Hertzberg/François: Glutenfreies Fünf-Minuten-Brot

Glutenfreies Fünf-Minuten-Brot? Sowas kann nicht schmecken, oder? Als Liebhaberin von selbstgebackenem Brot, bevorzugt Roggen-Sauerteig-Brot, war ich in und her gerissen und musste es einfach probieren. Und es hat sich gelohnt. Ich war sehr positiv überrascht.

Vor einigen Jahren habe ich begonnen, mein eigenes Brot zu backen. Ahnungslos, wie ich war, habe ich gleich mit Sauerteigbroten begonnen und nicht mit so “einfachem Hefekram”. Und was soll ich sagen? Gleich der erste Versuch hat prima geklappt und mich vermutlich für den Rest meines Lebens für Industriebrot verdorben hat. Klar braucht ein gutes Brot seine Zeit, aber die meiste davon arbeitet es ja ohne mich.

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Glutenfreies Brot war für mich eine neue Herausforderung. Ich kann mich nicht erinnern, es jemals probiert zu haben, war also komplett offen. Was ich darüber gehört hatte, war aber nicht berauschend.

Die Mischung macht’s

Tatsächlich stellte sich nur die Beschaffung der Zutaten als Herausforderung dar. Hertzberg und François arbeiten mit zwei unterschiedlichen Mehlmischungen. Einer hellen und einer Vollkornmischung. Je nach Brotart werden beide in unterschiedlichen Verhältnissen kombiniert.

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Die Zutaten sind da. Es kann losgehen.

Ich habe mich nur für die helle Variante entschieden. Reismehl und gemahlene Flohsamenschalen waren einfach zu bekommen. Kartoffelstärke sowieso. Schwieriger war es mit Sorghum-Mehl und Tapiokastärke, also die Stärke aus der Maniokwurzel, die man übrigens auch durch Maisstärke ersetzen kann. Das war aber auch schon die einzige Schwierigkeit.

Die Mischung war schnell hergestellt. Ich habe übrigens mit den kleinen Mengen begonnen und diese erst sehr gut vermischt. Danach kam mit dem Reismehl die Hauptkomponente darunter. So habe ich eine wirklich gute Durchmischung erreicht.

Hertzberg und François stellen die Mischungen immer in großen Mengen her und haben so einen Vorrat, mit dem sie schnell starten können. Mein Tipp: Testet mit einer kleineren Menge – ich habe von Mischung eins nur die Hälfte genommen – und wenn es euch schmeckt, plant im zweiten Ansatz mit größeren Mengen. Das lohnt auf jeden Fall. Schon allein wegen der Beschaffung der Zutaten.

Fertig in drei, zwei, eins

Salz, Wasser und Hefe dazu – ich persönlich mag lieber frische Hefe und habe auf das knappe Kilo Mehlmischung gut einen halben Würfel genommen – und den Rest macht der Teig praktisch selbst.

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Der Teig ist sehr schön aufgegangen. Zum Glück reichte die Schüssel aus.

Nach zwei Stunden abgedeckt in der warmen Küche hat sich der Teig ordentlich aufgeplustert, der Ofen inklusive Backstein (siehe dazu die ausführlichen Hinweise im Buch) ist vorgeheizt. Der Teig darf jetzt nicht geknetet werden. Erstens macht die Luft, die durch die Hefegärung entstanden ist, das Brot locker. Zweitens wollen und bekommen wir ja kein Gluten, was sich bei “normalen” Mehlen durch das Kneten entwickelt und für Lockerung des Backwerks sorgt. Also habe ich einfach etwa ein Drittel des Teiges vorsichtig zu einem Brotlaib geformt und ab damit in den Ofen. Der Rest wandert in einer Dose mit Deckel in den Kühlschrank.

Dieser “Reserveteig” ist das eigentliche Geheimnis des glutenfreien Fünf-Minuten-Brotes. Er hält sich gut zehn Tage im Kühlschrank und kann täglich entnommen und verbacken werden. Allerdings muss er vor dem Backen eine Stunde gehen und auf Temperatur kommen.

Sieht aus wie gutes Brot, schmeckt wie gutes Brot
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Der „Erstling“ ist im Ofen. Ich bin gespannt.

