Painmaker, Hot Mamas, Low & Slow oder die Königinnen der BBQ Saucen

Im Oktober 2014 war ich zum ersten Mal bei Hot Danas, der Manufaktur für scharfe und extrem leckere Saucen. Und ich war begeistert. So begeistert, dass alle, denen ich davon erzählt habe, meinten: DA möchte ich auch mal hin. Kein Problem. Dann organisiere ich eben ein Blogger-Event.

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Auszug aus dem Hot Danas Programm (Foto: Ulrike Rosina)

Die Zusammenarbeit mit Bloggern ist mir sowieso ein Anliegen. Wer also in Sachen Blogger Relations aktiv werden möchte, einfach melden. Ich aktiviere dann gerne mein Netzwerk und kümmere mich um passende Kontakte.

Hot Danas macht Hot Mamas

Doch zurück zu Hot Danas. Vielen sagt der Name erst mal nichts. Dafür können sie aber mit einer der Produktreihen, den Hot Mamas Saucen, deutlich mehr anfangen. Die scharfen Chili-Würzsaucen im gläsernen „Flachmann“ stehen in manchem Kühlschrank und fallen auch in den Ladenregalen gleich ins Auge.

Eindruck hinterlässt – auch beim zweiten Besuch – das Unternehmen selbst. Von außen völlig unauffällig, wäre da nicht der bullige Hummer der „Chili Police“. Ein Auto, das perfekt zu dem kleinen American Diner passt, in dem uns Ralf Nowak, Inhaber von Hot Danas und Herr der scharfen Saucen, empfängt.

Die anschließende Führung ist so wie Nowak selbst: offen, direkt und unverkrampft. Da alle teilnehmenden Bloggerinnen und Blogger berufstätig sind, konnten wir erst am frühen Abend in Pforzheim auflaufen. Die Produktion war also für den Tag schon eingestellt.

Und plötzlich sind die Chilis alle

Wobei die bei unserem Besuch sowieso nur auf Sparflamme lief. Grund dafür: Durch Schädlingsbefall war der weltweite Chili-Notstand ausgebrochen. Klingt witzig, ist es aber für einen sehr spezialisierten Betrieb definitiv nicht. Ausgerechnet zu Beginn der Grillsaison nur eingeschränkt produzieren zu können, ist – nun ja – blöd!

Zwar gibt es am Markt bereits fertig pürierte und konservierte Chilis im großen Stil zu kaufen, die auch von vielen industriellen Anbietern verwendet werden. Aber die entsprechen nicht Nowaks Qualitätsansprüchen. Bei Hot Danas werden frische Chilis von Hand aufgeschnitten, die Stiele und alles, was nicht rein soll, entfernt und dann manuell weiter verarbeitet.

Chili Mash? Kommt mir nicht in die Flasche

Wir konnten eine Sauce, die nach einem original Hot Danas Rezept aber mit dem industriell verarbeiteten Chili-Püree gekocht worden war, testen. Es war einfach eklig. Viel zu sauer und irgendwie seifig. Kein Vergleich zum Original und vermutlich einer der Gründe, weshalb die Barbecue, Low & Slow und Painmaker Saucen von Hot Danas einen für die Massenware verderben.

Klar war ich neugierig, ob nur ich die Saucen so lecker finde oder ob mein Umfeld auch zu infizieren wäre. Also habe ich kurzerhand einige Tests gestartet. Passend zur Saison primär die BBQ Saucen, nicht die Würzsaucen. Letztere sind auch zum Würzen von Speisen gedacht, nicht als Dip. Dazu sind sie zu scharf und zu dünnflüssig. Ich habe es – versehentlich – getestet.

Mögen Frauen Painmaker?

