Weeks/Guerri: Mit Meal Prep zum Wunschgewicht

Seit 2013 arbeite ich fast ausschließlich von daheim. Neben der gesparten Lebenszeit auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln schätze ich daran besonders, dass ich mich so ernähren kann, wie ich es mag. Sowohl was die Zutaten als auch was meine Essenszeiten angeht. Meist komme ich – nach etwas Planung – mit einem Einkauf pro Woche klar und koch Samstag und Sonntag mindestens doppelte Portionen. Je eine davon gibt es Montag und Dienstag. Je nach Gericht wandert auch noch etwas fertig portioniert ins Gefrierfach. Ziel ist, mindestens an drei bis vier Tagen meine Hauptmahlzeit nur aufwärmen zu müssen.

Mit Meal Prep zum Wunschgewicht von Pascale Weeks

Deshalb hat mich Mit Meal Prep zum Wunschgewicht von Pascale Weeks neugierig gemacht. Dabei geht es mir weniger um den Punkt “Wunschgewicht” als um eine sinnvolle, ausgewogene Ernährung. In den letzten beiden Jahren habe ich hier sehr viel geändert und fühle mich wirklich gut damit. Meinen Fleischkonsum habe ich deutlich reduziert und vor allem Hülsenfrüchte als Proteinquelle stärker in den Fokus genommen. Die größte Veränderung war aber definitiv, dass ich endlich einen Zugang zu Vollkornprodukten gefunden habe. Zwei Bäcker in meiner Nähe haben Roggenvollkornbrote ganz nach meinem Geschmack. Und bei Nudeln sind mir inzwischen die Vollkornvarianten auch lieber. Und da ich auf guten Käse aus kleinen, regionalen Käsereien nicht verzichten möchte, kommt seit Ende letzten Jahres in die Latte Hafermilch und Joghurt wird durch Soja- oder Hafermilch-Alternativen ersetzt. “Wer jetzt die Augen verdreht und denkt: Habe ich vor drei oder vier Jahren mal probiert, schmeckt gruselig!” sollte es nochmal probieren. Da hat sich enorm viel getan. Und haltet euch nicht mit den Barista-Versionen auf. Die meisten “normalen” Haferdrinks schäumen auch ohne Sojazusatz gut.

Perfekt auch für Kochanfänger:innen

Okay, das waren jetzt genug Schwänke aus meinem Leben. Aber sie erklären, warum ich von Mit Meal Prep zum Wunschgewicht angezogen war. Vor zwei Jahren hätte ich mit den Rezepten deutlich weniger anfangen können. Heute zeigen sie mir, wie viel sich in meiner Ernährung geändert hat.

Was mir besonders gut gefällt:

  • Der logische und optisch sehr ansprechende Aufbau ganz allgemein.
  • Die Übersicht zu Beginn jeder Woche.
  • Passend dazu die Einkaufsliste, gut sortiert nach den Gemüse, Kühlprodukte, Trockensortimen, usw..
  • Die Rezepte sind nicht mit Kalorien versehen. Wer die Ernährung entsprechend der Anregungen umstellt, muss die eigentlich nicht zählen, sofern er oder sie den Rest des Tages nicht gnadenlos über die Stränge schlägt.
  • Schritt für Schritt Kochanleitungen, alles was in den angesetzten zwei Stunden für fünf Tage vorbereitet werden kann.
  • Es werden unaufwändige Alternativen für tierische Produkte angeboten.
  • Erklärungen, die auch für absolute Kochanfänger:innen nachvollziehbar sind.
  • Die einzelnen Gerichte mit einladender Bebilderung.
  • Die Reihenfolge der Gerichte: Was schneller verderblich ist, gibt es an Tag eins, usw.
  • Die langsame Heranführung an die Ernährungsweise in drei Phasen. Das erleichtert den Übergang für die, die es bislang nicht so mit Vollkornbrot, Polenta und Bulgur oder Linsen- und Falafelbällchen hatten.

Was mir weniger gut gefällt:

  • Etwa in der Mitte des Buches habe ich mich auf die Suche nach Frühstück und/oder Mittagessen gemacht. Gibt es nicht, beziehungsweise nur sehr reduziert auf den ersten Seiten.
  • Alle Gerichte sind immer für vier Personen. Klar kann man die runterrechnen, aber mir wären Angaben für eine oder zwei Personen lieber.
  • Der Vorteil ist auch ein Nachteil, weil ich wegen der Haltbarkeit der jeweiligen Zutaten an ziemlich an den Plan gebunden bin, auch wenn ich gerade heute vielleicht mehr Lust auf das vorbereitete Gericht von Freitag hätte.

Ein Mal die Linsenbällchen bitte!

So und jetzt schaue ich, welche Woche ich für mich teste. Tatsächlich plane ich nur die Mittagessen ziemlich gut voraus. Abends stehe ich dann öfter vorm Kühlschrank und grübele, was ich mir machen könnte. Ich glaube, es wird die Woche mit den Linsenbällchen werden. Die lachen mich doch sehr an.

Mir gefällt Mit Meal Prep zum Wunschgewicht wirklich gut.

Pascale Weeks

Pascale Weeks ist Food-Redakteurin und betreibt einen viel beachteten Blog in Frankreich. Auch privat ist sie leidenschaftliche und experimentierfreudige Köchin und lässt andere gern daran teilhaben – zum Glück.

Aurélie Guerri

Aurélie Guerri ist Ernährungsberaterin. Sie bietet maßgeschneiderte Ernährungsprogramme für Gesundheit und Wohlbefinden.

Fotos und Foodstyling: Silvia Santucci.

Aus dem Französischen: Jutta Schiborr.

Buchinfo: Mit Meal Prep zum Wunschgewicht von Pascale Weeks und Aurélie Guerri, erschienen bei Goldmann, 15.11.2021, 176 Seiten, Klappenbroschur, € 13,00, ISBN: 978-3-442-17894-0. Danke für das Leseexemplar.

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