2017 startet frostig aber wunderschön

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Das Spaghetti-Eis wurde in Mannheim erfunden #PlaceToBW

Eines der baden-württembergischen Erfolgsrezepte ist der Erfindergeist. In Mannheim erfand Dario Fontanella einen echten Exportschlager: das Spaghetti-Eis. Echt nur ohne Waffel und mit fein geraspelter weißer Schokolade. Möglich wurde das durch eine andere Erfindung aus dem “Ländle”: Der Spätzlepresse!

Wer in Mannheim ist, muss bei der Eismanufaktur Fontanella vorbei. Nicht nur das Spaghetti-Eis, 1969 von Dario Fontanella persönlich erfunden, auch alle anderen Eisspezialitäten, die die “Maestri Gelatai” mit viel Liebe und Sachkenntnis kreieren, lohnen jeden Umweg.

Die Geschichte der Fontanellas ist typisch für ihre Zeit:

  • 1906 wurde die erste Gelateria Fontanella in Conegliano bei Venedig von Michelangelo Fontanella, Darios Großvater, gegründet.
  • 1931 machte sich Michelangelos Sohn Mario auf den Weg nach Deutschland und eröffnete in Hannover seine erste Eisdiele.
  • 1933 zog es ihn dann nach Mannheim. In dem milden Klima und den umliegenden Weinbergen fühlte er sich am Italien erinnert.
  • In den “engen Planken” entstand das erste Geschäft in der Kurpfalz.
  • Hier lernte Mario auch seine Frau Renate kennen. Mannheim wurde seine zweite Heimat. Die Kinder, Dario, Denise, Enzo und Claudia, wuchsen in einem Umfeld aus deutscher Gründlichkeit in Kombination mit italienischer Kreativität auf.
  • 1970 trat Dario in den elterlichen Betrieb ein, 1985 übernahm er das Geschäft.

Seither wird getüftelt und probiert, geforscht und experimentiert. Wie schon sein Vater, verschreibt sich Dario Fontanella der Tradition des „Gelato artigianale“, also des handwerklich hergestellten Eises. Nüsse aus Piemont, Zitronen aus Sizilien, Safran aus dem Iran, Valrhona Schokolade aus Frankreich stets ist er auf der Suche nach noch besseren Zutaten, die sein Eis zu einem noch größeren Geschmackserlebnis werden lassen.

Beste Zutaten ergeben bestes Eis

Von der Qualität der Zutaten durften wir uns bei einer Führung durch die gläserne Produktion selbst überzeugen. Noch nie zuvor haben ich kandierte grüne Mandeln, also unreife Mandeln probiert. Ein Gedicht! Oder an einer Nussmasse geschnuppert, die sich wie süße Seide auf die Geschmacksknospen legt. Traumhaft.

Doch das ist nur die eine Seite einer guten Eismanufaktur. Die andere heißt Technik. Bei Fontanella wird zum Beispiel jedes Obst vor dem Einsatz mit dem Refraktometer auf seinen Zuckergehalt geprüft. Entsprechend wird die Zuckermenge angepasst um einen gleichbleibenden Geschmack des Endproduktes zu garantieren.

Fontanella Eis hat die Sterneküche erobert

Kein Wunder also, dass Fontanella Eis in aller Munde ist. Neben den eigenen Eiscafés, vier in Mannheim, werden zahlreiche gastronomische Betriebe beliefert. Darunter auch Sterneküchen, für die eigens Kreationen entworfen wurden, z.B. ein Basilikumeis, das mit Tomaten und Mozzarrella serviert wird und der Caprese den ganz besonderen Pfiff gibt.

Tatsächlich ist es Darion Fontanella bei unserem Besuch auch gelungen, mich von Gelato mit herzhaften Zutaten zu überzeugen. Darum habe ich bislang einen Bogen gemacht, aber das Eis mit Olivenstückchen oder Parmesan war ein Gedicht.

Mein Highlight: Aprikose-Lavendel

Doch mein persönliches Highlight war – neben dem legendären Spaghetti-Eis, das genauso schmeckte, wie ich es als Kind geliebt habe – ganz eindeutig das Aprikose-Lavendel-Eis. Fruchtig-frische Aprikose, leicht säuerlich, mit einem Hauch von Lavendel oder wie Dario Fontanella es formuliert hat:

Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Sonnenschein vor einem Lavendelfeld und essen reine wirklich reife, saftige Aprikose.

Eis von Fontanella in Mannheim – hach ja, seufz – für mich eindeutig ein #PlacetoBW.

