft, in dem ich gerne Blättern und mich inspirieren lassen werde.

Von mir also ein klares “Daumen hoch”!.

Caz Hildebrand

Caz Hildebrand ist Creative Partner bei Here Design. Sie gestaltete u. a. Kochbuch-Bestseller von Nigella Lawson und Yotam Ottolenghi.

Übersetzung: Heinrich Degen

Bildquelle: Illustrationen © Here Design, Druck DUMONT

Buchinfo: Herbarium von Caz Hildebrand, erschienen bei DUMONT, 19.09.2017, 224 Seiten, 100 farbige Abbildungen, bedruckter und geprägter Einband mit Farbschnitt, farbigem Vorsatz und Lesebändchen, € 30,00, ISBN 978-3-8321-9927-2, Danke für das schöne Leseexemplar

Elisabeth Zumkehr: Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland

In meinem letzten Beitrag habe ich euch mit der wilden Waldküche bekannt gemacht. Ein Buch, das so viele Erinnerung wachgerufen hat. Deshalb bleibe ich den Kochbüchern noch eine weitere Runde treu und beweise euch, dass deftige Hausmannskost und vegetarische Küche sich nicht widersprechen. 

vegetarisch-unterwegs-im-markgraeflerland-elisabeth-zumkehr-20752„Ach was?“, werden jetzt die Vegetarier und Veganerinnen unter uns ironisch denken. Aber ist es nicht ein häufiges Argument? „Früher hat man auch nicht vegetarisch und so…“ „Zu deftiger Hausmannskost gehört ein gutes Stück Fleisch.“

Früher war mehr Lametta!

Doch, früher hat man sehr wohl vegetarisch und so… Denn früher wurde weniger Fleisch gegessen als heute. Auf den Tisch kam, was der Garten zu bieten hatte und wenn geschlachtet wurde, gab es Fleisch. Das merkt man auch den Gerichten an, die Elisabeth Zumkehr in Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland gesammelt hat.

Der Graupen-Erbsen-Eintopf köchelt gerade in meiner Küche vor sich hin. Ich kenne ihn in den unterschiedlichsten Gemüsevariationen noch von früher. Was gerade Saison hatte wurde mit sättigenden Graupen zu einem amtlichen Eintopf gekocht.

Im Winter wurden rote Bete eingelegt, zu Ostern gab es Eier in Senfsoße mit Reis oder Kartoffeln. Pellkartoffeln mit Quark haben so manche Kartoffelernte abgeschlossen. Als Variante auch gerne im „Kartoffelfeuer“, also dem Feuer aus dem verdorrten Grün der Pflanzen, geröstete Kartoffeln mit Quark.

Ohne Hack hat auch Geschmack

Ok, die Wirsingrollen waren bei uns mit Hackfleisch gefüllt, aber sie schmecken auch vermutlich auch mit der Kartoffelfüllung, die Elisabeth Zumkehr in Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland vorschlägt prima. Ich werde es testen. Die passende Zeit für frischen Wirsing ist ja gerade.

Nun habe ich ja bislang überwiegend Gerichte aufgezählt, die sowieso gut ohne Fleisch auskommen, aber dabei belässt es Elisabeth Zumkehr nicht. Sie bietet auch leckere Alternativen an, die zum Nachkochen reizen. Zumindest mich!

  • Linsen-Kartoffel-Aufstrich
  • Vegetarische Leberwurst
  • Grünkernfrikadellen
  • Linsenfrikadellen
Und was ist mit Süßkram im Markgräflerland?

Für die Süßschnäbel ist Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland ein echter Volltreffer.

  • Hüsinger Kuchen (ob der wohl was mit Sascha zu tun hat?)
  • Fastnachtsküchli
  • Dampfnudeln mit Weinsoße (auch lecker mit Apfel- oder Zwetschgenmus!)
  • Kirschküchle
  • Bratäpfel mit Vanillesoße
  • Süße Kürbiscreme
  • Arme Ritter
  • Scharfe Früchtchen mit Schoko-Avocado-Mousse
  • Süßer Erdbeer-Rhabarber-Auflauf

Lecker!

Abgerundet wird der Streichzug durch das Markgräflerland durch zahlreiche Impressionen von Land und Leuten und einem kleinen Führer durch Gasthöfe und Restaurants, die ihr Gäste auch vegetarisch verwöhnen wollen.

