Petra Schier: Das Haus in der Löwengasse

Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels muss sie sich schon früh um ihr eigenes Auskommen bemühen. Als Gouvernante bei einer reichen Familie in Bonn wähnt sie sich sicher. Doch der Eindruck täuscht. Der Hausherr stellt der jungen Frau nach. Als sie sich zur Wehr setzt, steht sie mit ihrem Koffer auf der Straße. Alleine, mittellos und ohne Kontakte in der fremden Stadt droht Pauline die Gosse. 

In Textilfabrikant Julius Reuther scheint die erhoffte Rettung zu nahen. Mit dem Tod seiner Gattin haben die beiden Kinder ihren Halt verloren. Paulines weibliche Hand soll die Situation im Haus Reuther wieder in ruhigere Gewässer steuern. Endlich scheint ihr das Glück hold zu sein, bis Julius Reuther ihr seine Liebe zu ihr gesteht.

Petra Schier steht für gute Leseunterhaltung
Petra Schier steht für gute Leseunterhaltung (Bildquelle: rowohlt.de)

Ist dieser Liebe eine Chance vergönnt? Schließlich ist der finanziell angeschlagene Fabrikant dringend auf die Mitgift einer reichen Tochter aus gutem Hause angewiesen, will er sein Unternehmenen retten. Wagen Pauline und Julius ihren Herzen zu folgen?

Petra Schier – anders als gewohnt aber gut wie immer

Petra Schier steht eigentlich immer für gute Unterhaltung. Ihre Reihe um die Kölner Apothertochter Adeline wird den Fans historischer Romane ebenso ein Begriff sein, wie die Reliquienhändlerin Marysa. Mit ihrem neuen Roman „Das Haus in der Löwengasse begibt sich Petra Schier auf neues Terrain: ein großes Frauenschicksal im 19. Jahrhundert.

Mit dem was sie schreibt, trifft Petra Schier meinen Geschmack. Besonders Adeline, die eigensinnige Apothekertochter, hat es mir angetan. Auch wenn die Storys immer nach ähnlichem Muster gestrickt sind. „Das Haus in der Löwengasse“ durchbricht dieses Muster nur bedingt. Wieder steht eine beherzte junge Frau im Mittelpunkt, die eine Rolle lebt, die ihre Zeit so nicht für sie vorgesehen hat. Und diese Rolle meistert Pauline mit Bravour.

Kurzweilige Unterhaltung nicht nur für Petra Schier Fans.

Über die Autorin

Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. Schon in ihren ersten beiden Romanen «Tod im Beginenhaus» und «Mord im Dirnenhaus» löste die Apothekerin Adelina mit Scharfsinn und Dickköpfigkeit Kriminalfälle im mittelalterlichen Köln.

Buchinfo: „Das Haus in der Löwengasse“, erschienen bei rororo, September 2012, 350 Seiten, € 8,99, ISBN 978-3-49925901-2

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

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