Wer jetzt denkt: Maestro oder Maestra Gelatai würde ich auch gerne werden, der sollte mit Herrn Fontanella Kontakt aufnehmen. Bei ihm gibt es sicher wertvolle Tipps, denn dieser Mann lebt für gutes Eis.

Die Eis Fontanella war eine Station der #PlaceToBW Genusstour vom 07. bis 09. Oktober 2014.

Wer mehr über Baden-Württemberg, das Land, die Leute und die Arbeitsmöglichkeiten wissen möchte, findet auf BW-jetzt und beim Urlaubsland Baden-Württemberg reichlich Anregung und ein offenes Ohr für alle Fragen.

Gewinnspiel: Süßes für Raw Veganer_innen

Petit Fours, Linzertorte, Mangomousse, Schoko-Vanille-Eistorte oder selbst gemachte Fruchtschnitten – und alles raw vegan. Geht nicht? Geht sehr wohl. Anja Stadelmann zeigt wie.

Kürzlich habe ich „Desserts roh & vegan“ aus dem Briefkasten geholt. Da ich selbst gerne mit veganen Törtchen experimentiere und mein veganes Blitzeis liebe, war ich natürlich sehr neugierig. Und die tollen Fotos waren absolut verheißungsvoll, die Rezepte nicht sehr aufwändig.

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(Cover: FONA)

Beim Blick in die Zutaten- und Zubereitungslisten wurde ich dann aber schnell stutzig. Das „roh“ hatte ich in meiner Begeisterung komplett übersehen und raw vegan ist mir persönlich dann doch etwas zu Hardcore. Dazu bin ich in meiner gedanklichen Geschmackswelt noch zu sehr der „traditionellen“ Geschmacksvorstellung verhaftet. Also gebackenen Kuchen.

Da ich das Buch aber als solches sehr schön finde und denke, dass es für Raw Veganer_innen eine echte Bereicherung ist, verlose ich es jetzt. Teilnehmer_innen sollten sich also mit dieser Küche auskennen,

So kannst du gewinnen:

  • Schreib in die Kommentare dieses Beitrages, was dich von der raw veganen Ernährung überzeugt hat.
  • Einsendeschluss ist der 23. September

Teilnahmebedingungen

  • Du solltest dich selbst raw vegan oder zumindest vegan ernähren. (Das tolle Buch sollte in Hände, die es richtig zu würdigen wissen)
  • Verlost wird ein Exemplar des oben abgebildeten Buches
  • Denkt daran, dass ich per E-Mail zu dir Kontakt aufnehmen muss, um die Versandadresse zu erfahren.
  • Gib keine Adresse in den Kommentaren an (Datenschutz!).
  • E-Mail  und Postadressen werden ausschließlich zur Ermittlung des/der Gewinner_in verwendet.
  • Die Verlosung erfolgt am 24.09.2014.
  • Versendet wird als Büchersendung ausschließlich an Adressen in Deutschland.

So und jetzt viel Spaß und viel Erfolg!

And the winner is: Desirée L.

Desserts roh und vegan (raw vegan)

Vegane Ernährung und richtig coole Süßigkeiten und Desserts sind ein Widerspruch? Stimmt nicht. Das gilt auch für roh vegane Ernährung – wenn man weiß, wie. Desserts roh & vegan von Anja Stadelmann zeigt es.

Wie einfach und lecker vegane Torten und veganes Eis sein können, habe ich schon mehrfach dokumentiert. Deutlich gewöhnungsbedürftiger wird es hingegen bei roh veganer Ernährung (raw vegan). Schließlich fallen nicht nur Eier, Butter, Sahne und Milch weg, es wird auch nichts gebacken sondern bei maximal 40 ° C getrocknet.

raw, vegan, Süßigkeiten, Dessert, Kuchen, Snack, Eis
(Cover: FONA)

Auch die Zutaten für die raw veganen Naschereien sind nicht in jeder Küche zu finden. Ob Birkenzucker, Chiasamen, Dattelmus oder Nusstrester, für die meisten unter uns, wäre erst einmal ein Einkauf angesagt. Wobei sich vieles selbst herstellen lässt. Anja Stadelmann erklärt in ihrem Buch, wie es geht.

Tolle Leckereien für Raw Veganer_innen

Was dann aber gezaubert werden kann, ist beeindruckend:

  • Beerenmousse aus Beeren und Mandelmus
  • fruchtige Haselnussschnitten (Snack)
  • Kiwitörtchen mit Schlagrahm
  • Petit Fours
  • fruchtige Pralinen
  • Lebkuchen
  • Linzertorte oder
  • Schoko-Vanille-Eistorte

Die ganzseitigen Fotos lassen nicht nur Raw Veganer_innen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und die teils wirklich einfachen Rezepte machen den Start leicht.

