Vegan backen: Donauwelle mal anders

Donauwelle ist einfach ein leckerer Kuchen. Auch abgewandelt mit Himbeeren und veganem Mandelteig, veganer Schlagcreme und Blockschokolade. Ich habe es probiert und muss sagen: Vegane Himbeer-Mandel-Welle ist eine wirklich gelungene Alternative.

vegan, backen, Donauwelle, Himbeer, MandelKürzlich habe ich mich an meiner ersten (nicht veganen) Donauwelle versucht. Gar nicht mal so schlecht, aber an der Creme muss ich noch arbeiten. Vermutlich brauche ich für den Pudding einfach Vollmilch statt fettarmer Milch. Die Creme wird bei mir einfach nicht richtig fest.

Wie wäre es mit Himbeeren, Mandeln und Sahne?

Schon beim Backen habe ich mir überlegt, dass man doch eigentlich das Obst beliebig austauschen könnte. Himbeeren hatte ich noch im Gefrierschrank. Gemahlene Mandeln auch. Aber keine Eier. Warum also nicht eine vegane Variante probieren? Die Hela Schlagfix Universelle Schlagcreme müsste auch weg. Kann man sicher auch als Variante zur „Butter“creme verwenden.

Nach dem Motto „Versuch macht kluch“ ging es ans Backen. Dieses Mal nicht in der kleinen runden Form sondern in der Kastenform. Der Teig wurde in Anlehnung an die Schoko-Nuss-Nougat Torte etwas abgewandelt:

  • 220 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln (hell)
  • 120 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Vanille
  • einen kräftigen Spritzer Zitrone
  • 75 ml neutrales Pflanzenöl
  • 320 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure gibt zusätzlichen Backtrieb)
  • 1 EL Kakao
  • Himbeeren (frisch oder TK), Oberfläche sollte bedeckt sein

Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen.

Form mit Backpapier auskleiden. Darin soll nachher auch die Sahnecreme und der Guss aufgebracht werden.

2/3 des Teiges in die Kastenform geben.

Unter das restliche Drittel den Kakao mischen. Schokoladenteig auf den hellen Teig geben.

Himbeeren darauf verteilen. Die Oberfläche sollte bedeckt sein.

Ofen auf 180° C vorheizen.

Ca. 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.

Kuchen komplett auskühlen lassen.

Wie ihr den Bildern entnehmen könnt, hätte meine Form (25 cm) ruhig größer sein können. Der Teig ist etwas dick geraten für das Donauwellen-Feeling. Dann passen auch mehr Himbeeren drauf. Dafür ist der Teig aber so locker wie selten aufgegangen.

Für die Creme
  • 1 Paket LeHa Universelle Schlagcreme ungesüßt und unbedingt gekühlt! (200 ml, gibt es z.B. bei Kaufland)
  • 2 Päckchen Sahnestand (z.B. Alnatura)
  • 2 El Puderzucker (wer es sehr süß mag, kann auch mehr nehmen)
  • etwas Vanille

mit dem Mixer zu Creme schlagen. Gut die Hälfte auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen. Den Rest mit frischen Erdbeeren vernichten. 😉

Kühl stellen.

  • 100 g Blockschokolade bei milder Hitze über dem Wasserbad schmelzen (in einem kleinen Töpfchen)
  • 2 Tl neutrales Öl oder etwas Margarine zugeben, damit die Schokolade geschmeidiger wird und sich besser schneiden lässt

Unter Rühren möglichst weit abkühlen lassen. Vorsichtig auf die Creme streichen und mit einer Gabel Wellenlinien ziehen. Nach einigen Minuten im Kühlschrank „portioniere“ ich gern vor, d.h. ich ritze die halbfeste Schokolade mit dem Messer ein, damit sie sich anschließend problemlos schneiden lässt.

Nochmal in den Kühlschrank für etwa eine Stunde.

Dann kann gegessen werden.