Besonders gespannt war ich auf die Reaktion meiner weiblichen Probanden. In meinem Umfeld war es bislang überwiegend die männliche Fraktion, die gewetteifert hat, wer sich die schärfste Sauce reinziehen kann. Frauen sind da ja weniger masochistisch veranlagt. 😉

Und tatsächlich, ich konnte alle „Testfrauen“ von den beiden Painmaker BBQ Saucen, rot und schwarz, überzeugen, die sie nach eigener Aussage selbst niemals gekauft hätten. Und auch alle anderen Saucen wurden bei einem Grillfest bereitwillig getestet und ausgiebig genossen.

Die nächste Testrunde fand bei meiner DLRG Ortsgruppe statt. Ohne Grill, dafür mit einem Teller und einem Baguette. Auch hier begeisterte Gesichter. Einer der Tester kannte die Würzsaucen aber noch nicht die BBQ Saucen. Jetzt kennt er sie. Fast alle. 😉

Blieben noch die Bloggerinnen und Blogger vom SOS – Stuttgarter Onliner Stammtisch. Einige davon wären beim Manufaktur-Besuch in Pforzheim gerne dabei gewesen, konnten zu dem Termin aber nicht. Sie haben dafür bei unserem Stammtisch im GinYuu Stuttgart getestet.

Auch hier positiv überraschte Gesichter, was Geschmack, Schärfe und Qualität der Produkte angeht. Wieder waren es die Frauen, die Painmaker misstrauisch beäugt und dann begeistert genascht haben. So wie ich auch zu Beginn.

Meine Favoriten: (Fast) alle!

Ich habe zwischenzeitlich meine Favoriten:

  • Hot Mamas No 2: Für meinen Geschmack perfekt zu gebratenen Würstchen
  • Hot Mamas No 5: Zu Geflügel und Würstchen
  • Painmaker schwarz: Zu gegrilltem Fleisch

Wobei, nein, stimmt nicht. Eigentlich ist nur Hot Mamas No 3 nicht so recht mein Geschmack. Alle anderen mag ich einfach und verwende sie auch teilweise zum Kochen. Aber dazu demnächst mehr.

Wer jetzt überprüfen will, ob die Saucen wirklich so gut schmecken, der wird entweder im Laden fündig oder bestellt gleich direkt beim Hersteller. Mein Tip: Sammelbestellung machen, dann fallen die 3,99 € Versandkosten kaum ins Gewicht.

Übrigens, wer Ralf Nowak noch tiefer in die Karten schauen möchte, kann sich auch sein Buch bestellen.

Edit: Aus gegebenem Anlass – wenn ihr auch gerne testen wollt, kein Problem. Grillfest organisieren und mich einladen 😀

Mehr zum Thema Grillen, Chili und Co.:

Disclaimer: Irgendwie ist mir danach, klar zu stellen, dass ich weder für Hot Danas arbeite, noch für Blogposts bezahlt werde. Ich bin einfach wirklich überzeugt von Konzept, Qualität und Inhaber. Und dann schreibe ich gern darüber.

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Das Spaghetti-Eis wurde in Mannheim erfunden #PlaceToBW

Eines der baden-württembergischen Erfolgsrezepte ist der Erfindergeist. In Mannheim erfand Dario Fontanella einen echten Exportschlager: das Spaghetti-Eis. Echt nur ohne Waffel und mit fein geraspelter weißer Schokolade. Möglich wurde das durch eine andere Erfindung aus dem “Ländle”: Der Spätzlepresse!

Wer in Mannheim ist, muss bei der Eismanufaktur Fontanella vorbei. Nicht nur das Spaghetti-Eis, 1969 von Dario Fontanella persönlich erfunden, auch alle anderen Eisspezialitäten, die die “Maestri Gelatai” mit viel Liebe und Sachkenntnis kreieren, lohnen jeden Umweg.

