Vegan backen: Kirschtorte Schwarzwälder Art Xmas-Edition

Weihnachten ist nicht mehr fern. Für Menschen, die sich vegan ernähren, kein ganz einfaches Fest, gilt es doch, unterschiedliche Ernährungsformen elegant unter einen Hut zu bringen. Für den Nachmittagskaffee ist meine vegane Schokotorte mit Kirschen nach Schwarzwälder Art eine leckere Nascherei, die Geschmäcker verbindet. Natürlich nicht nur an Weihnachten.

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Vegane Kirschtorte Schwarzwälder Art (Foto: Ulrike Rosina)

Vegane Torten haben sich so ein klein wenig zu meinem Steckenpferd gemausert und die Schwarzwälder Kirschtorte stand schon lange auf meiner Ideenliste. Ausschlaggebend für die Umsetzung waren jetzt zwei Dinge:
ein Paket Birkengold Birkenzucker, den ich testen wollte

eine Blogparade „Vegane Weihnachtsbäckerei“ im RundumVegan-Blog

Der Teig

Für den Teig habe ich die Vorlage aus “Tines vegane Backstube” leicht abgewandelt.

Teigzutaten für eine kleine Springform (18 cm):

  • 220 g Mehl
  • 1 EL Backkakao (nicht Kaba oder sowas)
  • 80 g Birkenzucker
  • etwas Vanille nach Geschmack
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 240 ml Mineralwasser (bei mir mit Sprudel)
  • 80 ml Pflanzeöl (Sonnenblumen, Raps…)
  • 1 Spritzer frische Zitrone (war bei mir ein kräftiger Spritzer)
  • ein paar Teelöffel Kirschwasser nach Geschmack (nicht mitbacken, hinterher beträufeln)
  • Backofen auf 175° vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  • alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen
  • die flüssigen Zutaten dazu geben
  • kräftig mixen
  • in die gefettete Springform füllen
  • ca. 45 min backen (Stäbchenprobe)
  • komplett auskühlen lassen
  • in der Mitte halbieren (horizontal)
  • beide Hälften auf der Schnittseite vorsichtig mit etwas Kirschwasser beträufeln und einziehen lassen (nicht zu viel, sonst wird der Teig matschig)
Die Kirschmasse

Ein Glas Schattenmorellen mit der Flüssigkeit in einen Topf geben. Mit etwas Vanille und einem Beutel Agartine oder einem anderen vegangen Bindemittel, das die Flüssigkeit nicht trübe macht, verrühren.

Nach Packungsanleitung aufkochen, einen Schuss Kirschwasser unterrühren und abkühlen lassen.

Hinweis:

  • Bei mir hat ein Päckchen Agartine nicht ganz gereicht, um die Masse so fest zu machen, wie ich das gerne haben wollte. Ich habe aber auch keine Erfahrung damit.
  • Kirschen vor der Teigzubereitung kochen, damit sie fast fest sind, wenn der Kuchen ausgekühlt ist
  • Reste der Kirschmasse schmecken lecker im Joghurt
Die Sahne

Zu einer Kirschtorte Schwarzwälder Art gehört Sahne. Bei mir – wie immer – HeLa Schlagfix universelle Schlagcreme (z.B. für 0,79 € im Kaufland). Die ist sehr ergiebig und lässt sich prima verarbeiten.

Zutaten:

  • 1 Päckchen Schlagfix ungesüßt (200 ml, Tetrapack)
  • 2 EL Puderzucker (der Birkenzucker war mir hier zu grob)
  • 2 Päckchen Sahnesteif

Alles kräftig mixen bis eine schöne steife Masse entstanden ist.

Der Zusammenbau
  • 1/3 der Sahne in einen Spritzbeutel füllen. Wer keinen hat, nimmt einfach einen Gefrierbeutel und schneidet dann unten eine Ecke ab.
  • auf die Bodenplatte außen einen Ring Sahne spritzen. Er verhindert, dass die Kirschen rauslaufen können.
  • das Innere des Rings mit Kirschen auffüllen
  • zweite Platte darauf legen
  • restliche Sahne in den Beutel füllen und auf den Deckel spritzen
  • In der Mitte einen kleinen Kreis frei lassen und mit Kirschenzubereitung füllen

Das Törtchen jetzt kühl stellen und mindestens über Nacht durchziehen lassen, damit sich die Aromen (der Schnaps!) gut mischen können. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben (Schneegestöber).