Tolles Buch, tolle Rezepte, tolle Bilder

Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland hat sich bei mir sofort einen Platz im Bücherregal erobert und wird in den nächsten Wochen auch klar Einfluss auf meinen Speiseplan nehmen. Und das nicht nur, weil die vielen leckeren Fotos Lust auf mehr machen, sondern weil, wie bereits in Wilde Waldküche, viele Erinnerungen an meine Kindheit geweckt wurden. Deshalb ein dickes fettes JA zu diesem außergewöhnlichen Buch.

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In den Rebbergen bieten die dunklen Färbertrauben ein wunderschönes Farbenspiel (Quelle: Werbegemeinschaft MarkgräflerLand GmbH)

 

Elisabeth Zumkehr

Elisabeth Zumkehrs große Leidenschaft ist das Kochen und Backen. Besonders gerne probiert sie neue, kreative Gerichte aus, doch auch die typischen Gerichte aus ihrer Heimat – dem Markgräflerland – dürfen auf ihrem Speiseplan nicht fehlen. Sie legt dabei sehr viel Wert auf eine gesunde Ernährung mit frischen Zutaten. Neben dem Kochen und Backen liebt sie es das Markgräflerland über die vielen Wanderwege zu erkunden.

Nach einer Lehre zur Fleischfachverkäuferin hat sie schon früh eine Familie gegründet und ist Mutter zweier nun erwachsener Töchter. Lange Zeit war sie im kreativen Bereich mit dem Fertigen von Teddybären tätig. Mittlerweile 49 Jahre alt und zur Vegetarierin geworden, kocht sie nun schon seit vielen Jahren in der Narayana-/ Unimedica-Küche.

Buchinfo: Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland von Elisabeth Zumkehr, erschienen bei Unimedica, 2016, 336 Seiten, gebunden, € 24,80, ISBN: 978-3-946566-04-5

 

Linda Louis: Wilde Waldküche

Es lässt sich nicht leugnen, der Herbst ist da! So richtig bewusst wurde mir das gestern auf dem Heimweg von meiner Friseurin. Die Strecke führt durch mehrere Waldstücke und fast handtellergroße Pilze haben mich daran erinnert, dass ich euch längst ein tolles Buch vom Hädecke Verlag vorstellen wollte: Wilde Waldküche von Linda Louis.

wilde-waldkucheIch erinnere mich noch gut, wie ich als Kind und auch noch als Teenager mit meiner Großtante im Spätsommer auf der Suche nach wilden Brombeeren durch den Wald gestreift bin. Erbeutet haben wir nicht nur saftige Beeren sondern auch unzählige Schrammen durch die Dornen. Aber der Geschmack der köstlich-fruchtigen Marmelade hat später alles wett gemacht. Gleiches gilt für den Holunder, nur ohne Schrammen. Dafür aber mit einer blau verspritzen Küche, bis die Dolden zu herbem Saft für leckeres Holundergelee verarbeitet war.

Heute wandelt meine Nichte auf diesen alten Pfaden. Im Frühjahr, wenn der Bärlauch den Wald satt grün färbt. Und überraschend viele Bekannte sammeln Pilze.

Dabei hält der Wald noch viel mehr bereit:

  • Brennnessel und Knoblauchrauke
  • Walderdbeeren und Waldmeister
  • Hagebutte und Haselnuss
  • Birke und Esskastanie
  • Wildkirsche und Walnuss
  • Rotkappen und Pfifferlinge

Linda Louis zeigt, wie, wann und wo man die Schätze des Waldes findet, wie man sie richtig erntet und zu man die Beute verarbeiten kann.

  • Exotische Frühlingsrollen mit Knoblauchrauke setzen die Frische der Produkte lecker in Szene
  • Hagebutten wandern in den Waldketchup
  • Junge Fichtentriebe werden zu Sirup  und Robinienblüten zu Likör verarbeitet
  • Und die heimischen Pilze landen in Suppen, Aufstrichen oder Aufläufen

Ein wirklich tolles Buch, das zeigt, wie viel unsere Natur zu bieten hat. Aber auch, was wir verlernt haben, zu nutzen.

