Fingerfood – vegan und vollwertig

Was essen eigentlich Menschen, die sich vegan ernähren, überhaupt noch? Fingerfood – vegan und vollwertig wird die Zweifler verblüffen, denn Ratatouille-Spieße, gefüllte Weinblätter, Teigtaschen mit Spinat und griechische Ofenkartoffeln lassen bei keiner Party Tierisches vermissen.

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Veganes Fingerfood, lecker und einfach. (Cover: Hädecke Verlag)

Wie bringt man bei Party, Familienfest oder offiziellen Anlässen unterschiedliche Ernährungsstile unter einen Hut? Diese Frage stellen sich nicht nur Menschen, die sich vegan ernähren. Zunehmend geraten hier auch Fleischfans durch die steigende Zahl an VegetarierInnen und VeganerInnen ins Grübeln.

Ich bin eine Verfechterin von möglichst einheitlichem Essen, wenn unterschiedliche Ernährungsstile verköstigt werden müssen. Eine Lösung kann ein leckeres Fingerfood Buffet sein. Zur Erhöhung des “Sabber-Faktors” hier ein paar Vorschläge, wie das aussehen könnte:

vegan:

  • Griechische Ofenkartoffeln
  • Grünkernbällchen
  • Lauch-Tomaten-Rauten
  • Möhren-Kürbis-Sticks
  • Ratatouille-Spieße
  • Teigtaschen mit Spinat
  • Gefüllte Partytomaten (mit Hirse)
  • Gemüsespieße
  • Gemüsesticks mit meheren Dips
  • Gurkenhäppchen mit Dillcreme
  • Mini-Paprika mit Avocadocreme

vegetarisch:

  • Caprese-Spießchen (Mini-Mozzarella, Kirschtomaten, Basilikum)
  • Pizza-Rauten (vegetarisch)
  • Teigtaschen mit Feta und Spinat
  • Schafskäse-Spieße mit Paprika und Olive

mit Fleisch

  • Orientalisch gewürzte Hackbällchen
  • Putenspieße mit unterschiedlichen Würzungen
  • Hähnchenunterschenkel, gegrillt
  • Pizza-Rauten
  • Teigtaschen mit Hackfleisch, Schafskäse und Spinat

süß und vegan

  • Orientalische Erdbeeren (je nach Saison)
  • Mousse au Chocolat vegan (mit Schlagfix und geschmolzener Bitterschokolade
  • Bunte Melonenspieße
  • Muffins vegan
  • Mini-Nussecken vegan

Dazu frisch gebackenes Brot mit diversen Aufstrichen, zum Beispiel der Erbsenaufstrich und die Auberginencreme aus Brotaufstriche – vegan und vollwertig, und diverse Dips und Soßen.

Na? Wie klingt das?

Alle veganen Rezept gibt es in Fingerfood – vegan und vollwertig, einem Buch, das ich allen, die sich vegan ernähren oder die Veganer verköstigen wollen, ebenso ans Herz lege, wie die Brotaufstriche, die ich bereits vorgestellt habe.

Die Autoren

Annette Heimroth ist ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin GGB und Tierschutzlehrerin. Seit vielen Jahren leitet sie Kurse zur vegetarischen und veganen Vollwertkost, Fastenseminare und Frischkostwochen. Sie gibt Ernährungseinzelberatungen und individuelle Beratungen zur Haut und Haargesundheit. Außerdem ist sie in Schulen und Kindergärten aktiv und hält auf Wunsch diverse Fachvorträge.

Brigitte Bornschein ist Hauswirtschafterin in einer Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung und in ihrer Freizeit engagierte Veganköchin.

Beide ernähren sich seit vielen Jahren vegetarisch bzw. inzwischen vegan und vollwertig. Sie unterstützen verschiedene Tierrechtsorganisationen und sind selbst häufig für Tierrechte aktiv.

Markus Bonath ist hauptberuflich Schreiner, der seinen Sinn für Ästhetik auch als begeisterter Hobbykoch in seinen veganen Kreationen auslebt. Wichtig sind ihm pure Rezepte, die möglichst einfach in der Zubereitung sind, ohne viel Equipment, dafür aber sensationell im Geschmack.

