Stuart McBride: Die dunkle Spur des Blutes

Professor Nicholas Wilson, Verfechter umstrittener Thesen, verschwindet spurlos. Blutspritzer in seiner Küche lassen das Schlimmste vermuten. Inspector Logan McRae nach einer Verletzung zurück im Dienst, wird unfreiwillig Teil des Ermittlerteams.

Die dunkle Spur des Blutes von Stuart MacBride

Inspector Logan McRae wurde bei einer Festnahme schwer verletzt. Monate war er dienstunfähig, jetzt kehrt er aufs Revier zurück. Ausgerechnet als Teil der Internen Ermittlung, der Abteilung, die allen verhasst ist.

Sein “Zielobjekt” ist DI King, ein unbeherrschter Ermittler mit fragwürdiger Vergangenheit. Ausgerechnet er wurde beauftragt, das Verwinden Professor Wilson aufzuklären. Wegen seiner angeblichen Mitgliedschaft in einer schottischen Terrorzelle als Jugendlicher sprechen ihm einige Vorgesetzte seine Unvoreingenommenheit in diesem Fall ab.

Die Lage spitzt sich zu, als die abgetrennten Hände von Professor Wilson einem TV-Sender per Post zugestellt werden. Statt seinen Aufgaben als interner Ermittler nachzukommen, wird McRae dazu verdonnert, King bei der Suche nach Wilson zu unterstützen.

Unwitzige “Sidekicks”, viele Klischees

Eigentlich hätte ich gerne gewusst, was es mit dem Verschwinden des Professors auf sich hatte, aber nach 370 Seiten habe ich Die dunkle Spur des Blutes unbeendet zur Seite gelegt. Es waren bereits drei Anläufe nötig, bis ich überhaupt einen Zugang zu diesem Buch fand.

Und eigentlich ist die Story vermutlich auch nicht schlecht. Erst recht nicht, wenn man sich für die Geschichte Schottlands und Englands interessiert. Aber die vielen “witzigen” Seitenhiebe, die überspitzten Charaktere und das nannyhafte Verhalten von Inspector McRae war mir einfach zu viel Klamauk. Noch dazu sehr klischeehafter Klamauk. Ich mag straffere Storys lieber und kann mit derber Flucherei auch nicht so viel anfangen. Kurz gesagt: Mein Buch war Die dunkle Spur des Blutes definitiv nicht. Für andere kann es perfekt passen.

Stuart McBride

Bereits “Die dunklen Wasser von Aberdeen”, Stuart MacBrides erster Roman um den Ermittler Logan McRae, wurde als bestes Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet. Seither sind die brillanten Spannungsromane des Schotten aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Stuart MacBride lebt mit seiner Frau im Nordosten Schottlands.

Aus dem Englischen von Andreas Jäger.

Buchinfo: Die dunkle Spur des Blutes von Stuart McBride, erschienen bei Goldmann, 19. Oktober 2022, 544 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-442-49299-2, € 12,00. Danke für das Leseexemplar.


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