31.03.-03.04.2016 – Markt des guten Geschmacks in Stuttgart (+Gewinnspiel)

Von 31.03. bis 03.04.2016 steht die Messe Stuttgart zum zehnten Mal im Zeichen des guten Geschmacks. Vier Tage bietet die Slow Food Messe Genießern ein Eldorado des guten und nachhaltigen Geschmacks. Du bist dabei? Dann habe ich die kostenlosen Tickets für dich!

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Neugierig auf die Slow Food Messe? (Bild: Johannes Schlörb)

So ganz genau weiß ich nicht mehr, wann ich zum ersten Mal auf der Slow Food Messe war. Aber was ich noch weiß: Ich war absolut nicht auf das vorbereitet, was mich erwartet hat, sonst hätte ich selbstverständlich auch einen Einkaufskorb dabei gehabt. Leckeres Brot, verführerischer Käse und Wurst nach guter alter Tradition. Ohne unnötige Zusatzstoffe, ohne Antibiotika und Psychopharmaka. So wie früher halt.

Eine Messe nach meinem Geschmack

Auf dem Markt des guten Geschmackes bin ich auch zum ersten Mal über Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall gestolpert. Mit nachhaltigem Erfolg. Inzwischen gibt es bei mir sehr viel seltener Fleisch und Wurst und wenn, dann vom schwäbisch hällischen Landschwein oder vom Hohenloher Rind. Was Obst und Gemüse angeht, bevorzuge ich sowieso saisonal und regional und mein Brot backe ich seit Jahren selbst.

Kein Wunder also, dass die Messe so ganz nach meinem guten Geschmack ist!

Ich mache Dich zum Fan des guten Geschmacks

Damit auch Du Fan des guten Geschmacks wirst und Dich kostenlos von der gesunden und leckeren Vielfalt überzeugen kannst, verlose ich jetzt insgesamt 2 x 2 Ticketcodes für die Messe (Tageskarte).

So geht’s:

  • Hinterlass‘ mir bis spätestens 03.04.2016, 08:00 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem du kurz erklärst, warum Dir nachhaltige Lebensmittel wichtig sind.
  • Bitte denk daran, dass ich Deine E-Mail-Adresse brauche, um Dir die Gewinncodes zuzuschicken. Damit kannst du dann gleich online deine Tickets „kaufen“.
  • Mit der Teilnahme erklärst Du Dich einverstanden, dass ich dich zum Zweck der Gewinnübergabe per E-Mail kontaktieren darf. Die Daten werden anschließend von mir gelöscht.

Übrigens, die Tageskarte berechtigt zum Besuch aller Messen der Frühlingsmessen 2016, die am Tag des Besuches stattfinden.

 

 

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Backen wie gemalt – Pfälzische Weihnachtsplätzchen

Weihnachten ist Plätzchenzeit. Einige Sorten dürfen einfach auf keinem Teller fehlen. Zum Beispiel Vanillekipferl, Zimtsterne oder Hildabrötchen. Damit die dann auch schmecken wie bei Oma, hat Karola Fuhr ihre alten Familienrezepte durchforstet und 25 Plätzchen herausgesucht, ohne die Weihnachten bei ihr nicht Weihnachten ist.

U1_Backen-wie-gemalt_RGB_72dpiEs gibt Bücher, die stürzen mich in einen Zwiespalt! Zum Beispiel “Backen wie gemalt”. Nicht, weil ich nicht gerne Weihnachtsplätzchen backen würde. Nein, dem kann ich mich nicht entziehen. Dazu habe ich meine Familie im Saarland in den letzten Jahren zu sehr angefixt. In schöne Dosen verpackt, sind sie einfach ein schönes Weihnachtsgeschenk. Die Dosen finden übrigens, ganz zufällig immer rechtzeitig zu Weihnachten, wieder zu mir zurück.

Die Pfälzer und die Saarländer

Nein, das Problem ist ein anderes. Dürfte ich als gebürtige Saarländerin überhaupt ein Buch mit dem Untertitel “PFÄLZISCHE Weihnachtsplätzchen” lesen? (Müsste das nicht eigentlich Pälzer Weihnachtsplätzja heißen). Und darf ich die dann tatsächlich backen? Damit folge ich einer Pälzer Anweisung. Als gebürtige Saarländerin. Poltisch korrekt ist das vermutlich nicht. Aber egal. Man muss auch mal bereit sein, Opfer zu bringen. Zumindest wenn die Ergebnisse lecker sind. Und davon könnt ihr ausgehen.

Beim Blättern durch das Buch bin ich tatsächlich an meine eigene, längst verstorbene Oma und ihre alten Kochbücher erinnert worden. Neben der großzügigen Verwendung von Eiern, Marzipan und Schokolade liegt das auch an der Bebilderung. Die wurde nämlich überwiegend in liebevoller Handarbeit von Sabine Frank gefertigt und unterstützt den “Retro-Charakter” des Büchleins.

“Backen wie gemalt” ist das perfekte Geschenk, für alle, die wie Oma backen möchten, aber nicht so recht wissen, wie sie das anstellen sollen. Karola Fuhr gibt eine kurze Einleitung zur Qualität der Zutaten, der Zubereitung von Hefe-, Rühr- und Hackteig (= Knetteig, also durchaus auch vegan möglich ;-)) und was man sonst noch für die gelungene Weihnachtsbäckerei braucht.

Kritische Schwiegereltern werden dahinschmelzen

Danach kann man dann die kritischen Schwiegereltern und die neue Flamme mit leckeren Plätzchen für sich gewinnen. Anisplätzchen, Dresdner Stollen, Haselnussmakronen, Spritzgebäck und Vanillekipferl überzeugen einfach alle. Zumindest alle ohne bekannte Lebensmittelintoleranz.