Nach 45 Minuten Backzeit, kommt mein Erstlingswerk aus dem Ofen. Es ist knusprig, riecht lecker und die Einschnitte auf der Oberfläche sind schön auseinander gegangen. Das mit dem Ofentrieb, dem Aufgehen des Teiges im Ofen, hat also auch geklappt.

Während Hertzberg und François empfehlen, das Brot mindestens zwei bis drei Stunden auskühlen zu lassen, damit sich die Struktur bildet, habe ich das natürlich nicht geschafft. Noch warmes Brot ist einfach zu verlockend. Und tatsächlich muss ich sagen, ich fand es sehr sehr lecker. Lauwarm schmeckte es ähnlich wie frisches französisches Baguette. Nur deutlich kompakter in der Struktur.

Nach dem Abkühlen fand ich die Kruste zwar knusprig, aber auch sehr fest. Beim nächsten Test werde ich, wie bei meinen glutenhaltigen Broten, nach zehn bis fünfzehn Minuten die Temperatur etwas herunter drehen.

Auch die Konsistenz beim Kauen ist für “Normalbrotesserinnen” etwas ungewohnt. Bröseliger ist vielleicht das richtige Wort. Aber das ist wirklich nur Gewohnheit. Und der Geschmack zählt. Der war gut.

Sieben Tage später

Eine Woche später kam die zweite Charge aus dem Kühlschrank in den Ofen. Dieses Mal als Brötchen mit kürzerer Backzeit. Wieder vorsichtig ohne Kneten geformt und ab damit auf den vorgeheizten Backstein.

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Antipasti mit glutenfreien Brötchen. Noch lauwarm. Ich konnte nicht widerstehen.

Auch sie fielen noch lauwarm meinem Hunger zum Opfer. Und sie waren lecker. Die Woche Parkzeit im Kühlen hatte keinen negativen Einfluss auf den Teig. Perfekt also für alle, die regelmäßig frisches, glutenfreies Brot haben möchten.

Gute Auswahl, tolle Anleitungen, üppige Bebilderung

Hertzberg und François haben ein tolles Buch erarbeitet. Nach einer Einführung in die glutenfreie Welt folgen sorgfältige Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die auch Backanfängern den schnelle Start ermöglichen.

Zu vielen Zutaten werden Alternativen vorgeschlagen, falls die Originale nicht auffindbar sind. Aber auch der Hinweis, was nicht ersetzt werden darf, fehlt nicht.

Neben den unterschiedlichen Broten steht auch anderes Backwerk auf dem Plan, Süßes und Herzhaftes. Damit habe ich mich allerdings nicht näher beschäftigt.

Entgegen der Empfehlung war ich bei den Mengenangaben nicht hundertprozentig strikt, größere Abweichungen würde ich aber nicht empfehlen. Ich würde beim nächsten Ansatz etwas mehr Wasser nehmen und mit nassen Händen die Oberfläche der Teiglinge “abwischen”. Dann wäre vermutlich die Bräunung auch besser. Und wie schon gesagt, ich werde die Temperatur nach zehn bis fünfzehn etwas absenken und nach der dritten und letzten Charge berichten, ob das Ergebnis mehr nach meinem Geschmack ist.

Und für alle, die Roggensauerteige kennen: Der glutenfreie Brotteig lässt sich spielend von den Händen abwaschen :D. Ihr wisst, wovon ich rede?!

Eine Investition, die sich lohnt

Ich denke, dass sich die Investition in Glutenfreies Fünf-Minuten-Brot von Hertzberg und François sich auf jeden Fall für alle lohnt, die trotz Unverträglichkeit Lust auf leckeres, frisches Brot und Gebäck haben. Mit den klaren, detaillierten Anleitungen und der aufwendigen Bebilderung sollte dem nichts im Weg stehen.

Jeff Hertzberg

Jeff Hertzberg MD ist Allgemeinmediziner mit über 20 Jahren Berufserfahrung als Arzt, Autor und Berater. Er wuchs mit New Yorker Pizza auf und versuchte jahrelang einen Teig zu entwickeln, der so praktisch ist, dass er jeden Tag zu Pizza, Fladenbroten und Brotlaiben verarbeitet werden kann. In Wahrheit wollte er aber bloß lernen, wie man Pizzateig hoch in die Luft wirft. Sein persönliches Hobby – das Backen und eine gesunde Lebensweise – brachten ihn dazu, die beliebten Rezepte aus seinem Bestseller Artisan Bread in Five Minutes a Day an glutenfreie Zutaten anzupassen.

Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Minneapolis.

Zoë François

Zoë François ist Bäckerin und Konditormeisterin. Sie absolvierte ihre Ausbildung am renommierten Culinary Institute of America. Neben dem Verfassen von Bestseller-Kochbüchern kreiert sie köstliche Desserts. Ihre Rezepte präsentiert sie in ihrem Blog zoebakes.com, beim TV-Sender Cooking Channel, bei General Mills und in vielen US-Magazinen, doch im Innersten ist sie eine Pizzaiola.

Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Minneapolis. Die Autoren lernten sich 2003 beim Musikunterricht ihrer Kinder kennen und haben gemeinsam Selbstgebackenes Brot in fünf Minuten am Tag und Healthy Bread in Five Minutes a Day verfasst.

Buchinfo: Glutenfreies Fünf-Minuten-Brot von Jeff Hertzberg und Zoe Francois, erschienen bei Unimedica, 15.März 2019, 316 Seiten, gebunden mit Lesezeichen, € 29,80, ISBN 978-3-96257-069-9. Danke für das Leseexemplar.

Wer sich vegan ernährt, findet übrigens bei Leselustich auch zahlreiche Anregungen!

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Zauberkuchen – 1 Teig = 3 Schichten

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich im Netz über den “Zauberkuchen” gestolpert bin. Seine Magie: Man rührt einen Teig an, der sich während des Backens wie durch Zauberhand in drei Schichten auftrennt. (NaturwissenschaflterInnen halten sich jetzt bitte zurück, ich wollte unbedingt das Wortspiel einbauen.). Eine aus einer Art festem Pudding, eine cremige Konsistenz und eine Bisquithaube.

ZauberkuchenEigentlich backe ich gerne. Nur sollte es nicht so mega aufwändig sein. Aber natürlich trotzdem gut schmecken und – falls ich für Besuch backe – vielleicht auch noch was hermachen. Dabei experimentiere ich gerne auch mal.

Beim Surfen bin ich bei Chilirosen und dort auf dem Beitrag “Zauberkuchen” gelandet. Warum und weshalb weiß ich auch nicht mehr. Aber der Kuchen hat mich sowohl optisch als auch von der Idee sofort angesprochen.So sehr, dass ich mir seit Jahren das wieder ein Backbuch gekauft habe.

Damit auch alles gut geht, der Teig ist sehr flüssig und läuft aus Springformen raus, habe ich vorsorglich erst noch in ein Set Backformen/-bleche investiert. Einige meiner alten mussten eh aussortiert werden. Und dann ran an den Zauber.

Auch lauwarm sehr lecker

Was soll ich sagen?! Der Vanille-Zauberkuchen von Chilirosen hat auf Anhieb geklappt. Und sehr lecker geschmeckt. Vor allem gleich lauwarm, denn ich finde, der Kuchen muss nicht erst Stunden in den Kühlschrank, wobei er gut gekühlt auch schmeckt. Da ich die Backzeit etwas überschritten habe, war die mittlere Cremeschicht nicht ganz so ausgeprägt aber deutlich erkennbar.

Den nächsten Test, den der Kuchen überstehen musste, war der Tiefkühlschrank. Ich mag es sehr, wenn ich einige Stück meiner Kuchen einfrieren kann. Je nach Lust und Bedarf werden sie dann aufgetaut und genossen. Auch das hat der Zauberkuchen entgegen meiner Befürchtung problemlos überstanden. Nach dem Auftauen immer noch lecker und immer noch drei Schichten. Damit war die Entscheidung gefallen: Das Buch wurde bestellt.

Nuss-Nougat-Zauberkuchen

Inzwischen habe ich mich an einem zweiten Zauberkuchen versucht. Einem mit Nuss-Nougat-Creme. Die musste nämlich nach der Weihnachtsbäckerei weg. Und was soll ich sagen: Wieder ein voller Erfolg. Die Bisquitphase ähm -schicht könnte etwas dicker sein. Aber der Geschmack, Leute. Der Geschmack!