Alle drei legen bei ihren Rezepten größten Wert auf beste Bio-Qualität.

Buchinfo: Fingerfood – vegan und vollwertig von Annette Heimroth, Brigitte Bornschein und Markus Bohath, erschienen bei Hädecke Verlag, 2014, gebunden, 88 Seiten, 40 Farbfotos, € 9,95, ISBN 978-3-7750-0677-4

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Ghillie Basan: Vegetarische Tajines und Couscous

Wer lecker aber ohne großen Aufwand exotische Gerichte kochen will, kommt um die köstlichen Tajines von Ghillie Basan nicht herum. In einem einzigen Topf garen ausgefallene oder alltägliche Zutaten im eigenen Saft. Das Ergebnis: Gesunde und äußerst schmackhafte Gaumenschmeichler.

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(Cover: Hädecke Verlag)

Tajine nennt man ein tönernes Gefäß aus der nordafrikanischen Küche, das direkt auf den Holzkohlofen gestellt wird. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig über die flache Schale, in der die Zutaten liegen, der Dampf steigt in dem kuppelförmigen Deckel auf, kondensiert an der Spitze (die kälteste Stelle) und tropft zurück auf das Gargut. Alles bleibt zart, saftig und ausgesprochen aromatisch. Kochen in der Tajine ist also nicht nur lecker sondern auch sehr gesund.

Tajines nennen sich aber auch die langsam garenden Eintöpfe, die in diesen Kochgeräten zubereitet werden. In ihrem Buch “Vegetarische Tajines und Couscous” stellt Ghillie Basan zahlreiche fleischlose Varianten vor, die keine langen Garzeiten benötigen und deshalb ohne großen Aufwand und ohne großen Abwasch zubereitet sind. Auch im normalen Schmortopf, denn die wenigsten von uns werden eine Tajine daheim haben.

Ich mag deutsche und internationale Küche

Ich probiere mich gerne durch die Küche anderer Kulturen. Besonders angetan haben es mir dabei diejenigen, die großzügig mit exotischen Gewürzen hantieren. Allen voran vielleicht die persische Küche, die untrennbar mit meinem Studium verbunden ist. Eine persische Kommilitonin hat mich hier auf den Geschmack gebracht. Aber ebenso gerne genieße ich indische, türkische, arabische oder afrikanische Küche. Kein Wunder also, dass ich “Vegatarische Tajines und Couscous” aus der marokkanischen Küche “verschlungen“ habe.

Auf den ersten Seiten gibt Ghillie Basan Tipps für die Zubereitung einiger Zutaten, die häufiger zum Einsatz kommen. Viele davon, z.B. Harissa, die köstlich-feurige Gewürzpaste, oder Ras el-Hanout, eine traumhafte Gewürzmischung, die ich sehr mag, kann man auch bei uns im Handel problemlos kaufen, wenn man sich die Herstellung ersparen will. Schwieriger wird es da mit den Salzzitronen, die ich bislang selten gesehen habe. Sie selbst einzulegen, macht wenig Arbeit und lohnt mit Sicherheit, sind sie doch das I-Tüpfelchen auf vielen Gerichten. Bettina Wieland erklärt in Citron confit, wie es geht.

Über Vorspeisen und Suppen geht es dann zu den Tajines. Und hier erwartet die Kochfans ein Eldorado der Farben und Aromen. Passend zum Herbst zum Beispiel die Tajine mit scharf gerösteten Kürbisspalten und Limette. Oder die Paprika-Tajine mit Ei und Ras el-Hanout. Oder, oder, oder.

Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine
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Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine mit Couscous (CC:by-sa-nc)

Die Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine mit Harissa und eingelegter Zitrone habe ich sofort ausprobiert. Abgesehen von der eingelegten Zitrone hatte ich alles daheim, um noch am gleichen Tag, an dem das Buch im Briefkasten lag, loslegen zu können. Blumenkohl hätte ich vermutlich nie mit Kichererbsen kombiniert, aber ich muss sagen, kombiniert mit der feinen Säure der Tomate schmeckt es hervorragend!