Ich empfehle es allen, die sich intensiv mit einer sinnvollen Ernährung auseinandersetzen, denn wenn man in der Waldküche „einkauft“, gibt es die Bewegung als Kalorienausgleich frei Haus dazu.

Linda Louis

Seit vielen Jahren sammelt Linda Louis Wildpflanzen in den Wäldern ihrer französischen Heimat. An den Wochenenden streift sie durch den Forst, der weit entfernt von städtischen Gebieten oder bewirtschafteten Agrarflächen Bäume, Sträucher, Kräuter, Blumen und Pilze bietet, die eine wilde Küche im wahrsten Sinne des Wortes erlauben.

Buchinfo: Wilde Waldküche von Linda Louis, erschienen bei Hädecke, 320 Seiten, gebunden, € 29,90, ISBN 978-3-7750-0628-6

 

Rudolf – Der Kaffee aus Schorndorf

Ich gestehe: Ein Morgen ohne meine heißgeliebte Latte Macchiato ist ein schlechter Morgen. Ehe das Notebook aufgeklappt wird, muss der erste Schluck genüsslich geschlürft sein. Das ist der große Luxus, den man als Cloudworkerin von daheim aus arbeitet.

Foto 1Mein Vollautomat mahlt die frisch geröstete Bohne meiner Wahl im perfekten Mahlgrad und der für mich passenden Stärke. Die Milch für die Latte Macchiato wird frisch aufgeschäumt. Dann fließt der Kaffee langsam auf auf den fluffigen Schaum und hinterlässt ein appetitliches Muster auf der Oberfläche (ok, das ist gelogen, ich bin keine Barista, aber es klingt lecker). Langsam bilden sich die typischen drei Schichten aus:

  • warme Milche
  • leckerer Kaffee
  • reichlich luftiger Milchschaum

Als überzeugter Fan regionaler Produkte bin ich im Winter 2015 über den Kaffee der Firma Rudolf in Schorndorf gestolpert. Klar können auch die in unseren Breiten keinen Kaffee anbauen, aber sie rösten ihn besonders schonend im Langzeitröstverfahren. Dann wird jede Bohne doppelt handverlesen. Eine Arbeit, die ich mir vor einigen Tagen anschauen konnte.

Die Guten in Töpfchen, die Schlechten in Kröpfchen

In atemberaubender Geschwindigkeit wandern die frisch gerösteten Bohnen über ein Band und genauso flink sortiert Herr Rudolf kleine Steinchen und zu schwach oder zu stark geröstete Bohnen aus. Wichtig dabei: Gleichbleibendes Licht. An einem wolkigen Tag wie bei meinem Besuch muss der Arbeitsraum abgedunkelt und mit künstlichem Licht gearbeitet werden, um gleichbleibende Qualität zu garantieren.

Auf meine Frage, wie lange man braucht, bis man beim Sortieren eine solche Geschwindigkeit erreicht, schmunzelt Herr Rudolf

Ich habe den Beruf richtig gelernt und mache das jetzt seit rund 45 Jahren…

Beim Zusehen genieße ich einen der besten Espressi, die ich seit langer Zeit getrunken habe. So richtig voll und rund im Mund. Samtig, schwer zu beschreiben. Da kratzt nichts, da ist keine bittere Note, keine Säure. Einfach nur guter Espresso. Und das von der Hausmarke, also eigentlich ein Allrounder für den Vollautomaten. Den nehme ich auf jeden Fall mit. Er sollte perfekt sein, wenn Besuch kommt. Stark genug für meine Latte Macchiato, weich und vollmundig genug für die klassische Tasse Kaffee.

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In meinen Einkaufskorb wandert auch ein Espresso Oro Nero, ein feiner, kräftiger Espresso mit sehr dunkler Röstung. Darauf bin ich auch schon sehr gespannt.

Die Auswahl ist groß

Wer in die schlichte Halle kommt, die neben der Produktion auch dem Verkauf auch die Fertigung beherbergt, sollte sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen. Schlichte Ausstattung bedeutet in diesem Fall die Reduktion auf das Maximum. Das Maximum an gutem Geschmack.

