Vegan backen: Donauwelle mal anders

Donauwelle ist einfach ein leckerer Kuchen. Auch abgewandelt mit Himbeeren und veganem Mandelteig, veganer Schlagcreme und Blockschokolade. Ich habe es probiert und muss sagen: Vegane Himbeer-Mandel-Welle ist eine wirklich gelungene Alternative.

vegan, backen, Donauwelle, Himbeer, MandelKürzlich habe ich mich an meiner ersten (nicht veganen) Donauwelle versucht. Gar nicht mal so schlecht, aber an der Creme muss ich noch arbeiten. Vermutlich brauche ich für den Pudding einfach Vollmilch statt fettarmer Milch. Die Creme wird bei mir einfach nicht richtig fest.

Wie wäre es mit Himbeeren, Mandeln und Sahne?

Schon beim Backen habe ich mir überlegt, dass man doch eigentlich das Obst beliebig austauschen könnte. Himbeeren hatte ich noch im Gefrierschrank. Gemahlene Mandeln auch. Aber keine Eier. Warum also nicht eine vegane Variante probieren? Die Hela Schlagfix Universelle Schlagcreme müsste auch weg. Kann man sicher auch als Variante zur „Butter“creme verwenden.

Nach dem Motto „Versuch macht kluch“ ging es ans Backen. Dieses Mal nicht in der kleinen runden Form sondern in der Kastenform. Der Teig wurde in Anlehnung an die Schoko-Nuss-Nougat Torte etwas abgewandelt:

  • 220 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln (hell)
  • 120 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Vanille
  • einen kräftigen Spritzer Zitrone
  • 75 ml neutrales Pflanzenöl
  • 320 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure gibt zusätzlichen Backtrieb)
  • 1 EL Kakao
  • Himbeeren (frisch oder TK), Oberfläche sollte bedeckt sein

Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen.

Form mit Backpapier auskleiden. Darin soll nachher auch die Sahnecreme und der Guss aufgebracht werden.

2/3 des Teiges in die Kastenform geben.

Unter das restliche Drittel den Kakao mischen. Schokoladenteig auf den hellen Teig geben.

Himbeeren darauf verteilen. Die Oberfläche sollte bedeckt sein.

Ofen auf 180° C vorheizen.

Ca. 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.

Kuchen komplett auskühlen lassen.

Wie ihr den Bildern entnehmen könnt, hätte meine Form (25 cm) ruhig größer sein können. Der Teig ist etwas dick geraten für das Donauwellen-Feeling. Dann passen auch mehr Himbeeren drauf. Dafür ist der Teig aber so locker wie selten aufgegangen.

Für die Creme
  • 1 Paket LeHa Universelle Schlagcreme ungesüßt und unbedingt gekühlt! (200 ml, gibt es z.B. bei Kaufland)
  • 2 Päckchen Sahnestand (z.B. Alnatura)
  • 2 El Puderzucker (wer es sehr süß mag, kann auch mehr nehmen)
  • etwas Vanille

mit dem Mixer zu Creme schlagen. Gut die Hälfte auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen. Den Rest mit frischen Erdbeeren vernichten. 😉

Kühl stellen.

  • 100 g Blockschokolade bei milder Hitze über dem Wasserbad schmelzen (in einem kleinen Töpfchen)
  • 2 Tl neutrales Öl oder etwas Margarine zugeben, damit die Schokolade geschmeidiger wird und sich besser schneiden lässt

Unter Rühren möglichst weit abkühlen lassen. Vorsichtig auf die Creme streichen und mit einer Gabel Wellenlinien ziehen. Nach einigen Minuten im Kühlschrank „portioniere“ ich gern vor, d.h. ich ritze die halbfeste Schokolade mit dem Messer ein, damit sie sich anschließend problemlos schneiden lässt.

Nochmal in den Kühlschrank für etwa eine Stunde.

Dann kann gegessen werden.

Edit: Ich gestehe,  dass mir beim Backen ein kleiner Fehler passiert ist, der vermutlich für die Lockerheit des Teiges verantwortlich ist.  Nach den 40 Minuten habe ich mich gewundert, dass der Teig noch so extrem flüssig ist. Der Grund: Statt 180° C hatte ich den Ofen nur auf 130° C. Trotzdem war der Teig in der ursprünglich veranschlagten Zeit schön hoch gegangen, innen aber eben noch flüssig.
Da ja eh schon alles angerührt war, habe ich den Backofen auf 180° C gestellt und nochmal gut 30 Minuten gebacken. Das Ergibnis übertrifft an Lockerheit alles, was ich bislang vegan gebacken habe.

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

Ein Gedanke zu „Vegan backen: Donauwelle mal anders“

  1. Hey, ich finde es gut, wenn man sich mal an vegane Küche herantraut! Damit hilft man den Tieren und der Genuss bleibt auch nicht weg 😉 . Ich bin selbst Veganerin aus ethischen Gründen und würde mich freuen, wenn du mal den Blog von mir und meiner Schwester besuchst. Da wirst du viele vegane Rezepte und Berichte finden. Viel Spaß! http://www.tofuzwillinge.de/
    Liebe Grüße Lynn

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