Dazu noch ein wenig Couscous und ich war im siebten Genusshimmel! Überhaupt zeichnen sich viele der Tajines durch die Einfachheit der Zutaten aus. Für den besonderen Pfiff sorgen die aromatischen Gewürze.

Couscous – eine Kunst für sich

In Marokko wird nicht einfach vorgekochtes Couscous “aufgebrüht”. Hier wird richtig gekocht und es ist nur perfekt, wenn jedes einzelne Korn erkennbar ist. Dass Couscous viel mehr ist als “nur” eine Beilage, zeigen Ghillie Basans Rezepte. Ob schlicht gewürzt oder mit siebenerlei Gemüse, ein Klassiker des Maghreb, man könnte beim Blättern die Gabel nehmen und herzhaft reinschaufeln.

Und wem das jetzt noch nicht reicht, der kredenzt zum Nachtisch noch einen Grapefruit-Granatapfel-Salat mit Rosenwasser und damit nicht nur einen Gaumen- sondern auch einen Augenschmaus.

Ich habe mich verliebt! Schon wieder…

Ok, ich glaube, ich habe mich bereits verraten: Dieses Buch wird sich einen festen Platz auf meinem Speiseplan erobern. Ich kann es allen, die gerne in fremde Genusswelten eintauchen, nur wärmstens ans Herz legen. Eine Anschaffung, die sich wirklich lohnt, weil sie neben den eigentlichen Rezepten zahllose Anregungen für eigene Kreationen gratis dazu liefert. Und weil ganz nebenbei die zahlreichen, farbenprächtigen Fotos Lust auf mehr machen.

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(Foto: Hädecke Verlag)

TIPP für VEGANER/INNEN: Die Mehrzahl der Gerichte wird durch den Austausch von Ghee durch Olivenöl vegan. Damit ist das Buch problemlos in der veganen Küche einsetzbar.

Ghillie Basan

Ghillie Basan hat als Foodjournalistin und Gastro-Kritikerin an vielen Orten gearbeitet und lebt heute im schottischen Hochland, wo sie sehr begehrte Kochkurse anbietet. Am Cordon Bleu Institut ausgebildet, hat sie bereits einige Bücher zur Küche des Mittleren Ostens und Südost-Asiens herausgebracht, bei Hädecke ist von ihr das erfolgreiche Buch „Tajine – würzige Eintöpfe aus Marokko“ erschienen, das aktuell in der 10. Auflage lieferbar ist.

Buchinfo: Vegetarische Tajines und Couscous von Ghillie Basan, erschienen bei Hädecke Verlag, erschienen September 2014, 144 Seiten, gebunden, € 19,90, ISBN 978-3-7750-0673-6. Danke für die Bereitstellung des Buches.

Weitere Kochbuchleckerbissen

Brotaufstriche – vegan und vollwertig

Vegane Ernährung ist derzeit groß im Aufwind. Auch wenn bei den wenigsten, die sich jetzt damit befassen, der Tierschutzgedanke im Vordergrund steht, ist der Trend begrüßenswert. “Brotaufstriche vegan und vollwertig” vom Hädecke Verlag wird alle freuen, die nicht tagtäglich Fleisch- oder Milchprodukte auf dem Teller haben wollen.

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Viel Abwechslung für die vegane Küche (Cover: Hädecke Verlag)

Wer sich vegetarisch ernährt, hat es einfach. Zwar kommen keine Fleischprodukte aufs Brot oder auf Nudeln und Kartoffeln, aber die Käsetheke bietet reichlich Alternativen. Fällt auch das weg und steht man jetzt nicht so auf Marmeladen, wird die Sache mit den Aufstrichen schon schwieriger. “Brotaufstriche vegan und vollwertig” vom Hädecke Verlag sorgt für Abwechslung für jeden Geschmack. Von schnell und einfach bis raffiniert und pikant.

Von süß bis herzhaft.