Fazit: Spannende Kuchen, die schnell und ohne viel Aufwand gerührt sind und dann bei 150 Grad so vor sich hin backen. Eine überraschende Abwechslung für alle, die gerne backen. Für 10 Euro gibt es, wenn ich richtig gezählt habe, 32 Rezepte für überraschende und ziemlich spezielle Kuchen. Worauf man achten sollte: Teilweise sind die Rezepte etwas schlampig übernommen und es wurden Zutaten unterschlagen. Einfach das Grundrezept im Auge behalten, dann merkt man schnell, was nicht passt.

Übrigens spare ich mir bei meinen Formen das vorgeschlagene Backpapier. Keiner der beiden Kuchen hat angehängt.

Buchinfo: Zauberkuchen von Christelle Huet-Gomez, erschienen bei Thorbecke, August 2015, 72 Seiten, gebunden, jedes Rezept ist bebildert, 9,99 Euro, ISBN 978-3-7995-0675-5

Backen wie gemalt – Pfälzische Weihnachtsplätzchen

Weihnachten ist Plätzchenzeit. Einige Sorten dürfen einfach auf keinem Teller fehlen. Zum Beispiel Vanillekipferl, Zimtsterne oder Hildabrötchen. Damit die dann auch schmecken wie bei Oma, hat Karola Fuhr ihre alten Familienrezepte durchforstet und 25 Plätzchen herausgesucht, ohne die Weihnachten bei ihr nicht Weihnachten ist.

U1_Backen-wie-gemalt_RGB_72dpiEs gibt Bücher, die stürzen mich in einen Zwiespalt! Zum Beispiel “Backen wie gemalt”. Nicht, weil ich nicht gerne Weihnachtsplätzchen backen würde. Nein, dem kann ich mich nicht entziehen. Dazu habe ich meine Familie im Saarland in den letzten Jahren zu sehr angefixt. In schöne Dosen verpackt, sind sie einfach ein schönes Weihnachtsgeschenk. Die Dosen finden übrigens, ganz zufällig immer rechtzeitig zu Weihnachten, wieder zu mir zurück.

Die Pfälzer und die Saarländer

Nein, das Problem ist ein anderes. Dürfte ich als gebürtige Saarländerin überhaupt ein Buch mit dem Untertitel “PFÄLZISCHE Weihnachtsplätzchen” lesen? (Müsste das nicht eigentlich Pälzer Weihnachtsplätzja heißen). Und darf ich die dann tatsächlich backen? Damit folge ich einer Pälzer Anweisung. Als gebürtige Saarländerin. Poltisch korrekt ist das vermutlich nicht. Aber egal. Man muss auch mal bereit sein, Opfer zu bringen. Zumindest wenn die Ergebnisse lecker sind. Und davon könnt ihr ausgehen.

Beim Blättern durch das Buch bin ich tatsächlich an meine eigene, längst verstorbene Oma und ihre alten Kochbücher erinnert worden. Neben der großzügigen Verwendung von Eiern, Marzipan und Schokolade liegt das auch an der Bebilderung. Die wurde nämlich überwiegend in liebevoller Handarbeit von Sabine Frank gefertigt und unterstützt den “Retro-Charakter” des Büchleins.

“Backen wie gemalt” ist das perfekte Geschenk, für alle, die wie Oma backen möchten, aber nicht so recht wissen, wie sie das anstellen sollen. Karola Fuhr gibt eine kurze Einleitung zur Qualität der Zutaten, der Zubereitung von Hefe-, Rühr- und Hackteig (= Knetteig, also durchaus auch vegan möglich ;-)) und was man sonst noch für die gelungene Weihnachtsbäckerei braucht.

Kritische Schwiegereltern werden dahinschmelzen

Danach kann man dann die kritischen Schwiegereltern und die neue Flamme mit leckeren Plätzchen für sich gewinnen. Anisplätzchen, Dresdner Stollen, Haselnussmakronen, Spritzgebäck und Vanillekipferl überzeugen einfach alle. Zumindest alle ohne bekannte Lebensmittelintoleranz.

Bei mir stehen dieses Jahr die gefüllten Haselnussplätzchen (prima Eiweißverwertung) und die Marzipanhörnchen mit auf dem Backplan. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich für die saarländische Verwandtschaft dran schreibe, dass es “Pälzer Rezepte” sind.

Eine schöne Geschenkidee

Eine schöne Geschenkidee für die Vorweihnachtszeit. Vielleicht ja gleich zusammen mit den Zutaten für das ein oder andere Plätzchenrezept. Von mir eine klare Empfehlung.