Wer mag, kann die Sahne außen natürlich auch verstreichen. Da Schlagfix richtig reinweiß ist, finde ich es so aber schöner. Wie eine Schneelandschaft eben. Deshalb habe ich auch mit dem Gefrierbeutel und ohne Tülle gearbeitet.

Wenn das mal kein ideales Mitbringsel zum Weihnachtskaffee bei den nichtveganen Schwiegereltern ist?! Oder die leckere Überraschung für nichtvegane Verwandte und Freunde, die zum Fest der Liebe einfallen.

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Vegan backen: Mokkatorte

Aller guten Dinge sind drei, dachte ich mir und nahm das dritte vegane Törtchen in Angriff. Mokkacreme sollte es sein und der Teig am besten schokoladig. Was soll ich sagen? Auch die Nummer drei war ein voller Erfolg, obwohl Teig und Creme inprovisiert waren.

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Vegane Mokkatorte (CC: by-nc-sa)
Die Teigzutaten (für eine 20 cm Springform)
  • 300 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanille
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 kräftiger Spritzer Zitrone
  • 75 ml Öl
  • 1 kleiner, sehr starker Espresso
  • 300 ml Sprudelwasser
  • 100 g geschmolzene Blockschokolade oder andere dunkle Schokolade (Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade kommen und die Schokolade sollte auch nicht zu heiß werden, sonst klumpt sie unter Umständen. Ich koche immer das Wasserbad auf, schalte die Platte dann ab und lasse die Schokolade im Schmelztiegelchen unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen.)
Die Cremezutaten
  • 200 ml LeHa Schlagfix universelle Schlagcreme ungesüßt, gekühlt
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2-3 El Puderzucker
  • 100 geschmolzene Nougatmasse, abgekühlt
  • 1 kleiner, sehr starker Espresso
  • Schoko-Mokkabohnen (Bitterschokolade)
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Vegan Mokkatorte (CC:by-nc-sa)
Die Zubereitung des Teiges
  • Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen. Zum Schluss die geschmolzene Schokolade unterheben (Schmelztiegelchen kann dann gleich für die Nougatmasse verwendet werden, nicht reinigen)
  • Ofen auf 180° C vorheizen.
  • Form fetten (z.B. mit Margarine). Ich bestreue zumindest den Boden und die Ecken zusätzlich noch mit wenig Grieß. Teig einfüllen.
  • Ca. 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.
  • Den Kuchen komplett auskühlen lassen und dann zwei Mal waagerecht halbieren.
Zubereitung der Creme
  • Nougat über dem Wasserbad schmelzen.
  • Nougatmasse etwas abkühlen lassen.
  • Gekühlte Schlagcreme in eine Schüssel geben, etwas anschlagen. Sahnestand dazu geben, aufschlagen, Puderzucker darüberstreuen, nochmals mixen.
  • Etwas weiße Creme zur Garnitur zur Seite stellen.
  • Abgekühlten Espresso unter die geschmolzene Nougatmasse rühren. Sollte die Masse etwas krisselig sein, nochmals kurz über dem Wasserbad rühren, bis sie wieder glatt ist.
  • Unter Rühren die Mokka-Nougatmasse untermischen. Bei mir war die Creme dann immer noch gut streichfähig und ich konnte gleich weiterarbeiten. Sollte sie zu weich sein, weil die Nougatmasse noch zu warm war, kurz in den Kühlschrank packen und gelegentlich umrühren, bis die Konsistenz passt.
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Vegan Mokkatorte (CC:by-nc-sa)
Die Torte bauen
  • Untere Teigplatte auf einen Teller legen, mit der Mokkacreme bestreichen.
  • Zweite Platte darauflegen, wieder mit Creme bestreichen. Wer will, kann auch mehr weiße Creme zurück halten und eine helle Cremeschicht „einbauen“.
  • „Deckel“ drauf und rundum mit der restlichen Creme bestreichen.
  • Vor dem Anschneiden zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Mit heller Creme und Schoko-Mokkabohnen garnieren.