Edit: Ich gestehe,  dass mir beim Backen ein kleiner Fehler passiert ist, der vermutlich für die Lockerheit des Teiges verantwortlich ist.  Nach den 40 Minuten habe ich mich gewundert, dass der Teig noch so extrem flüssig ist. Der Grund: Statt 180° C hatte ich den Ofen nur auf 130° C. Trotzdem war der Teig in der ursprünglich veranschlagten Zeit schön hoch gegangen, innen aber eben noch flüssig.
Da ja eh schon alles angerührt war, habe ich den Backofen auf 180° C gestellt und nochmal gut 30 Minuten gebacken. Das Ergibnis übertrifft an Lockerheit alles, was ich bislang vegan gebacken habe.

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Vegan backen und kochen mit Kokos

Kokos ist Trend und Kokos wird von vielen heiß geliebt. Wer mehr davon kennenlernen möchte als nur die obligaten Kokosflocken und die Cocosmilch im Curry, trifft mit dem vegangen Koch- und Backbuch “Kokos” eine gute Wahl.

Kokos, vegan, backen, kochenKokos ist in aller Munde. Zumindest bekommt man den Eindruck, wenn man durch die Läden geht. Da stehen plötzlich Tetrapacks mit Kokoswasser neben Energiedrinks. Kokosmehl und Kokosblütenzucker bevölkern das Regal mit den asiatischen Lebensmitteln und Kokosseife das Seifenregal. Kurzum Kokos ist im Trend und das nicht mehr nur als mehr oder weniger geschmacksneutrale Flocken für die altbekannten Kokosmakronen.

Marie Laforêt hat sich des Themas angenommen und bringt ihre Leser auf leckere Kokosideen. Zur Freude vieler Fans der leckeren Frucht ist die Mehrzahl davon den Süßspeisen zuzurechnen.

Leckere vegane Kokos-Ideen

Mein Favorit auf den ersten Blick: Der Kokos-Mango-Käsekuchen. Spekulatius, Kokosraspel, Tofu, Kokosmilch, Cashewmus, Zucker und Mango werden hier zu einer Komposition vereint, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Wobei die Kokos-Kiwi-Pannacotta und die Schoko-Kokos-Cupcakes durchaus ebenfalls ihren Reiz haben.

Die Pastinaken-Kokos-Cremesuppe wird es denmächst bei mir geben. Sie klingt nach dem passenden Abendessen für die kalte Jahreszeit. Und zum Frühstück gibt es dann einen Energie-Smoothie mit Banane, Orange, Kokosmilch, Kokoswasser und einer ordentlichen Portion Ingwer.

Komplettiert wird das kleine aber feine Buch mit viel Wissenswertem über die Kokosnuss und ihrer Verwendungsmöglichkeiten.

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Schoko-Kokos-Cupcakes

Marie Laforêt hat mit “Kokos” ein Buch abgeliefert, das ebenso schlicht ist, wie der Titel und genau deshalb Lust aufs Nachkochen/-backen macht. Obwohl ich jetzt nicht der mega Kokosfan bin, werde ich definitiv einige Rezepte umsetzen.

Für mich ist das ein sehr schönes Buch für Kokosliebhaber allgemein und Menschen, die sich vegan ernähren, im Besonderen und damit eine Kaufempfehlung.

Marie Laforêt

Marie Laforêt ist passionierte Veganerin und engagiert sich für eine Genießerküche, die sich an gesundheitlichen und ethischen Grundsätzen orientiert. Ihre kulinarischen Entdeckungen und Experimente verrät sie auf ihrem französischen Blog 100-vegetal.com („100 % vegan“).

Als Fotografin illustriert sie ihre Rezepte selbst und beteiligt sich an zahlreichen Gemeinschaftsprojekten für eine verantwortungsbewusste Ernährung. Sie hat mehrere Bücher zur veganen Küche in Frankreich veröffentlicht; in deutscher Sprache ist von ihr bereits „Backen ohne Milch und Ei – vegane Desserts“ erschienen.

Buchinfo: Kokos – Süße und pikante Rezepte aus der vegangen Küche von Marie Laforêt, erschienen bei Hädecke 2014, gebunden, 88 Seiten, 51 Farbfotos, € 12,95, ISBN 978-3-7750-0672-9

Fingerfood – vegan und vollwertig

Was essen eigentlich Menschen, die sich vegan ernähren, überhaupt noch? Fingerfood – vegan und vollwertig wird die Zweifler verblüffen, denn Ratatouille-Spieße, gefüllte Weinblätter, Teigtaschen mit Spinat und griechische Ofenkartoffeln lassen bei keiner Party Tierisches vermissen.