Karola Fuhr und Sabine Frank

Karola Fuhr (*1940) stammt aus Dahn im Pfälzerwald und backt seit über 50 Jahren nach Emmy Brauns Kochbuch für ihre große Familie – und zwar immer in der angegebenen Menge des Buches und jede Plätzchensorte nur ein Mal im Jahr. Ihre Rezeptbeschreibungen sind schlicht gehalten und oft mit einem speziellen Tipp für das bessere Gelingen versehen.

Sabine Frank (*1956) ist seit vielen Jahren passionierte Brotmalerin und hat schon mehr als 1100 Exemplare aus Europa entdeckt und zu Papier gebracht. Ihre Werke stellte sie bereits im Ulmer Brotmuseum, in Luxemburg und in Frankreich aus. Seit 1999 arbeitet Sabine Frank an ihrem Lebensmittelarchiv zu dem schon Obst und Gemüse, Wein, Wasser, Butter sowie Törtchen und Plätzchen gehören. Sie hat ein Atelier in Berlin und eines in einem ehemaligen Lebensmittelladen am Gardasee, wo sie im Frühjahr und Herbst lebt und arbeitet. “Backen wie gemalt“ ist ihr erstes Backbuch.

Buchinfo: Backen wie gemalt von Karola Fuhr und Sabine Frank, erschienen bei Der kleine Buch Verlag, September 2015, 88 Seiten, Hardcover, 16,90 €, ISBN 978-3-7650-8648-9. Danke für das Leseexemplar.

Vegan backen: Donauwelle mal anders

Donauwelle ist einfach ein leckerer Kuchen. Auch abgewandelt mit Himbeeren und veganem Mandelteig, veganer Schlagcreme und Blockschokolade. Ich habe es probiert und muss sagen: Vegane Himbeer-Mandel-Welle ist eine wirklich gelungene Alternative.

vegan, backen, Donauwelle, Himbeer, MandelKürzlich habe ich mich an meiner ersten (nicht veganen) Donauwelle versucht. Gar nicht mal so schlecht, aber an der Creme muss ich noch arbeiten. Vermutlich brauche ich für den Pudding einfach Vollmilch statt fettarmer Milch. Die Creme wird bei mir einfach nicht richtig fest.

Wie wäre es mit Himbeeren, Mandeln und Sahne?

Schon beim Backen habe ich mir überlegt, dass man doch eigentlich das Obst beliebig austauschen könnte. Himbeeren hatte ich noch im Gefrierschrank. Gemahlene Mandeln auch. Aber keine Eier. Warum also nicht eine vegane Variante probieren? Die Hela Schlagfix Universelle Schlagcreme müsste auch weg. Kann man sicher auch als Variante zur „Butter“creme verwenden.

Nach dem Motto „Versuch macht kluch“ ging es ans Backen. Dieses Mal nicht in der kleinen runden Form sondern in der Kastenform. Der Teig wurde in Anlehnung an die Schoko-Nuss-Nougat Torte etwas abgewandelt:

  • 220 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln (hell)
  • 120 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Vanille
  • einen kräftigen Spritzer Zitrone
  • 75 ml neutrales Pflanzenöl
  • 320 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure gibt zusätzlichen Backtrieb)
  • 1 EL Kakao
  • Himbeeren (frisch oder TK), Oberfläche sollte bedeckt sein

Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen.

Form mit Backpapier auskleiden. Darin soll nachher auch die Sahnecreme und der Guss aufgebracht werden.

2/3 des Teiges in die Kastenform geben.

Unter das restliche Drittel den Kakao mischen. Schokoladenteig auf den hellen Teig geben.

Himbeeren darauf verteilen. Die Oberfläche sollte bedeckt sein.

Ofen auf 180° C vorheizen.

Ca. 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.

Kuchen komplett auskühlen lassen.

Wie ihr den Bildern entnehmen könnt, hätte meine Form (25 cm) ruhig größer sein können. Der Teig ist etwas dick geraten für das Donauwellen-Feeling. Dann passen auch mehr Himbeeren drauf. Dafür ist der Teig aber so locker wie selten aufgegangen.

