Nichts für schwache Nerven: Totenkünstler von Chris Carter

Im Los Angeles Police Department geht die Angst um. Ein perverser Mörder bringt Polizisten um und baut aus ihren Körpern oder Körperteilen bizarre Skulpturen, die Hinweise auf den nächsten Mord liefern. Profiler Robert Hunter nimmt die Ermittlungen auf. Er weiß, wie Mörder ticken.

(Cover: ullsteinbuchverlage.de)
(Cover: ullsteinbuchverlage.de)

Ausgerechnet heute morgen hat Melinda verschlafen. Dabei muss sie doch gleich zur Prüfung und sich vorher noch um ihren Patienten Derek Nicholson kümmern. Seit einigen Wochen betreut sie den Ex-Staatsanwalt inzwischen und weiß, dass er Verspätungen nicht mag. Doch dieses Mal wird Derek nicht mit ihr schimpfen, denn Derek ist tot. Brutal niedergemetzelt, misshandelt und zerstückelt.

Als Mitarbeiter des Morddezernats beim Los Angeles Police Department haben Profiler Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia schon viel gesehen. Doch was sie im Schlafzimmer von Derek Nicholson vorfinden, lässt auch ihnen den Atem stocken.

Brutal und bizarr

Der Raum schwimmt in Blut. Wände, Vorhänge, Decke, alles ist voll davon. Das Opfer liegt auf dem Bett. Oder vielmehr seine Überreste. Arme und Beine wurden ihm angeschnitten, die beiden Füße nochmals von den Beinen abgetrennt.

Doch noch viel schrecklicher ist das bizarre Gebilde, das auf einem Tisch am Fenster steht. Die abgeschnittenen Gliedmaßen wurden mit Draht und Klebstoff zu einer blutigen Skulptur zusammen geschnürt und so platziert, dass es nicht zu übersehen ist. Doch was will der Mörder damit sagen?

Während Hunter und Garcia noch rätseln, was es mit dem brutalen Mord und der Skauf sich hat, taucht das nächste Opfer auf. Wieder auf äußerst brutale Art und Weise abgeschlachtet. Und wieder hat der Mörder ein rätselhaftes Gebilde aus Körperteilen hinterlassen.

Nichts für schwache Nerven

“Totenkünstler” ist nichts für empfindliche Seelen. Es könnte sein, dass diese nachts sehr unruhig schlafen. Wer hingegen gerne Thriller der härteren Machart liest, wird begeistert sein. Zwar hätte Chris Carter sich den ein oder anderen Liter Blut sparen und manche Details nicht ganz so im Detail beschreiben müssen, aber so schreibt er nun mal. Und genau damit ruft er bei seinen Lesern dieses ganz spezielle Gefühl zwischen Faszination und Abscheu hervor.

Totenkünstler: temporeich und Spannung bis zum Schluss.

Für mich eine ganz klare Leseempfehlung für alles Thrillerfans.

Chris Carter

Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Gegenwärtig lebt Chris Carter in London. Seine Thriller um Profiler Robert Hunter sind allesamt Bestseller.

Buchinfo: Totenkünstler von Chris Carter, erschienen bei Ullstein, März 2013, 448 Seiten, € 9,99, ISBN 978-354-828539-9

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Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

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