Hier ein Überlick:

  • Arabica: Aus Zentralamerika und Ostafrika, absoluter Spitzenkaffee ohne Säure
  • Schorndorfer Kaffee: Milder Filterkaffee ohne Säure, harmonisch und weich
  • Exquisit: Rudolfs bester Filterkaffee, sehr fein, elegant und weich, feiner Arabica
  • Café Creme: Kräftiger, würziger Kaffee für Vollautomaten und Filter, Arabica und Robusta
  • Schümli: Feiner, milder Einsteiger für den Vollautomaten, Arabica und Robusta
  • Hausmarke: Allrounder für den Vollautomaten, dunkle Röstung, feine Schoko-Note
  • Spezialmischung: Milder, feiner Filterkaffee, Arabica und Robusta
  • Mexiko: Kräftiger, würziger Filterkaffee mit leichter Hasenussnote, Arabica aus Mexico, Honduras und Ostafrika
  • Entcoff: Sehr weich und mild
  • Italienischer Espresso: Typisch italienisch, sehr kräftig
  • Espresso Oro: kräftigster Espresso für DEN Espressoliebhaber, leicht herb, Geschmack nach Bitterschokolade
  • Espresso Oro Nero: feiner, kräftiger Espresso, fein abgestimmt aus Arabica und Robusta
  • Maragogype: auch Elefanten- oder Riesenbohne, mild, samtig, nussig im Geschmack
  • Jamaica Blue Mountains: Sehr edler, voller Geschmack, weicher Charakter mit feinem Schokoduft

Saisonal gibt es auch noch kleine Extras, z.B. Rudolfs Weihnachtsmischung, die ich letztes Jahr verschenkt habe. Auch fair gehandelte Produkte werden angeboten.

Ein tiefer Blick in die Kaffeewelt

Ab 20 Personen kann man sich von Gerhard Rudolf auch ganz individuell in die Geheimnisse der Kaffeewelt einführen lassen. Oder man wartet einfach auf die Umstellung der Uhr auf die Winter- bzw. Sommerzeit. Dann ist bei Kaffee Rudolf Tag der offenen Tür und man kann einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Übrigens, die Rösterei Rudolf gehört zu den wenigen verbliebenen Unternehmen, die noch selbst rösten. Nicht nur für den eigenen Verkauf, sondern auch für diverse Kaffeehändler, die zwar ihre individuelle Hausmarken verkaufen, aber eben nicht selbst rösten.

Wer jetzt Lust auf guten Kaffee aus dem Remstal bekommen hat, der kann entweder Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 18:00 Uhr, samstags von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr beim Röstereiverkauf vorbei kommen, im Online-Shop bestellen oder sich in den regionalen Supermärkten umsehen.

Ich verspreche: Es lohnt sich!

#slowfood2016 – Genuss in Hülle und Fülle I

Hach ja, anstrengend war es. Und voll war es. Und toll war es! So viele Anbieter nachhaltig produzierter Lebensmittel auf einem Platz besser gesagt in zwei riesigen Hallen, gibt es in Stuttgart nur einmal im Jahr: Beim Markt des guten Geschmacks der Messe Stuttgart.

Badge slowfood2016Es war meine dritte oder vierte Slow Food Messe und meine zweite oder dritte Teilnahme am Bloggertreffen  der Messe Stuttgart. Und damit kam ich auch wieder in den Genuss spannender Hintergrundinformationen und Diskussionen von und mit Ausstellern, Organisatoren und Initiativen. Danke dafür an die entsprechenden Aussteller, die sich eine Stunde vom Messetrubel los geeist haben, um uns Rede und Antwort zu stehen. Und natürlich, um uns neugierig auf ihre Produkte zu machen.

Wenn die Saarlänner mid de Pälzer ihr Ding mache

Als gebürtige Saarländerin musste ich mich natürlich erst die saarländische „Vertretung“ aufsuchen, die – man mag es kaum glauben – für die Messe ein Joint Venture mit Rheinland-Pfalz eingegangen ist. Ausgerechnet mit den Pälzern… Aber ok, was tut man nicht alles, wenn es um einen guten Zweck, und das ist nachhaltige Ernährung allemal, geht, man spricht auch mit dem Fein. Gell, Herr Wallbillich ;-).

Neben dem Forellenhof Rosengarten war unter anderem die Bliesgau Ölmühle mit ihrem Leindotteröl „angetreten“. Ein faszinierendes, fast vergessenes Gewächs, dieser Leindotter. Und ein sehr spezielles Öl. Irgendwie unglaublich kompakt und mit einem tollen Eigengeschmack, der an Spargel erinnert. Ideal zum Abrunden von Gemüsegerichten.