Übrigens wölbt sich der Teig beim Backen immer leicht nach oben (kuppelförmig). Ich schneide das nicht weg, weil es mir gefällt, wenn die Torte oben ein bisschen rund ist.

Have Fun!

Mehr vegane Torten:

Erdbeer-Sahne-Torte

Schoko-Nougat-Nusstorte

Veganes Eis selbst machen – cremig, fruchtig, lecker!

Wer meine Beiträge verfolgt, weiß, dass ich kürzlich die veganen Torten und damit LeHa Schlagfix universelle Schlagcreme für mich entdeckt habe. Dieser Entdeckung habt ihr jetzt ein leckeres, cremiges Eis-Rezept zu verdanken, das zudem blitzschnell zubereitet und serviert werden kann.

Schuld an dem ganzen Törtchen-Thema ist das vegane Restaurant Coox&Candy in Stuttgart. Dort habe ich einen Bissen vegane Torte bei meiner Nichte probiert und beschlossen: Das will ich auch können! Kann ich inzwischen auch, wie meine Erdbeer-Sahne-Torte und meine Schoko-Nuss-Nougat-Torte belegen. Und ich kann noch viel mehr. Ich kann nämlich in weniger als fünf Minuten veganes Eis machen!

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Cremiges, veganes Früchteeis. (CC: by-nc-sa)

Das braucht ihr dazu:

  • ca. 300 g tiefgefrorene Früchte
  • 2 – 3 El Puderzucker (anderes Süßungsmittel müsste auch funktionieren)
  • 200 ml Schlagfix Universelle Schlagcreme von Leha (z.B. bei Kaufland), gekühlt

Und jetzt kommt der ultrageheime Geheimtrick, den alle kennen, die je bei einer Tupperparty waren: Nämlich der Quick-Chef von Tupper.

  • Schneidmesser einsetzen
  • Früchte in die Schüssel schütten
  • Puderzucker darauf
  • Schlagfix dazu
  • Deckel drauf
  • Rühren
  • Fertig!

Das Ergebnis ist ein leckeres, cremiges Früchteeis.

Sollte es zu weich sein, helfen ein paar Minuten im Gefrierfach. Dabei ab und zu mal umrühren, damit sich keine Kristalle bilden. Ist es zu fest, etwas stehen lassen. Dann ist es vermutlich zu kalt, sprich zu viel gefrorenes Obst. Bei mir hat es auf Anhieb gepasst.

Sehr witzig! Und wenn man keinen Quick-Chef hat?

Dann nimmt man einfach einen Stabmixer – dann aber ein passendes Gefäß nehmen oder in zwei Portionen mixen. Und Vorsicht: durch die Luft fliegende, gefrorene Früchte können weh tun. Oder zum Beispiel den Mixaufsatz der Küchenmaschine, also der mit dem Messern, nicht der mit den Rührern. Eben irgendwas, was die Tiefkühlfrüchte in der Schlagcreme schnell kleinhächselt.

Reste lassen sich übrigens prima im Gefrierschrank lagern, sie kristallisieren dabei etwas aus, weil beim Frieren niemand rührt. Schmeckt aber trotzdem noch lecker und wenn man etwas antauen lässt und kräftig durchrührt, merkt man fast nichts mehr.

Viel Spaß mit der veganen Abkühlung!

Mehr vegane Rezepte findet ihr hier.

Vegan backen: Schoko-Nuss-Nougat-Torte

Nach meiner veganen Erdbeer-Sahne-Torte stand jetzt eine vegane Schoko-Nuss-Nougat-Torte auf dem Backplan. Und wieder war ich überrascht, wie gut es geklappt hat und vor allem wie lecker die Torte war. Es wird nicht meine letzte vegane Torte bleiben.

