Auf dem Opernball in Wien bricht die junge, erfolgreiche Schauspielerin Nina Seidling mitten in einer Videoaufzeichnung mit einer Influencerin tot zusammen. Chefredakteurin Sarah Pauli vom Wiener Boten vermutet einen Mord, denn am Morgen hat sie einen dubiosen Hinweis darauf bekommen.

Der Opernball ist das Großereignis für die Gesellschaftsredaktionen nicht nur der Wiener Blätter. Wer in der Szene Rang und Namen hat, muss sich auf dem Ball sehen lassen. Das gilt auch für die junge Nina Seidling, den neuen Start einer äußerst beliebten Fernsehserie. Minutiös hat ihr Management den Abend vorbereitet. Auf dem Plan steht unter anderem ein Live-Interview für den Instagram-Kanal der Influencerin Delia Fee. Privat können sich beide überhaupt nicht leiden, aber für ihre Karriere lächeln sie freundlich in jede Kamera.
Am Morgen in der Chefredaktion des Wiener Boten: In Sarah Paulis Posteingang liegt ein Brief ohne Absender. Er kündigt einen Todesfall an. Die Begleitumstände und der Hinweis auf zwölf schwarze Schwäne weisen auf die Oper als Tatort hin. Sarah informiert umgehend einen alten Bekannten bei der Mordkommission, aber die Hinweise sind zu wenig konkret. Sehr konkret wird es dann, als Sarah selbst Zeugin wird, wie Nina Seidling vor laufender Kamera tot zusammenbricht.
Am nächsten Morgen geht wieder ein anonymer Brief ein. Ein weiterer Mord wird angekündigt. Die Polizei nimmt die Ankündigung jetzt sehr ernst.
Spannender Krimi mit Überraschungsmomenten
Beate Maxian hat mit Tod auf dem Opernball einen Krimi geschrieben, den ich in den ersten 300 Seiten kaum aus der Hand legen wollte. Auch weil zum Beispiel die medizinischen Details sehr gut recherchiert waren und interessante Einblicke in geschichtliche Hintergründe zur Oper die Story auflockerten.
Das Hin und Her zwischen den Ankündigungen per Brief und den tatsächlichen Morden – ja, es sind mehrere – hat die Handlung kurzweilig gemacht. Auch wenn die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und einem Medienhaus eher unwahrscheinlich scheint, selbst dann, wenn eine enge Freundschaft im Hintergrund steht.
Was ich persönlich bedauert habe: Als mir klar war, wer hinter der Mordserie steckt, wurde es leider etwas zäh und wenig spannend. Hier hätte ich mir eine straffere Story gewünscht. Aber insgesamt ist Tod auf dem Opernball von Beate Maxian ein unterhaltsamer Krimi und guter Begleiter in den Sommerurlaub.
Beate Maxian
Beate Maxian lebt mit ihrer Familie in der Nähe des Attersees und in Wien und zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen Österreichs. Ihre Wien-Krimis um die Journalistin Sarah Pauli stehen dort regelmäßig an der Spitze der Bestsellerliste. Auch “Ein tödlicher Jahrgang”, Auftakt ihrer Krimireihe um die Feinkosthändlerin Lou Conrad, wurde auf Anhieb ein Bestseller.
Buchinfo: Tod auf dem Opernball von Beate Maxian, erschienen bei Goldmann, 17. April 2024, 416 Seiten, Klappenbroschur, € 13,00, ISBN: 978-3-442-49405-7. Danke für das Leseexemplar.

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