Los geht es mit einigen süßen Verlockungen. Passend für nahen Herbst zum Beispiel mit der Apfel-Zimt-Creme oder dem Pflaumenmus ohne Kochen. Natürlich gehlt auch ein Schokoaufstrich nicht.

Deutlich umfangereicher ist die Sammlung der herzhaften Aufstriche. Neben gängigeren Rezepten wie Auberginen- oder Avocadocreme reizen ein pikanter Erbsenaufstrich oder der Kartoffel-Lauch-Aufstrich zum nachkochen. Überhaupt finde ich die kartoffelhaltigen Aufstriche sehr spannend. Mit ihnen werde ich mich sicher noch eingehender beschäftigen. Den Erbsenaufstrich habe ich bereits getestet. Dazu die nächsten Tage mehr.

Das passende Brot gibt es gleich dazu

Was nutzt der leckerste Aufstrich, wenn man nichts hat, worauf man ihn streichen kann? Auch daran hat das Autorenteam gedacht und liefert diverse Brot- und Brötchenrezepte gleich mit. Vom Baguette bis zum Vollkornsauerteigbrot reicht die Auswahl. Natürlich mit ausführlicher Anleitung zur Herstellung des Sauerteiges.

“Brotaufstriche vegan und vollwertig” macht Lust auf gesunde, vegane Küche. Wenn es schnell gehen muss, bieten sich rohe Aufstriche an, die “einfach nur” zusammengemixt werden. Die Vielfalt macht es aber auch möglich, einfach mal im Kühlschrank zu stöbern und spontan loszulegen.

Gut gefällt mir auch der Hinweis auf qualitativ hochwertige Ware. Weniger gut finde ich den regelmäßigen Einsatz von Palmöl. Das ist zwar sehr gesund, aber ökologisch umstritten.

Alles in allem viel veganer Genuss für wenig Geld!

Auch farblich können die Aufstriche bestechen (Foto: Hädecke Verlag)
Auch farblich können die Aufstriche bestechen (Foto: Hädecke Verlag)

Edit: Zwischenzeitlich habe ich die ersten Rezepte ausprobiert:

Die Autorinnen und der Autor

Annette Heimroth ist ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin GGB und Tierschutzlehrerin. Seit vielen Jahren leitet sie Kurse zur vegetarischen und veganen Vollwertkost, Fastenseminare und Frischkostwochen. Sie gibt Ernährungseinzelberatungen und individuelle Beratungen zur Haut und Haargesundheit. Außerdem ist sie in Schulen und Kindergärten aktiv und hält auf Wunsch diverse Fachvorträge.

Brigitte Bornschein ist Hauswirtschafterin in einer Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung und in ihrer Freizeit engagierte Veganköchin.

Beide ernähren sich seit vielen Jahren vegetarisch bzw. inzwischen vegan und vollwertig. Sie unterstützen verschiedene Tierrechtsorganisationen und sind selbst häufig für Tierrechte aktiv.

Markus Bonath ist hauptberuflich Schreiner, der seinen Sinn für Ästhetik auch als begeisterter Hobbykoch in seinen veganen Kreationen auslebt. Wichtig sind ihm pure Rezepte, die möglichst einfach in der Zubereitung sind, ohne viel Equipment, dafür aber sensationell im Geschmack.

Alle drei legen bei ihren Rezepten größten Wert auf beste Bio-Qualität.

Buchinfo: Brotaufstriche vegan und vollwertig, erschienen bei Hädecke, 80 Seiten, 40 Foodfotos, Hardcover, € 9,95, ISBN 978-3-7750-0637-8

Saarländisch deftig: Gerschdsupp (Graupeneintopf)

Graupeneintopf, oder auf gut Saarländisch „Gerschdsupp“, ist ein klassisches Wintergericht. Der gehaltvolle Eintopf  besteht aus saisonalen Produkten, ist günstig und zudem vegetarisch bzw. vegan. 

Graupeneintopf
Zwiebel, Möhren, Knollensellerie, Kartoffeln und Lauch sind ein Muss. (Bild: Ulrike Rosina CC-BY-NC-SA)

Als Kind fand ich den Graupeneintopf nicht sehr lecker, was wohl auch seiner „gräulichen“ Optik und der leicht „schleimigen“ Konsistenz (ähnlich einem guten Risotto) geschuldet war.