Nach einem Abend im Coox & Candy in Stuttgart habe ich mich ja – wie bereits beschrieben – auf die Suche nach dem Geheimnis veganer Torten gemacht. Der erste Versuch mit Erdbeeren und veganer Schlagcreme von LeHa war schon recht erfolgversprechend. Nur war der Boden für meinen Geschmack etwas zu fest. Es gab also Luft noch oben.

Bereits bei meiner ersten Recherche bin ich über eine vegane Schoko-Nougat-Torte gestolpert, die unverzüglich auf die Todo Liste wanderte. Ich mag den milden Geschmack von Nougat sehr. Inzwischen wurde der Plan in die Tat umgesetzt, allerdings habe ich das ursprüngliche Rezept etwas abgewandelt. Ein durchschlagender Erfolg, vor allem mit einem exzellenten Kaffee dazu.

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Vegane Schoko-Nuss-Nougat-Torte (CC: by-nc-sa)
Die Zutaten für den Teig (18 cm Springform, also kleine Form)
  • 220 g Mehl
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Vanille
  • einen kräftigen Spritzer Zitrone
  • 75 ml neutrales Pflanzenöl
  • 320 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure gibt zusätzlichen Backtrieb)

Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen.

Ofen auf 180° C vorheizen.

Form fetten (z.B. mit Margarine). Ich bestreue zumindest den Boden und die Ecken zusätzlich noch mit wenig Grieß. Teig einfüllen.

Ca. 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.

Den Kuchen komplett auskühlen lassen und dann waagerecht halbieren.  Wer will, kann auch drei Boden daraus schneiden. Zumindest hätte die Höhe bei mir dafür gereicht.

Die Zutaten für die Nuss-Nougat-Creme
  • 1 Paket LeHa Universelle Schlagcreme ungesüßt und unbedingt gekühlt! (200 ml, gibt es z.B. bei Kaufland)
  • 2 Päckchen Sahnestand (z.B. Alnatura)
  • 2 El Puderzucker (wer es sehr süß mag, kann auch mehr nehmen)
  • 100 dunkle Schokolade (ich habe Blockschokolade genommen)
  • ca. 75 g Nougatmasse (Zutatenliste beachten!)
  • evtl. ganze geschälte Haselnüsse zur Garnitur (hatte ich gerade nicht daheim)

Schokolade und Nougat über dem Wasserbad schmelzen. Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade kommen und die Schokolade sollte auch nicht zu heiß werden, sonst klumpt sie unter Umständen. Ich koche immer das Wasserbad auf, schalte die Platte dann ab und lasse die Schokolade im Schmelztiegelchen unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen.

Schoko-Nougatmasse etwas abkühlen lassen.

Gekühlte Schlagcreme in eine Schüssel geben, etwas anschlagen. Sahnestand dazu geben, aufschlagen, Puderzucker darüberstreuen, nochmals mixen.

Unter Rühren die Schoko-Nougatmasse untermischen. Bei mir war die Creme dann immer noch gut streichfähig und ich konnte gleich weiterarbeiten. Sollte sie zu weich sein, weil die Schoko-Nougatmasse noch zu warm war, kurz in den Kühlschrank packen und gelegentlich umrühren, bis die Konsistenz passt.

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Vegane Schoko-Nuss-Nougat Torte (CC: by-nc-sa)
Torte bauen
  • Ersten Boden mit Creme bestreichen. Die Menge hängt natürlich davon ab, ob man zwei oder drei Böden gemacht hat.
  • Zweiten Boden darauflegen. Wenn das schon der „Deckel“ ist, drehe ich den manchmal um, da die Tortenoberfläche beim Backen oft etwas rund wird. In der Creme gleicht sich das dann aus und die Torte wird schön gleichmäßig wird und sich besser verzieren lässt. In diesem Fall fand ich gerade diese leichte Wölbung sehr schön.
  • Torte außen mit Creme bestreichen und nach Wunsch garnieren. Ich habe dazu einen Rest der Schoko-Nougatmasse im Schmelztöpfchen gelassen, nochmals etwas erwärmt und mit einem kleinen Löffel feine Fäden über die Torte gezogen. Die werden dann fest, wenn man die Torte kühlt.