Die Geschichte der Fontanellas ist typisch für ihre Zeit:

  • 1906 wurde die erste Gelateria Fontanella in Conegliano bei Venedig von Michelangelo Fontanella, Darios Großvater, gegründet.
  • 1931 machte sich Michelangelos Sohn Mario auf den Weg nach Deutschland und eröffnete in Hannover seine erste Eisdiele.
  • 1933 zog es ihn dann nach Mannheim. In dem milden Klima und den umliegenden Weinbergen fühlte er sich am Italien erinnert.
  • In den “engen Planken” entstand das erste Geschäft in der Kurpfalz.
  • Hier lernte Mario auch seine Frau Renate kennen. Mannheim wurde seine zweite Heimat. Die Kinder, Dario, Denise, Enzo und Claudia, wuchsen in einem Umfeld aus deutscher Gründlichkeit in Kombination mit italienischer Kreativität auf.
  • 1970 trat Dario in den elterlichen Betrieb ein, 1985 übernahm er das Geschäft.

Seither wird getüftelt und probiert, geforscht und experimentiert. Wie schon sein Vater, verschreibt sich Dario Fontanella der Tradition des „Gelato artigianale“, also des handwerklich hergestellten Eises. Nüsse aus Piemont, Zitronen aus Sizilien, Safran aus dem Iran, Valrhona Schokolade aus Frankreich stets ist er auf der Suche nach noch besseren Zutaten, die sein Eis zu einem noch größeren Geschmackserlebnis werden lassen.

Beste Zutaten ergeben bestes Eis

Von der Qualität der Zutaten durften wir uns bei einer Führung durch die gläserne Produktion selbst überzeugen. Noch nie zuvor haben ich kandierte grüne Mandeln, also unreife Mandeln probiert. Ein Gedicht! Oder an einer Nussmasse geschnuppert, die sich wie süße Seide auf die Geschmacksknospen legt. Traumhaft.

Doch das ist nur die eine Seite einer guten Eismanufaktur. Die andere heißt Technik. Bei Fontanella wird zum Beispiel jedes Obst vor dem Einsatz mit dem Refraktometer auf seinen Zuckergehalt geprüft. Entsprechend wird die Zuckermenge angepasst um einen gleichbleibenden Geschmack des Endproduktes zu garantieren.

Fontanella Eis hat die Sterneküche erobert

Kein Wunder also, dass Fontanella Eis in aller Munde ist. Neben den eigenen Eiscafés, vier in Mannheim, werden zahlreiche gastronomische Betriebe beliefert. Darunter auch Sterneküchen, für die eigens Kreationen entworfen wurden, z.B. ein Basilikumeis, das mit Tomaten und Mozzarrella serviert wird und der Caprese den ganz besonderen Pfiff gibt.

Tatsächlich ist es Darion Fontanella bei unserem Besuch auch gelungen, mich von Gelato mit herzhaften Zutaten zu überzeugen. Darum habe ich bislang einen Bogen gemacht, aber das Eis mit Olivenstückchen oder Parmesan war ein Gedicht.

Mein Highlight: Aprikose-Lavendel

Doch mein persönliches Highlight war – neben dem legendären Spaghetti-Eis, das genauso schmeckte, wie ich es als Kind geliebt habe – ganz eindeutig das Aprikose-Lavendel-Eis. Fruchtig-frische Aprikose, leicht säuerlich, mit einem Hauch von Lavendel oder wie Dario Fontanella es formuliert hat:

Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Sonnenschein vor einem Lavendelfeld und essen reine wirklich reife, saftige Aprikose.

Eis von Fontanella in Mannheim – hach ja, seufz – für mich eindeutig ein #PlacetoBW.

Wer jetzt denkt: Maestro oder Maestra Gelatai würde ich auch gerne werden, der sollte mit Herrn Fontanella Kontakt aufnehmen. Bei ihm gibt es sicher wertvolle Tipps, denn dieser Mann lebt für gutes Eis.

Die Eis Fontanella war eine Station der #PlaceToBW Genusstour vom 07. bis 09. Oktober 2014.

Wer mehr über Baden-Württemberg, das Land, die Leute und die Arbeitsmöglichkeiten wissen möchte, findet auf BW-jetzt und beim Urlaubsland Baden-Württemberg reichlich Anregung und ein offenes Ohr für alle Fragen.