Aber ebenso wie beim Spinat hat sich das mit den Jahren geändert. Kein Winter, in dem nicht zwei bis drei Mal „Gerschdsupp“ auf den Tisch kommt. Manchmal mit Würfeln von geräuchertem Schinken oder Kassler darin, manchmal ohne.

Es gibt auch eine Variante, bei der kleine Rindfleischwürfel mitgekocht werden. Diese Variante mag ich persönlich weniger.

Man nimmt halt ein paar Kartoffeln, ein bisschen Möhre…

Wie so häufig bei alten Hausrezepten, gibt es keine klaren Mengenangaben. Was rein kommt, hängt im Wesentlichen davon ab, was ich gerade im Kühlschrank habe bzw. beim meinem bevorzugten Hofladen im Winterangebot ist. Zwiebel, Möhre, Knollensellerie, Lauch und Kartoffeln sind aber ein Muss.

Bevor es ans Kochen geht, noch ein paar Worte zu den Graupen an sich. Gerstengraupen sind durch Schleifen und Polieren abgerundete Gerstenkörner. Verkauft werden sie in drei Größen:

  • fein (dann auch Perlgraupen genannt)
  • mittel
  • grob
Die Graupen sorgen für den Biss

Ich selbst bevorzuge die mittleren, habe mich aber beim letzten Einkauf vergriffen. Deshalb im Bild oben die feineren Perlgraupen. Je dicker das Korn, desto „bissiger“ wird der Eintopf.

Zutaten (ca.-Angaben):

  • 1 mittlere Zwiebel geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • 1 – 2 Möhren geschält und in Würfel geschnitten
  • 1 Stück Sellerie (etwa halb soviel wie Möhre) geschält und in Würfel geschnitten
  • 1 Stück Lauch
  • ein kleines Stück Petersilienwurzel (muss nicht sein)
  • 2 – 3 Kartoffeln geschält und gewürfelt
  • 1 Liter Wasser oder Gemüsebrühe
  • ca. 125 g Graupen (Packungshinweis beachten)
  • Salz, Pfeffer, Muskat und – im Saarland Hauptwürzmittel – Maggi
  • Petersilie gehackt
  • etwas Öl, z.B. Rapsöl

Zubereitung:

  • Zwiebelwürfel mit etwas Zucker im heißen Öl andünsten bis sie glasig sind
  • Möhren-, Sellerie- und Petersilienwurzelwürfel dazugeben, andünsten
  • mit der Brühe aufgießen, zum Kochen bringen
  • Graupen einrühren, auf kochen, Hitze reduzieren und Graupen quellen lassen (wie beim Reis)
  • Gelegentlich umrühren
  • nach ca. 20 – 30 Minuten (je nach Graupendicke) Kartoffelwürfel und Lauchringe dazu
  • weiterköcheln bis Kartoffeln und Graupen gar sind
  • mit Salz, Pfeffer, Muskat, gehackter Petersilie und – zumindest im Saarland ein Muss – Maggi abschmecken

Die Menge ergibt bei mir 2 – 3 Portionen und hält sich auch gut einen Tag im Kühlschrank.

Graupeneintopf
Gerschdsupp, ein deftiger Wintereintopf. (Bild: Ulrike Rosina CC-BY-NC-SA)
Der Eintopf, der mitwächst

Ein kleiner aber möglicherweise entscheidender Tipp: Man sollte den Topf immer eine Nummer größer nehmen, als eigentlich geplant. Auch nach Jahren habe ich den Mengenzuwachs bei den Graupen noch nicht im Griff. Ich muss eigentlich immer Flüssigkeit nachgießen und der Topf wird voller und voller und…

Und falls sich der ein oder andere wundert, weshalb da als Flüssigkeit Wasser und nicht Wein oder sonstwas steht, solchen Schnickschnack gab es früher daheim nicht. Gekocht wurde treu nach dem Motto: Wenn die Zutaten schmecken, schmeckt die Brühe daraus automatisch.