Wie schon bei meiner ersten veganen Torte war ich wieder erstaunt, wie gut sich die LeHa Schlagcreme handhaben lässt. Deutlich besser als Sahne. Und wie schnell das Törtchen gebacken und verziert war. Ganz zu schweigen davon, wie schnell es gegessen war. Wer sich über die dunklen Punkte im Teig auf dem Foto wundert: Ich hatte noch einen Esslöffel voll Schokotropfen, die ich untergemischt habe. Braucht es aber nicht, sonst wird die vegane Torte – zumindest mir – schnell zu süß.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Nachsatz: Die nächste Idee habe ich auch schon, aber verraten wird noch nichts.

Vegan backen: Stracciatella-Erdbeer-Sahne (Saane)-Torte

Vegan ist gerade in. Und sicher gibt es auch gute Gründe dafür. Trotzdem bleibe ich der Mischkost vorerst treu, was nicht bedeutet, dass es keine veganen Ausflüge gibt. Einer davon ist meine vegane Geburtstagstorte mit frischen Erdbeeren, etwas Schokolade und leckerer veganer Sahne. Ein Kuchen auch für Torten-Anfänger wie mich. Keine aufwändigen Zutaten, saisonal, regional, schnell gerührt, schnell gebacken, schnell verziert und einfach ein Genuss.

Ich mag Fleisch und ich liebe Käse, trotzdem ist vegan für mich ein Thema, denn bei vielen Rezepten lässt sich ganz einfach auf tierische Produkte verzichten. Deshalb gibt es seit zwei Jahren an Weihnachten – neben den “normalen” – auch einen Schwung vegane Plätzchen für meine Nichte.

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Schnell gemacht und überraschend lecker – mein veganes Stracciatelle-Erdbeer-Sahne-Törtchen
Vegane Torten? Wie geht das denn?

Vegane Nussecken und veganen Hefezopf habe ich ebenfalls schon gebacken. Beides war sehr lecker. Wie allerdings vegane Torten funktionieren sollten, war mir ein Rätsel. Ok, wenn ich ehrlich bin, sind mir auch nicht vegane Torten ein Rätsel. Zu viel Aufwand und so. Bis das vegane Restaurant Coox & Candy in Stuttgart (unbedingt vorher reservieren) ins Spiel kam. Denn dort in der Theke stapelten sich die schönsten Torten. Erdbeer-Saane, Whiskey-Saane, Schoko-Nougat-Saane… es sah aus wie in der Buttercreme-Abteilung einer Fachkonditorei. Also mutig ein Gäbelchen Schoko-Nougat-Saane bei meiner Nichte stibitzt und – welche Überraschung – es schmeckte! Der Boden war locker, die Creme von der Konsistenz eine Mischung aus Buttercreme und Sahne. Meine Neugier war geweckt. Ich wollte wissen, was das für eine Creme ist, so ganz ohne Butter, Eier und Milch.

Nach dem Motto “Google ist dein Freund” startete die Recherche. Es gibt in der Tat mehrere Sahne-Ersatzprodukte. Jetzt bin ich ja überhaupt kein Fan dieser nachgemachten Sachen. Ein veganes Cordon Bleu – nachgemachtes Fleisch gefüllt mit nachgemachtem Schinken und nachgemachtem Käse in einer Panade ohne Ei – ist in meinen Augen absoluter Blödsinn und weckt bei denen, die früher mal Fleisch und Cordon Bleu gegessen haben, nur falsche geschmackliche Assoziationen. Aber muss jede/r für sich selbst entscheiden. Ich bestelle mir so was nicht.

„Schlagfix“ klingt schon nach wenig Aufwand

Aber zurück zur Sahne-Alternative. Immer wieder tauchte Schlagfix universelle Schlagcreme von LeHa in den Empfehlungen auf. Die wollte ich testen. Und da besagte Nichte bald Geburtstag haben würde, wollte ich mich an einer veganen Erdbeer Saane Torte versuchen.