Das beste Eis der Welt für mich

Vom Öl zum Eis passt irgendwie, dachte ich mir. Deshalb war meine nächste Station Toni Manusé von Gelato Mio. Schon in der Vorstellung hat er eine flammende Rede für mehr Bewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln gehalten. Kein Wunder lautet deshalb sein Philosophie:

Unsere Motivation damals wie heute – das beste Eis der Welt herzustellen

Und sich dabei natürlich den Mitmenschen und der Umwelt gegenüber verantwortlich zu fühlen und den Gedanken eines ganzheitlichen Biokonzeptes im gesamten Herstellungsprozess unserer nachhaltig erzeugten Bioeissorten zu beherzigen.

Ich habe es mit einer Kugel Nocciola getestet. Herrlich. Natürlicher Haselnussgeschmack, kein übertriebenes Haselnussaroma. Cremig-festes Eis in einer leckeren Waffel. Wird Zeit, dass es Gelato Mio auch in Stuttgart gibt.

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Bild: Gelato Mio

 

Wie konsequent Herr Manusé in seinem Ansatz ist, konnte man übrigens auch an der Einrichtung seines Messestandes sehen. Coole Pappmöbel und -dekoelemente, die ich mir auch in die Wohnung stellen würde. Wer sich ein Bild davon machen möchte, sollte einen Blick in die Impressionen auf der Website werfen.

So, das war mal ein erster Auftakt meines Messebesuchs. Bleibt dran. Die nächste Folge wird scharf! Versprochen.

 

31.03.-03.04.2016 – Markt des guten Geschmacks in Stuttgart (+Gewinnspiel)

Von 31.03. bis 03.04.2016 steht die Messe Stuttgart zum zehnten Mal im Zeichen des guten Geschmacks. Vier Tage bietet die Slow Food Messe Genießern ein Eldorado des guten und nachhaltigen Geschmacks. Du bist dabei? Dann habe ich die kostenlosen Tickets für dich!

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Neugierig auf die Slow Food Messe? (Bild: Johannes Schlörb)

So ganz genau weiß ich nicht mehr, wann ich zum ersten Mal auf der Slow Food Messe war. Aber was ich noch weiß: Ich war absolut nicht auf das vorbereitet, was mich erwartet hat, sonst hätte ich selbstverständlich auch einen Einkaufskorb dabei gehabt. Leckeres Brot, verführerischer Käse und Wurst nach guter alter Tradition. Ohne unnötige Zusatzstoffe, ohne Antibiotika und Psychopharmaka. So wie früher halt.

Eine Messe nach meinem Geschmack

Auf dem Markt des guten Geschmackes bin ich auch zum ersten Mal über Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall gestolpert. Mit nachhaltigem Erfolg. Inzwischen gibt es bei mir sehr viel seltener Fleisch und Wurst und wenn, dann vom schwäbisch hällischen Landschwein oder vom Hohenloher Rind. Was Obst und Gemüse angeht, bevorzuge ich sowieso saisonal und regional und mein Brot backe ich seit Jahren selbst.

Kein Wunder also, dass die Messe so ganz nach meinem guten Geschmack ist!

Ich mache Dich zum Fan des guten Geschmacks

Damit auch Du Fan des guten Geschmacks wirst und Dich kostenlos von der gesunden und leckeren Vielfalt überzeugen kannst, verlose ich jetzt insgesamt 2 x 2 Ticketcodes für die Messe (Tageskarte).

So geht’s:

  • Hinterlass‘ mir bis spätestens 03.04.2016, 08:00 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem du kurz erklärst, warum Dir nachhaltige Lebensmittel wichtig sind.
  • Bitte denk daran, dass ich Deine E-Mail-Adresse brauche, um Dir die Gewinncodes zuzuschicken. Damit kannst du dann gleich online deine Tickets „kaufen“.
  • Mit der Teilnahme erklärst Du Dich einverstanden, dass ich dich zum Zweck der Gewinnübergabe per E-Mail kontaktieren darf. Die Daten werden anschließend von mir gelöscht.

Übrigens, die Tageskarte berechtigt zum Besuch aller Messen der Frühlingsmessen 2016, die am Tag des Besuches stattfinden.