Tolle Highlights für Süßschnäbel

Mir gefällt die raw vegane Dessertküche zum Anschauen zwar sehr gut, zum “Nachkochen” ist es mir persönlich aber zu „Hardcore“. Dazu bin ich – was Desserts und Süßigkeiten angeht – noch zu sehr in der „klassischen“ Geschmacksvorstellung verhaftet. Deshalb werde ich selbst diesem Buch nicht gerecht. Allen “eingefleischten” Raw Veganer_innen kann ich es aber nur wärmstens ans Herz legen. Die “Süßschnäbel” werden begeistert sein.

Anja Stadelmann

Anja Stadelmann besucht den Vorkurs an der Schule für Gestaltung Aarau und ernährt sich seit einiger Zeit vegan und vollwertig. Ihre Experimente im Bereich der Rohkosternährung haben sie zu diesem Dessertbuch inspiriert, ganz nach dem Motto: Süsses kann auch für den Körper eine Wohltat sein, nicht nur für die Seele.

Buchinfo: Desserts roh & vegan von Anja Stadelmann, erschienen bei FONA, 112 Seiten, Hardcover, 28 ganzseitige Foodfotos von Andreas Thumm, € 19,90, ISBN: 978-3-03780-562-6. Vielen Dank für die Bereitstellung des Leseexemplares.

Veganes Eis selbst machen – cremig, fruchtig, lecker!

Wer meine Beiträge verfolgt, weiß, dass ich kürzlich die veganen Torten und damit LeHa Schlagfix universelle Schlagcreme für mich entdeckt habe. Dieser Entdeckung habt ihr jetzt ein leckeres, cremiges Eis-Rezept zu verdanken, das zudem blitzschnell zubereitet und serviert werden kann.

Schuld an dem ganzen Törtchen-Thema ist das vegane Restaurant Coox&Candy in Stuttgart. Dort habe ich einen Bissen vegane Torte bei meiner Nichte probiert und beschlossen: Das will ich auch können! Kann ich inzwischen auch, wie meine Erdbeer-Sahne-Torte und meine Schoko-Nuss-Nougat-Torte belegen. Und ich kann noch viel mehr. Ich kann nämlich in weniger als fünf Minuten veganes Eis machen!

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Cremiges, veganes Früchteeis. (CC: by-nc-sa)

Das braucht ihr dazu:

  • ca. 300 g tiefgefrorene Früchte
  • 2 – 3 El Puderzucker (anderes Süßungsmittel müsste auch funktionieren)
  • 200 ml Schlagfix Universelle Schlagcreme von Leha (z.B. bei Kaufland), gekühlt

Und jetzt kommt der ultrageheime Geheimtrick, den alle kennen, die je bei einer Tupperparty waren: Nämlich der Quick-Chef von Tupper.

  • Schneidmesser einsetzen
  • Früchte in die Schüssel schütten
  • Puderzucker darauf
  • Schlagfix dazu
  • Deckel drauf
  • Rühren
  • Fertig!

Das Ergebnis ist ein leckeres, cremiges Früchteeis.

Sollte es zu weich sein, helfen ein paar Minuten im Gefrierfach. Dabei ab und zu mal umrühren, damit sich keine Kristalle bilden. Ist es zu fest, etwas stehen lassen. Dann ist es vermutlich zu kalt, sprich zu viel gefrorenes Obst. Bei mir hat es auf Anhieb gepasst.

Sehr witzig! Und wenn man keinen Quick-Chef hat?

Dann nimmt man einfach einen Stabmixer – dann aber ein passendes Gefäß nehmen oder in zwei Portionen mixen. Und Vorsicht: durch die Luft fliegende, gefrorene Früchte können weh tun. Oder zum Beispiel den Mixaufsatz der Küchenmaschine, also der mit dem Messern, nicht der mit den Rührern. Eben irgendwas, was die Tiefkühlfrüchte in der Schlagcreme schnell kleinhächselt.

Reste lassen sich übrigens prima im Gefrierschrank lagern, sie kristallisieren dabei etwas aus, weil beim Frieren niemand rührt. Schmeckt aber trotzdem noch lecker und wenn man etwas antauen lässt und kräftig durchrührt, merkt man fast nichts mehr.

Viel Spaß mit der veganen Abkühlung!

Mehr vegane Rezepte findet ihr hier.