Wo gibt es die passende Tajine für meine leckeren Tajines?

Da poste ich stolz und arglos mein erstes Koch-Erlebnis aus „Vegetarische Tajines und Couscous“  – eine äußerst leckere Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine – auf Facebook und was passiert: Prompt bekomme ich einen Rüffel von Bettina Wieland, dass man Tajines nie, aber auch wirklich nie mit Couscous als Beilage isst. Zu Tajines gehört Brot und sonst nichts. Stimmt. Alls sie es erwähnte, ist mir eingefallen, dass ich das auch in Ghillie Basans Buch gelesen habe. Aber egal, mir hat meine Variante extrem gut geschmeckt.

So ein Faux Pas kann auch was Gutes haben

Und wie das so ist auf Facebook, ratzfatz ist man mal wieder im Gespräch. Ein Gespräch, über das ich mich sehr freue, denn Bettina hat gleich angeboten, etwas aus ihrem reichen Erfahrungsschatz an weltweiten Genüssen beizusteuern.

Die eingelegten Salzzitronen, eine wichtige Zutat der marokkanischen Küche, von ihr habe ich bereits veröffentlicht und ich hoffe inständig, dass sie sich ihren Traum, ihre Erfahrungen in einem Kochbuch umzusetzen, erfüllen kann.  Ich möchte es gerne haben.

Doch lassen wir sie endlich selbst zu Wort kommen:

„Facebook ist ja schon ein tolles Medium – vor allem für mich als leidenschaftliche Köchin, die sich mit allen Küchen der Welt gerne beschäftigt. Meine Aufenthalte haben mich durch Italien, den Oman, die Vereinigte Arabische Emirate sowie Norwegen geführt. Westafrika kam in den letzten Jahren noch dazu.

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Bettina hat ihr Herz an die Tajines verloren (Bildrechte: Bettina Wieland)

Somit griff ich das Thema „Tajine“, von Ulrike gepostet, spontan auf und kam mit ihr ins Gespräch, wie gerne ich mit diesem Gefäß koche. Die Tajine ist mehrmals wöchentlich im Einsatz vor allem in der anstehenden Jahreszeit. Die darin zubereiteten Gerichte mit ihren zart duftenden Gewürzen verzaubern besonders jetzt in der kommenden kälteren Saison.

Wo finde ich die passende Tajine?

Auch die doch so einfache Zubereitung der Gerichte, ist ein unschlagbares Argument, sich mit dieser Kochmethode einmal näher zu beschäftigen. Das Gefäß kann man sich heute sicherlich der Einfachheit halber über das Internet bequem bestellen.

Sollte es jedoch mal zu einem Frankreich Aufenthalt kommen, kann man die Tajines in vielen marokkanischen Geschäften finden. Ein kleiner Tipp – wer ins nahe Elsass reisen sollte – in Soufflenheim gibt es viele „poteries“, also Töpfereien, die sehr schöne Tajines im Sortiment haben.

Die Tajines erhält man inzwischen mit verschiedenen Dekors, traditionelle marokkanische oder mit verschiedenen „modernen“ Mustern versehen. Es gibt sie auch in unterschiedlichen Durchmessern, ich würde für den Beginn eine 18cm Tajine empfehlen.

Glasiert oder unglasiert?
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Bettina bevorzugt glasierte Tajines (Bildrechte: Bettina Wieland)

Ich persönlich habe gerne die glasierten Tajines. Sie nehmen den Geruch der Speisen nicht an, lassen sich mühelos und schnell säubern und müssen nicht erst „eingebrannt“ werden.

Die Tajines können vegan, vegetarisch, mit Fleisch oder Fisch zubereitet werden. Der Phantasie sind hier eigentlich keine Grenzen gesetzt. Jeder kommt auf seine Kosten.

Die Gewürze sind natürlich maßgeblich am Erfolg des Geschmackes beteiligt. Auch hier gibt es die klassischen Gewürze wie Ras-el-Hanout. Ich habe im Laufe der Zeit jedoch auch meine eigene Kreation zusammengestellt. Auch hier gilt es, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass nicht unbedingt zusätzliches Fett benötigt wird. Gerne runde ich die Tajine mit einem kleinen “Faden Olivenöl“ab beim Servieren.

Die exotischen Gewürze verströnen ihren wundervollen Duft

Man schichtet die Zutaten in die Tajine – wie z.B. Zwiebeln auf den Boden, dann das Fleisch oder Fisch darüber und obenauf die Gemüsesorten. Würzt mit seinem Lieblingsgewürz – es wird im eigenen Saft schmoren. Es geht auch zügig, kaum hat man den Tisch gedeckt, verströmt die Tajine schon ihren wundervollen Duft.

Eine Tajine wird nie mit Couscous serviert, sondern mit dem landesüblichen Brot aus Marokko, Tunesien oder Algerien, wo die Tajines beheimatet sind.

Tajine de poulet aux olives et citrons confits – Hähnchen, Oliven und in Salz konfierte Zitronen

Eines meiner Lieblingsrezepte ist die « Tajine de poulet aux olives et citrons confits » – Hähnchen, Oliven und in Salz konfierte Zitronen.

Dafür benötigt man Hähnchenteile z.B Keule, Oliven, Ras-el-Hanout, halbe konfierte Zitrone, kleine rote Zwiebel, Zehe Knoblauch, frischen Koriander.

Zunächst reibe ich die Hähnchenteile mit Ras-el-Hanout ein und vermenge alles gut mit frischem Koriander. Je nach zur Verfügung stehender Zeit, die Marinade gerne ein paar Stunden oder über Nacht einziehen lassen. Dann schneide ich die rote Zwiebel klein, zerdrücke den Knoblauch mit dem Messerrücken und lege dies auf den Boden der Tajine. Darauf die gewürzten Hähnchenteile. In den Ofen bei 200° – je nach Durchmesser der Tajine ca. 30-45 Miuten Garzeit. Nach ungefähr der Hälfte der Kochzeit gebe ich die Oliven hinzu und das Fruchtfleisch der konfierten Zitrone, die Schale lasse ich mitgaren und entferne sie vor dem Servieren. Die Oliven geben nochmals „Öl“ ab, sodass ich auf Olivenöl hier komplett verzichte. Auch mit Salz gehe ich hier sehr sparsam um, da die konfierte Zitrone noch Salz abgibt. Wer mag kann auch mit dem Salzwasser der konfierten Zitrone das Gericht am Ende „parfümieren“.

Wie erwähnt, wird in Marokko und den angrenzenden Ländern nur lokales Brot zum Tunken gereicht, niemals Couscous.“

Und bald gibt es Couscous

Und damit wir auch wissen, was Couscous wirklich ist, wird Bettina bald welches für uns kochen und uns mit Rezept und Fotos verwöhnen. Kochen und genießen müssen wir dann leider selbst. Ich freue mich schon darauf.

Übrigens, auch wenn Bettina in erster Linie Wein, Sekt und Champagner vertreibt, könnte ich mir vorstellen, dass sie auf Anfrage auch schöne Tajines besorgen kann. Schließlich ist sie sehr oft in Frankreich.

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

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