Für die Creme
  • 1 Paket LeHa Universelle Schlagcreme ungesüßt und unbedingt gekühlt! (200 ml, gibt es z.B. bei Kaufland)
  • 2 Päckchen Sahnestand (z.B. Alnatura)
  • 2 El Puderzucker (wer es sehr süß mag, kann auch mehr nehmen)
  • etwas Vanille

mit dem Mixer zu Creme schlagen. Gut die Hälfte auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen. Den Rest mit frischen Erdbeeren vernichten. 😉

Kühl stellen.

  • 100 g Blockschokolade bei milder Hitze über dem Wasserbad schmelzen (in einem kleinen Töpfchen)
  • 2 Tl neutrales Öl oder etwas Margarine zugeben, damit die Schokolade geschmeidiger wird und sich besser schneiden lässt

Unter Rühren möglichst weit abkühlen lassen. Vorsichtig auf die Creme streichen und mit einer Gabel Wellenlinien ziehen. Nach einigen Minuten im Kühlschrank „portioniere“ ich gern vor, d.h. ich ritze die halbfeste Schokolade mit dem Messer ein, damit sie sich anschließend problemlos schneiden lässt.

Nochmal in den Kühlschrank für etwa eine Stunde.

Dann kann gegessen werden.

Edit: Ich gestehe,  dass mir beim Backen ein kleiner Fehler passiert ist, der vermutlich für die Lockerheit des Teiges verantwortlich ist.  Nach den 40 Minuten habe ich mich gewundert, dass der Teig noch so extrem flüssig ist. Der Grund: Statt 180° C hatte ich den Ofen nur auf 130° C. Trotzdem war der Teig in der ursprünglich veranschlagten Zeit schön hoch gegangen, innen aber eben noch flüssig.
Da ja eh schon alles angerührt war, habe ich den Backofen auf 180° C gestellt und nochmal gut 30 Minuten gebacken. Das Ergibnis übertrifft an Lockerheit alles, was ich bislang vegan gebacken habe.

„Gut Brot will Weile haben“ geht an …

Am 23. April ist der Welttag des Buches. Auch 2015 gab es zu diesem Tag wieder eine Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ und natürlich waren meine Blogs mit einigen Titeln am Start. Einer davon: „Gut Brot will Weile haben“ vom Hädecke Verlag.

Brot, selbst backen, Sauerteig

Ich backe leidenschaftlich gerne gutes Brot. Brot ohne Konservierungsstoffe und Beimischungen für Porengröße und Krustenbeschaffenheit. Damit stehe ich nicht alleine da, wie fast 50 Kommentierende unter meinem Blogpost zu „Gut Brot will Weile haben“ vom Hädecke Verlag beweist.

Viele hätten sich also über dieses tolle Buch gefreut, gewinnen konnte es leider nur eine:

Rosen912

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch!

Und an alle, die nicht gewonnen haben: Danke, dass ihr teilgenommen habt!

„milchfrei kochen“ geht an…

Am 23. April war Welttag des Buches und damit offizieller Start der diesjährigen Aktion “Blogger schenken Lesefreude”. Inzwischen sind die Würfel gefallen und die Gewinnerin steht fest.

milchfrei kochen

Milchfreies Kochen ist ganz offensichtlich ein großes Thema. Das belegt das hohe Interesse an „milchfrei kochen“ von „Der kleine Buch Verlag“. Leider darf sich aber nur eine Teilnehmerin über ihren Gewinn freuen:

Sarah

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch!

Und an alle, die nicht gewonnen haben: Danke, dass ihr teilgenommen habt!

Blogger schenken Lesefreude: Gut Brot will Weile haben (Gewinnspiel)

Der 23. April ist Tag des Buches und damit Tag der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“. Ich verschenke zu diesem Tag „Gut Brot will Weile haben“ von Günther Weber und Dieter Ott. Ein wunderschönes Buch über die Liebe zu gutem Brot und Backwerk.

Brot, selbst backen, SauerteigSeit gut zwei Jahren backe ich mein Brot selbst. Hauptauslöser war der fast beliebig austauschbare Geschmack gekaufter Brote. Nur selten hatte ich eines, das mir so richtig geschmeckt hat. Ich mag sehr roggenlastige Sauerteigbrote. Neben dem fehlenden Geschmack war es aber auch die Haltbarkeit des Brotes, die mir zu denken gab. Es wurde so schnell trocken und gerne auch mal schimmelig. Ja, ich spreche von Bäckerbrot, nicht von Discounterware. Das war mir ehrlich gesagt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr wert.

