Zur Sache, Schätzle, Droemer

Zur Sache, Schätzle – Line und ihr schwäbisches Chaos

Wo Pipeline Praetorius ist, ist das Chaos nicht weit, denn Pipeline hat das Katastrophen-Gen! Kaum hat sie sich mit ihrer großen Liebe Leon wieder ausgesöhnt, will sogar mit ihm zusammenziehen, läuft schief, was nur schief laufen kann. Die Wohungssuche läuft nicht, eine berufliche Versetzung weg von Stuttgart droht, Leon trifft sich mit seiner alten Liebe und Line, wie Freunde Pipeline nennen, setzt die gemeinsame Wohnung in Brand.

Zur Sache, Schätzle, DroemerTurbulent geht es in Stuttgart zu. Dafür sorgt schon Line mit ihrer erfrischend tollpatschigen Art. Sie nimmt uns mit auf Wohnungssuche, wir begleiten sie ins Büro und zu ihren Freunden. Immer mit dabei: Eine Reihe schwäbischer Originale, die unschwer an ihrem Dialekt zu erkennen sind.

  • Der ältliche Vermieter, der seine Wohnung über die Besetzungscouch vermieten will
  • Die einsame alte Dame, die ihre Wohnung gegen Familienanschluss tauschen will
  • Dande Dorle, die Fürsorgliche, bei der noch Ordnung herrscht
  • Der grüne Heiner und sein Hund Schorle, zwei wirkliche Originale

Klar, dass diese Raritäten auch “Schwäbisch schwätza duad”:

“Moin i doch! Ausländr”, rief sie aus. “An Badenser däd i grad noch nemma. Ludwigshafa zur Not au. Abr Hamburg … des isch ja pragdisch scho faschd Dänemark”.

Zur Sache, Schätzle ist schnell, spritzig, chaotisch. Die perfekte Lektüre für einen Sommernachmittag im Schatten eines schönen Baumes mit einem Viertele Schorle weiß sauer als Begleitung.

Daumen hoch für Pipeline

Auch wenn viele Menschen, insbesondere oberhalb der Rhein-Main-Linie angesiedelte, mit den Schwaben so ihr Probleme haben, ich mag sie. Als Rei’g’schmeckte (vor Jahrzehnten zugezogene) habe ich mich längst akklimatisiert und bin mit den Besonderheiten vertraut. Was nicht bedeutet, dass “schwäbele” oder die die Kehrwoche mag.

Ich denke, “Zur Sache, Schätzle” eignet sich ebenso für Emi- wie Immigranten der Schwabenmetropole. Bei den einen wird es nostalgische Erinnerungen wecken, bei den anderen die eine oder andere Eigenart vielleicht in einem anderen Licht erscheinen lassen. Von mir also ein “Daumen hoch” für “Zur Sache, Schätzle”.

Elisabeth Kabatek

Elisabeth Kabatek ist in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Sie studierte Anglistik, Hispanistik und Politikwissenschaft in Heidelberg und Spanien und ist Übersetzerin. Seit 1997 lebt sie in Stuttgart. Ihre Romane „Laugenweckle zum Frühstück“, „Brezeltango“, „Spätzleblues“ und „Ein Häusle in Cornwall“ wurden auf Anhieb zu Bestsellern.

Buchinfo: Zur Sache, Schätzle von Elisabeth Kabatek, erschienen bei DROEMER, Juli 2015, 352 Seiten, 14,99 €, ISBN: 978-3-426-30471-6

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

2 Gedanken zu „Zur Sache, Schätzle – Line und ihr schwäbisches Chaos“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s