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Veganes Fingerfood, lecker und einfach. (Cover: Hädecke Verlag)

Wie bringt man bei Party, Familienfest oder offiziellen Anlässen unterschiedliche Ernährungsstile unter einen Hut? Diese Frage stellen sich nicht nur Menschen, die sich vegan ernähren. Zunehmend geraten hier auch Fleischfans durch die steigende Zahl an VegetarierInnen und VeganerInnen ins Grübeln.

Ich bin eine Verfechterin von möglichst einheitlichem Essen, wenn unterschiedliche Ernährungsstile verköstigt werden müssen. Eine Lösung kann ein leckeres Fingerfood Buffet sein. Zur Erhöhung des “Sabber-Faktors” hier ein paar Vorschläge, wie das aussehen könnte:

vegan:

  • Griechische Ofenkartoffeln
  • Grünkernbällchen
  • Lauch-Tomaten-Rauten
  • Möhren-Kürbis-Sticks
  • Ratatouille-Spieße
  • Teigtaschen mit Spinat
  • Gefüllte Partytomaten (mit Hirse)
  • Gemüsespieße
  • Gemüsesticks mit meheren Dips
  • Gurkenhäppchen mit Dillcreme
  • Mini-Paprika mit Avocadocreme

vegetarisch:

  • Caprese-Spießchen (Mini-Mozzarella, Kirschtomaten, Basilikum)
  • Pizza-Rauten (vegetarisch)
  • Teigtaschen mit Feta und Spinat
  • Schafskäse-Spieße mit Paprika und Olive

mit Fleisch

  • Orientalisch gewürzte Hackbällchen
  • Putenspieße mit unterschiedlichen Würzungen
  • Hähnchenunterschenkel, gegrillt
  • Pizza-Rauten
  • Teigtaschen mit Hackfleisch, Schafskäse und Spinat

süß und vegan

  • Orientalische Erdbeeren (je nach Saison)
  • Mousse au Chocolat vegan (mit Schlagfix und geschmolzener Bitterschokolade
  • Bunte Melonenspieße
  • Muffins vegan
  • Mini-Nussecken vegan

Dazu frisch gebackenes Brot mit diversen Aufstrichen, zum Beispiel der Erbsenaufstrich und die Auberginencreme aus Brotaufstriche – vegan und vollwertig, und diverse Dips und Soßen.

Na? Wie klingt das?

Alle veganen Rezept gibt es in Fingerfood – vegan und vollwertig, einem Buch, das ich allen, die sich vegan ernähren oder die Veganer verköstigen wollen, ebenso ans Herz lege, wie die Brotaufstriche, die ich bereits vorgestellt habe.

Die Autoren

Annette Heimroth ist ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin GGB und Tierschutzlehrerin. Seit vielen Jahren leitet sie Kurse zur vegetarischen und veganen Vollwertkost, Fastenseminare und Frischkostwochen. Sie gibt Ernährungseinzelberatungen und individuelle Beratungen zur Haut und Haargesundheit. Außerdem ist sie in Schulen und Kindergärten aktiv und hält auf Wunsch diverse Fachvorträge.

Brigitte Bornschein ist Hauswirtschafterin in einer Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung und in ihrer Freizeit engagierte Veganköchin.

Beide ernähren sich seit vielen Jahren vegetarisch bzw. inzwischen vegan und vollwertig. Sie unterstützen verschiedene Tierrechtsorganisationen und sind selbst häufig für Tierrechte aktiv.

Markus Bonath ist hauptberuflich Schreiner, der seinen Sinn für Ästhetik auch als begeisterter Hobbykoch in seinen veganen Kreationen auslebt. Wichtig sind ihm pure Rezepte, die möglichst einfach in der Zubereitung sind, ohne viel Equipment, dafür aber sensationell im Geschmack.

