Die Liebe des Kartographen – Petra Durst-Benning

Philip Vogel hat nur eine Leidenschaft: Die Kartographie. Deshalb nimmt er ohne zu Zögern den Auftrag Herzog Ludwigs an, die württembergischen Forste zu erfassen. Auf seiner Reise durchs „Ländle“ träumt Philip von Ruhm und Ehre, schließlich hatte in der Region zuvor noch kein Kartograph ein solch umfassendes Werk erstellt. Dabei trifft er auf die junge Heilerin Xelia, die seinem Leben einen neuen Inhalt gibt.

Historisch, Roman, Tübingen, Reutlingen, Urach, Ulm, Blaubeuren, Kartographie
Cover: Ullsteinbuchverlage.de

Mit stolzgeschwellter Brust macht sich Philip auf den Weg um sein großes Werk zu erschaffen. Doch nicht alles läuft so glatt, wie er sich das erträumt. Ein schweres Gewitter bringt sein Pferd zum Scheuen, Philipp verliert den Halt, stürzt und bricht sich dabei das Bein. So findet ihn Xelia, eine junge Heilerin und Gerberstochter, und nimmt ihn mit in ihren Unterschlupf im Wald. Hier versteckt sie sich vor den Häschern des Markgrafen, dessen einzigen Sohn sie erschlagen haben soll.

Haben Philip und Xelia eine Chance?

Auf engstem Raum zusammen gepfercht, nähern sich die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere nach und nach einander an. In Philip wächst der Respekt vor der starken jungen Frau, die sich so mutig ihrem Schicksal stellt und die äußerst fachkundig sein gebrochenes Bein verarztet hat. Er plant, sie bei einem alten Studienfreund in Blaubeuren in Sicherheit zu bringen. Doch dann entwickelt sich alles ganz anders. Schon bald sind sie zu dritt auf der Flucht.

„Die Liebe des Kartographen“ ist kein neuer „Durst-Benning“ sondern ein Remake aus dem Jahr 2001 (?). Ob das mit den wirtschaftlichen Problemen des Weltbild Verlages zusammenhängt oder ob Petra Durst-Benning die Fortsetzung des ziemlich abrupt endenden Buches plant (falls es die nicht sowieso schon gibt, ich habe dazu nichts gefunden), weiß ich nicht.

Ich persönlich fand das Buch ganz ok aber jetzt nicht herausragend. Die Handlung ist mehr als unwahrscheinlich, aber das ist das Recht der Autoren. Nur so entstehen die wirklich spannende Geschichten. Gestört hat mich aber das sang- und klanglose Ende. Und ich habe schon lange kein Buch mehr mit so vielen Typos gelesen. Vielleicht ist mir ja ein unkorrigiertes Leseexemplar in die Finger gekommen?!

Ein Sonderpunkt für die gute Recherche

Einen Sonderpunkt hat “Die Liebe des Kartographen” von mir bekommen, weil ich lange Jahre im Tübinger Umfeld gewohnt habe und gedanklich die Wege so gut nachgehen konnte.

Petra Durst-Benning

Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart.

Mehr erfahren Sie auf Facebook und auf der Homepage der Autorin.

Buchinfo: “Die Liebe des Kartographen” von Petra Durst-Benning, erschienen bei Ullstein, 2008, Neuauflage 2014, € 9,95, ISBN 978-3-548-26787-6

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Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

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