Bei mir stehen dieses Jahr die gefüllten Haselnussplätzchen (prima Eiweißverwertung) und die Marzipanhörnchen mit auf dem Backplan. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich für die saarländische Verwandtschaft dran schreibe, dass es “Pälzer Rezepte” sind.

Eine schöne Geschenkidee

Eine schöne Geschenkidee für die Vorweihnachtszeit. Vielleicht ja gleich zusammen mit den Zutaten für das ein oder andere Plätzchenrezept. Von mir eine klare Empfehlung.

Karola Fuhr und Sabine Frank

Karola Fuhr (*1940) stammt aus Dahn im Pfälzerwald und backt seit über 50 Jahren nach Emmy Brauns Kochbuch für ihre große Familie – und zwar immer in der angegebenen Menge des Buches und jede Plätzchensorte nur ein Mal im Jahr. Ihre Rezeptbeschreibungen sind schlicht gehalten und oft mit einem speziellen Tipp für das bessere Gelingen versehen.

Sabine Frank (*1956) ist seit vielen Jahren passionierte Brotmalerin und hat schon mehr als 1100 Exemplare aus Europa entdeckt und zu Papier gebracht. Ihre Werke stellte sie bereits im Ulmer Brotmuseum, in Luxemburg und in Frankreich aus. Seit 1999 arbeitet Sabine Frank an ihrem Lebensmittelarchiv zu dem schon Obst und Gemüse, Wein, Wasser, Butter sowie Törtchen und Plätzchen gehören. Sie hat ein Atelier in Berlin und eines in einem ehemaligen Lebensmittelladen am Gardasee, wo sie im Frühjahr und Herbst lebt und arbeitet. “Backen wie gemalt“ ist ihr erstes Backbuch.

Buchinfo: Backen wie gemalt von Karola Fuhr und Sabine Frank, erschienen bei Der kleine Buch Verlag, September 2015, 88 Seiten, Hardcover, 16,90 €, ISBN 978-3-7650-8648-9. Danke für das Leseexemplar.

Mordsbrand: Mord und schwäbischer Whisky

Da soll einem mal nicht der Spaß an der Arbeit vergehen! Kommissar Brander und seinen Kollegen bei der Tübinger Polizeidirektion droht ein Umzug. Dank Polizeireform sollen die Kräfte “zentralisiert” werden. Die Stimmung kocht. Da kommt ein Leichenfund in einer ausgebrannten Scheune im Ammertal gerade recht.

Krimi, Mord, Tübingen, Whisky, schwäbischHarte Zeiten für Kriminalhauptkommissar Andreas Brander. Daheim nervt Pflegetochter Nathalie. Nichts kann man ihr recht machen, wegen jeder Kleinigkeit bricht sie einen Streit vom Zaun. Sein bester Kumpel ist frisch verliebt und überlegt, von Tübingen nach Erfurt zu ziehen. Und die Polizeireform setzt dem ganzen Ärger noch die Krone auf. Die Polizeidirektion Tübingen soll stark verkleinert, ein Großteil davon nach Esslingen verlagert werden. Für Brander, der im nahe gelegenen Entringen (Ammerbuch) wohnt und täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine erhebliche Verschlechterung. Ein Leichenfund scheint da die willkommene Ablenkung zu bringen.

Wer vermisst den Toten?

Die Ermittlungen laufen schleppend. Niemand scheint zu wissen, wer der Mann ist, der beim Brand der Scheune ums Leben gekommen ist. Erst als die Tochter eines Brenners ihren Vater als vermisst meldet, kommen die Dinge in Gang. Sie führen Brander mitten hinein in die kleine aber feine Welt der schwäbischen Whiskybrennerei. Und in die dunklen Machenschaften eines Nürtinger Bordellbesitzers.

Wer jetzt denkt: “Halt mal! Schwäbischer Whisky?”, der reagiert genauso wie ich vor Jahren, als ich noch in Ammerbuch gewohnt habe und Theurers Whisky plötzlich die Runde machte. Inzwischen weiß ich sehr viel mehr darüber und muss sagen: Ein ausgiebiger Test, zum Beispiel auf der Slow Food Messe Stuttgart im Frühjahr, lohnt. Da gibt es einige gute “Tröpfle”.

Ein Mordskrimi, nicht nur für Exil-Tübinger

Doch nicht nur die kleine Whisky-Schulung in “Mordsbrand” macht Spaß, auch die Story hat es in sich. Rätselraten garantiert. Dafür sorgen die unerwarteten Wendungen im Fall.

Mir hat “Mordsbrand” gefallen und das nicht nur, weil es mich an meine Jahre im Tübinger Umfeld erinnert hat. Schon irgendwie witzig, wenn man die Schauplätze der Handlung sehr realistisch vor Augen hat. Auch die Charaktere kommen einem verdächtig vertraut vor. Kurz: Ein tolles Buch nicht nur für Exil-Tübinger.

Sybille Baecker

Sybille Baecker wurde 1970 im Emsland geboren, studierte BWL in Münster und Neu-Ulm und war mehrere Jahre als Pressereferentin eines Sportfachverbandes in Stuttgart tätig. Heute lebt und arbeitet sie als Schriftstellerin in Ammerbuch. Durch ihre Krimiserie mit dem Tübinger Kommissar und Whiskyfreund Andreas Brander wurde sie zur Fachfrau für »Whisky & Crime« – sodass auch ihre Lesungen immer wieder von Whiskyverkostungen begleitet werden.

Buchinfo: Mordsbrand von Sybille Baecker, erschienen bei Silberburg Verlag, 336 Seiten, € 9,90, ISBN 978-3-8425-1320-4. Danke für die Bereitstellung des Leseexemplares.