Alle drei legen bei ihren Rezepten größten Wert auf beste Bio-Qualität.

Buchinfo: Fingerfood – vegan und vollwertig von Annette Heimroth, Brigitte Bornschein und Markus Bohath, erschienen bei Hädecke Verlag, 2014, gebunden, 88 Seiten, 40 Farbfotos, € 9,95, ISBN 978-3-7750-0677-4

Vegan backen: Kirschtorte Schwarzwälder Art Xmas-Edition

Weihnachten ist nicht mehr fern. Für Menschen, die sich vegan ernähren, kein ganz einfaches Fest, gilt es doch, unterschiedliche Ernährungsformen elegant unter einen Hut zu bringen. Für den Nachmittagskaffee ist meine vegane Schokotorte mit Kirschen nach Schwarzwälder Art eine leckere Nascherei, die Geschmäcker verbindet. Natürlich nicht nur an Weihnachten.

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Vegane Kirschtorte Schwarzwälder Art (Foto: Ulrike Rosina)

Vegane Torten haben sich so ein klein wenig zu meinem Steckenpferd gemausert und die Schwarzwälder Kirschtorte stand schon lange auf meiner Ideenliste. Ausschlaggebend für die Umsetzung waren jetzt zwei Dinge:
ein Paket Birkengold Birkenzucker, den ich testen wollte

eine Blogparade „Vegane Weihnachtsbäckerei“ im RundumVegan-Blog

Der Teig

Für den Teig habe ich die Vorlage aus “Tines vegane Backstube” leicht abgewandelt.

Teigzutaten für eine kleine Springform (18 cm):

  • 220 g Mehl
  • 1 EL Backkakao (nicht Kaba oder sowas)
  • 80 g Birkenzucker
  • etwas Vanille nach Geschmack
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 240 ml Mineralwasser (bei mir mit Sprudel)
  • 80 ml Pflanzeöl (Sonnenblumen, Raps…)
  • 1 Spritzer frische Zitrone (war bei mir ein kräftiger Spritzer)
  • ein paar Teelöffel Kirschwasser nach Geschmack (nicht mitbacken, hinterher beträufeln)
  • Backofen auf 175° vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  • alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen
  • die flüssigen Zutaten dazu geben
  • kräftig mixen
  • in die gefettete Springform füllen
  • ca. 45 min backen (Stäbchenprobe)
  • komplett auskühlen lassen
  • in der Mitte halbieren (horizontal)
  • beide Hälften auf der Schnittseite vorsichtig mit etwas Kirschwasser beträufeln und einziehen lassen (nicht zu viel, sonst wird der Teig matschig)
Die Kirschmasse

Ein Glas Schattenmorellen mit der Flüssigkeit in einen Topf geben. Mit etwas Vanille und einem Beutel Agartine oder einem anderen vegangen Bindemittel, das die Flüssigkeit nicht trübe macht, verrühren.

Nach Packungsanleitung aufkochen, einen Schuss Kirschwasser unterrühren und abkühlen lassen.

Hinweis:

  • Bei mir hat ein Päckchen Agartine nicht ganz gereicht, um die Masse so fest zu machen, wie ich das gerne haben wollte. Ich habe aber auch keine Erfahrung damit.
  • Kirschen vor der Teigzubereitung kochen, damit sie fast fest sind, wenn der Kuchen ausgekühlt ist
  • Reste der Kirschmasse schmecken lecker im Joghurt
Die Sahne

Zu einer Kirschtorte Schwarzwälder Art gehört Sahne. Bei mir – wie immer – HeLa Schlagfix universelle Schlagcreme (z.B. für 0,79 € im Kaufland). Die ist sehr ergiebig und lässt sich prima verarbeiten.

Zutaten:

  • 1 Päckchen Schlagfix ungesüßt (200 ml, Tetrapack)
  • 2 EL Puderzucker (der Birkenzucker war mir hier zu grob)
  • 2 Päckchen Sahnesteif

Alles kräftig mixen bis eine schöne steife Masse entstanden ist.