Die Vorlage fand ich bei “Tines vegane Backstube”. Der Teig wurde fast original übernommen. Sogar eine Banane, die ihre beste Zeit bereits hinter sich hatte, war zufällig griffbereit. 😉

Teigzutaten für eine kleine Springform (18 cm):

  • 240 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 240 ml Mineralwasser (bei mir mit Sprudel)
  • 80 ml Pflanzeöl (Sonnenblumen, Raps…)
  • 1 Spritzer frische Zitrone (war bei mir ein kräftiger Spritzer)
  • die überreife Banane (muss nicht sein)
  • Backofen auf 175° vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  • alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen
  • die flüssigen Zutaten und die Banane (in Stücken) dazu geben
  • kräftig mixen
  • in die gefettete Springform füllen (ich habe noch mit Weichweizengrieß ausgestreut)
  • ca. 40 min backen (Stäbchenprobe)
  • komplett auskühlen lassen
  • in der Mitte halbieren (horizontal)
Creme und Füllung

Zutaten:

  • 2 El Erdbeermarmelade (ich hatte selbst gekochte Drei-Frucht-Marmelade)
  • 1 Packung Schlagfix universelle Schlagcreme ungesüßt (200 ml)
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • gut 2 El Puderzucker (je nach Geschmack auch mehr)
  • ca. 500 g frische Erdbeeren
  • 2 El Schokotröpfchen (dunkel)
  • 1 El Blockschokoladenspäne (mit dem Sparschäler runterhobeln)

 

Erdbeeren vorbereiten:

  • etwa die Hälfte der Erdbeeren in kleine Stücke schneiden (die schönsten Früchte ganz lassen)
  • 1 El Zucker
  • kräftiger Spritzer Zitrone
  • verrühren und etwas ziehen lassen
  • vor der Weiterverwertung evtl. Flüssigkeit abgießen
  • Schokotröpfchen untermischen

 

Creme vorbereiten:

  • Schlagfix und Sahnesteif mit dem Mixer steif schlagen (200 ml sind deutlich ergiebiger als Sahne)
  • Puderzucker darüberstreuen und verquirlen

 

Törtchen bauen:

  • die Hälfte der Creme unter die kleingeschnittenen Erdbeeren mischen
  • untersten Boden mir der Marmelade bestreichen
  • Erdbeercreme gleichmäßig auf dem ersten Boden verteilen, Rand etwas aussparen (sonst färbt es so schnell durch, wird später mit einfacher Creme gefüllt)
  • Zweiten Boden darauf legen, sollte er etwas rund geworden sein, dann einfach die runde Seite nach unten, etwas andrücken
  • Torte gleichmäßig mit der restlichen Creme (die ohne Erdbeeren) einstreichen
  • Mit frischen Erdbeeren (Grün nicht entfernen, sieht schöner aus mit) verzieren
  • Blockschokoladenspäne darüber hobeln

Wer will kann natürlich auch zum Spritzbeutel greifen und aufwändiger verzieren.

Die Creme mit den Erdbeeren war schon mal richtig lecker

Was war ich neugierig, wie meine erste vegane Torte schmecken würde. Die Creme mit den Erdbeeren hat mir schon mal richtig gut geschmeckt. Irgendwie leichter als Sahne, erschlägt das Beerenaroma nicht so. Übrigens war ich total verblüfft, wie sich Schlagfix aufschlagen ließ, sehr viel ergiebiger als die gleiche Menge an Sahne und viel besser zu verarbeiten weil irgendwie stabiler. Ich habe sogar den dickeren der beiden Böden nochmals halbiert und die Torte dreistöckig gemacht.

Endlich konnte probiert werden. Ich war entzückt! Zwar hätte der Boden vermutlich noch 5 bis 10 Minuten im Ofen bleiben können – vielleicht lag das etwas Kompakte aber auch an der Banane – und durch die Banane war der Boden etwas grau, aber sonst: Sehr lecker.

Nächstes Mal gibt es den Boden ohne Banane und die Zutaten für eine andere Geschmacksrichtung sind auch schon im Haus. Es bleibt also spannend.