Der Zusammenbau
  • 1/3 der Sahne in einen Spritzbeutel füllen. Wer keinen hat, nimmt einfach einen Gefrierbeutel und schneidet dann unten eine Ecke ab.
  • auf die Bodenplatte außen einen Ring Sahne spritzen. Er verhindert, dass die Kirschen rauslaufen können.
  • das Innere des Rings mit Kirschen auffüllen
  • zweite Platte darauf legen
  • restliche Sahne in den Beutel füllen und auf den Deckel spritzen
  • In der Mitte einen kleinen Kreis frei lassen und mit Kirschenzubereitung füllen

Das Törtchen jetzt kühl stellen und mindestens über Nacht durchziehen lassen, damit sich die Aromen (der Schnaps!) gut mischen können. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben (Schneegestöber).

Wer mag, kann die Sahne außen natürlich auch verstreichen. Da Schlagfix richtig reinweiß ist, finde ich es so aber schöner. Wie eine Schneelandschaft eben. Deshalb habe ich auch mit dem Gefrierbeutel und ohne Tülle gearbeitet.

Wenn das mal kein ideales Mitbringsel zum Weihnachtskaffee bei den nichtveganen Schwiegereltern ist?! Oder die leckere Überraschung für nichtvegane Verwandte und Freunde, die zum Fest der Liebe einfallen.

Ghillie Basan: Vegetarische Tajines und Couscous

Wer lecker aber ohne großen Aufwand exotische Gerichte kochen will, kommt um die köstlichen Tajines von Ghillie Basan nicht herum. In einem einzigen Topf garen ausgefallene oder alltägliche Zutaten im eigenen Saft. Das Ergebnis: Gesunde und äußerst schmackhafte Gaumenschmeichler.

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(Cover: Hädecke Verlag)

Tajine nennt man ein tönernes Gefäß aus der nordafrikanischen Küche, das direkt auf den Holzkohlofen gestellt wird. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig über die flache Schale, in der die Zutaten liegen, der Dampf steigt in dem kuppelförmigen Deckel auf, kondensiert an der Spitze (die kälteste Stelle) und tropft zurück auf das Gargut. Alles bleibt zart, saftig und ausgesprochen aromatisch. Kochen in der Tajine ist also nicht nur lecker sondern auch sehr gesund.

Tajines nennen sich aber auch die langsam garenden Eintöpfe, die in diesen Kochgeräten zubereitet werden. In ihrem Buch “Vegetarische Tajines und Couscous” stellt Ghillie Basan zahlreiche fleischlose Varianten vor, die keine langen Garzeiten benötigen und deshalb ohne großen Aufwand und ohne großen Abwasch zubereitet sind. Auch im normalen Schmortopf, denn die wenigsten von uns werden eine Tajine daheim haben.

Ich mag deutsche und internationale Küche

Ich probiere mich gerne durch die Küche anderer Kulturen. Besonders angetan haben es mir dabei diejenigen, die großzügig mit exotischen Gewürzen hantieren. Allen voran vielleicht die persische Küche, die untrennbar mit meinem Studium verbunden ist. Eine persische Kommilitonin hat mich hier auf den Geschmack gebracht. Aber ebenso gerne genieße ich indische, türkische, arabische oder afrikanische Küche. Kein Wunder also, dass ich “Vegatarische Tajines und Couscous” aus der marokkanischen Küche “verschlungen“ habe.

Auf den ersten Seiten gibt Ghillie Basan Tipps für die Zubereitung einiger Zutaten, die häufiger zum Einsatz kommen. Viele davon, z.B. Harissa, die köstlich-feurige Gewürzpaste, oder Ras el-Hanout, eine traumhafte Gewürzmischung, die ich sehr mag, kann man auch bei uns im Handel problemlos kaufen, wenn man sich die Herstellung ersparen will. Schwieriger wird es da mit den Salzzitronen, die ich bislang selten gesehen habe. Sie selbst einzulegen, macht wenig Arbeit und lohnt mit Sicherheit, sind sie doch das I-Tüpfelchen auf vielen Gerichten. Bettina Wieland erklärt in Citron confit, wie es geht.

Über Vorspeisen und Suppen geht es dann zu den Tajines. Und hier erwartet die Kochfans ein Eldorado der Farben und Aromen. Passend zum Herbst zum Beispiel die Tajine mit scharf gerösteten Kürbisspalten und Limette. Oder die Paprika-Tajine mit Ei und Ras el-Hanout. Oder, oder, oder.

Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine
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Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine mit Couscous (CC:by-sa-nc)

Die Blumenkohl-Kichererbsen-Tajine mit Harissa und eingelegter Zitrone habe ich sofort ausprobiert. Abgesehen von der eingelegten Zitrone hatte ich alles daheim, um noch am gleichen Tag, an dem das Buch im Briefkasten lag, loslegen zu können. Blumenkohl hätte ich vermutlich nie mit Kichererbsen kombiniert, aber ich muss sagen, kombiniert mit der feinen Säure der Tomate schmeckt es hervorragend!

Dazu noch ein wenig Couscous und ich war im siebten Genusshimmel! Überhaupt zeichnen sich viele der Tajines durch die Einfachheit der Zutaten aus. Für den besonderen Pfiff sorgen die aromatischen Gewürze.

Couscous – eine Kunst für sich

In Marokko wird nicht einfach vorgekochtes Couscous “aufgebrüht”. Hier wird richtig gekocht und es ist nur perfekt, wenn jedes einzelne Korn erkennbar ist. Dass Couscous viel mehr ist als “nur” eine Beilage, zeigen Ghillie Basans Rezepte. Ob schlicht gewürzt oder mit siebenerlei Gemüse, ein Klassiker des Maghreb, man könnte beim Blättern die Gabel nehmen und herzhaft reinschaufeln.

Und wem das jetzt noch nicht reicht, der kredenzt zum Nachtisch noch einen Grapefruit-Granatapfel-Salat mit Rosenwasser und damit nicht nur einen Gaumen- sondern auch einen Augenschmaus.

Ich habe mich verliebt! Schon wieder…

Ok, ich glaube, ich habe mich bereits verraten: Dieses Buch wird sich einen festen Platz auf meinem Speiseplan erobern. Ich kann es allen, die gerne in fremde Genusswelten eintauchen, nur wärmstens ans Herz legen. Eine Anschaffung, die sich wirklich lohnt, weil sie neben den eigentlichen Rezepten zahllose Anregungen für eigene Kreationen gratis dazu liefert. Und weil ganz nebenbei die zahlreichen, farbenprächtigen Fotos Lust auf mehr machen.

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(Foto: Hädecke Verlag)

TIPP für VEGANER/INNEN: Die Mehrzahl der Gerichte wird durch den Austausch von Ghee durch Olivenöl vegan. Damit ist das Buch problemlos in der veganen Küche einsetzbar.

Ghillie Basan

Ghillie Basan hat als Foodjournalistin und Gastro-Kritikerin an vielen Orten gearbeitet und lebt heute im schottischen Hochland, wo sie sehr begehrte Kochkurse anbietet. Am Cordon Bleu Institut ausgebildet, hat sie bereits einige Bücher zur Küche des Mittleren Ostens und Südost-Asiens herausgebracht, bei Hädecke ist von ihr das erfolgreiche Buch „Tajine – würzige Eintöpfe aus Marokko“ erschienen, das aktuell in der 10. Auflage lieferbar ist.

Buchinfo: Vegetarische Tajines und Couscous von Ghillie Basan, erschienen bei Hädecke Verlag, erschienen September 2014, 144 Seiten, gebunden, € 19,90, ISBN 978-3-7750-0673-6. Danke für die Bereitstellung des Buches.

Weitere Kochbuchleckerbissen

Desserts roh und vegan geht an Désirée L.

So, die Würfel – oder vielmehr die Katzen-Leckerlie sind gefallen. 15 Menschen wollten „Desserts roh & vegan“ näher kennen lernen und ich bin sicher, das Buch kommt in wertschätzende Hände.

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(Cover: FONA)

 

Losfee für „Desserts roh & vegan“ von Anja Stadelmann war diese junge Dame hier. Ich gestehe, ich habe die Idee für die tierisch gute Auslosung von Stefanie geklaut und nur den Hund durch eine Katze ersetzt. Wobei ich zugeben muss, mit einem gut erzogenen Hund ist es vermutlich etwas weniger hektisch als mit einer Katze, die ihre Lieblingsleckerlies riecht 😀 :

Katzentreppe, dritte, Ebene, Catwalk, Biily, Regal, IKEA
(CC: by-sa-nc)

Doch der Reihe nach. Und sorry für die teils etwas unscharfen Bilder. Wenn Kätzelein am frühen Morgen ihre liebsten Snacks riecht, ist kein Halten mehr. Deshalb immer erst Katze mit Leckerlies ablenken, Versuch aufbauen, schnell fotografieren. Katze dürfte für die nächsten Stunden erst mal satt sein. 😀

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Die Lose sind im „Topf“ (CC:by-sa-nc)
Verlosung, Gewinnspiel, vegan
Das System ist „scharf“ geschaltet. (CC:by-sa-nc)
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Runde eins läuft bzw. schmeckt) 😉 (CC:by-sa-nc)
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Aus acht mach vier. (CC:by-sa-nc)
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Runde drei scheint auch zu schmecken. (CC-by-sa-nc)
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Aller guten Dinge sind diesmal vier. (CC-by-sa-nc)

Und die Gewinnerin ist:

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Herzlichen Glückwunsch! (CC:by-sa-nc)

Sobald ich deine Adresse habe, geht das Buch an dich raus. Viel Spaß damit und ich würde mich über ein Feedback freuen, wie dir die Ergebnisse geschmeckt haben.

Allen anderen: Nicht traurig sein. Ich verlose sicher mal wieder was. Vielleicht passt es ja dann.

Und wer wissen möchte, wie die Katze ins Bücherregal kommt: So wird Billy von IKEA zum Katzenparadies

Gewinnspiel: Süßes für Raw Veganer_innen

Petit Fours, Linzertorte, Mangomousse, Schoko-Vanille-Eistorte oder selbst gemachte Fruchtschnitten – und alles raw vegan. Geht nicht? Geht sehr wohl. Anja Stadelmann zeigt wie.

Kürzlich habe ich „Desserts roh & vegan“ aus dem Briefkasten geholt. Da ich selbst gerne mit veganen Törtchen experimentiere und mein veganes Blitzeis liebe, war ich natürlich sehr neugierig. Und die tollen Fotos waren absolut verheißungsvoll, die Rezepte nicht sehr aufwändig.

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(Cover: FONA)

Beim Blick in die Zutaten- und Zubereitungslisten wurde ich dann aber schnell stutzig. Das „roh“ hatte ich in meiner Begeisterung komplett übersehen und raw vegan ist mir persönlich dann doch etwas zu Hardcore. Dazu bin ich in meiner gedanklichen Geschmackswelt noch zu sehr der „traditionellen“ Geschmacksvorstellung verhaftet. Also gebackenen Kuchen.

Da ich das Buch aber als solches sehr schön finde und denke, dass es für Raw Veganer_innen eine echte Bereicherung ist, verlose ich es jetzt. Teilnehmer_innen sollten sich also mit dieser Küche auskennen,

So kannst du gewinnen:

  • Schreib in die Kommentare dieses Beitrages, was dich von der raw veganen Ernährung überzeugt hat.
  • Einsendeschluss ist der 23. September

Teilnahmebedingungen

  • Du solltest dich selbst raw vegan oder zumindest vegan ernähren. (Das tolle Buch sollte in Hände, die es richtig zu würdigen wissen)
  • Verlost wird ein Exemplar des oben abgebildeten Buches
  • Denkt daran, dass ich per E-Mail zu dir Kontakt aufnehmen muss, um die Versandadresse zu erfahren.
  • Gib keine Adresse in den Kommentaren an (Datenschutz!).
  • E-Mail  und Postadressen werden ausschließlich zur Ermittlung des/der Gewinner_in verwendet.
  • Die Verlosung erfolgt am 24.09.2014.
  • Versendet wird als Büchersendung ausschließlich an Adressen in Deutschland.

So und jetzt viel Spaß und viel Erfolg!

And the winner is: Desirée L.