Der erste Weg führte mich über Backmischungen aus dem Supermarkt. Aber auch hier hat mich wenig überzeugt und schnell kam die Überlegung: Wenn ich diese Backmischung anrühre und backe, kann ich doch gleich RICHTIG Brot backen. Dank Google gibt es eine schier unerschöpfliche Auswahl an Rezepten, Empfehlungen, ultimativen Tipps. Viele davon klingen sehr aufwändig und haben mich sofort abgeschreckt. Bis ich auf ein idiotensicheres Sauerteigrezept der „Berliner Küche“ gestoßen bin. Und schwupp war ich mit dem Sauerteig-Virus infiziert.

Das Buch muss ich verlosen!

Deshalb war schnell klar, dass „Gut Brot will Weile haben“ von Günther Weber und Dieter Ott, DAS ideale Buch für meine Aktion Blogger schenken Lesefreude zum Welttag des Buches wäre. Netterweise war der Hädecke Verlag auch sofort bereit, meinen Wunsch mit einem Verlosungsexemplar zu unterstützen. Das Buch wird dem Gewinner oder der Gewinnerin druckfrisch vom Hädecke Verlag zugeschickt werden.

Vorab konnte ich mir das Objekt meiner Begierde schon mal ansehen und ich bin begeistert. Mein Instinkt hat mich wieder nach dem richtigen Titel greifen lassen, denn „Gut Brot will Weile haben“ ist viel mehr als ein Rezeptbuch. Es ist die Geschichte von Menschen, die gutes Brot lieben und mit Hingabe backen. Die Geschichte der Bäckerfamilie Weber aus Winnenden bei Stuttgart und gleichzeitig auch die Geschichte des Brotbackens in den vergangenen rund 100 Jahren. Längst haben in vielen Bäckereien standardisierte Backmischungen Einzug gehalten. Der Preiskampf mit Supermärkten und Discountern zwingt vermeintlich zu immer stärkeren Zugeständnissen. Zusatzstoffe aus dem Chemielabor sorgen für die perfekte Kruste, gleichmäßige Poren, ideales Verhalten bei industrieller Produktion. Dabei braucht gutes Brot nicht mehr als Mehl, Wasser, Salz und ein Triebmittel, Hefe oder Sauerteig oder beides.

Handverlesene Qualität auf dem Lorettohof

Günther Weber hat sich dieser „Askese“ auf dem Lorettohof bei Zwiefalten verschrieben. Hochwertige Zutaten werden im Steinofen in traditioneller Handarbeit zu schmackhaftem Brot verarbeitet. Natürlich gibt es auch Kuchen und „süße Stückle“ im Angebot.

Brot, selbst backen, Sauerteig
Loretto-Wecken bestechen durch Vielfalt (Foto: Hädecke Verlag)

Einige seiner besten Rezepte hat der passionierte Bäcker in „Gut Brot will Weile haben“ aufgeschrieben. Auf keinen Fall fehlen darf dabei natürlich das gute schwäbische Bauernbrot und der saftige Hefezopf. Aber auch Emmerleinbrot, ein Brot aus Emmer, einer Urgetreideart, die bereits in Funden aus der Zeit von 8000 vor Christus nachgewiesen werden konnte, Dinkelvollkornseelen und Käsekuchen sind am Start. Dabei fordert Weber stets auf, sich nicht sklavisch an seine Rezepte zu halten, sondern zu variieren, Neues zu erproben. So lange, bis man sein ganz persönliches Lieblingsrezept gefunden hat.

Mit der Art, wie Weber seine Leser an die Teigzubereitung heranführt, ist es leicht, sich auf Tests einzulassen.  Beachtet man ein paar Grundregeln, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Je länger man bäckt, desto besser kann man die Teigbeschaffenheit beurteilen. Fehler werden immer unwahrscheinlicher. Eine Erfahrung, die ich inzwischen auch gemacht habe.

Ich finde „Gut Brot will Weile haben“ ein tolles Buch für alle, die wirkliche Leidenschaft fürs Backen haben!

Will ich haben!

Du willst „Gut Brot will Weile haben“ haben? Kannst du. Indem du mir im Kommentar unter diesem Beitrag – und nur da! – dein liebstes Brotrezept verrätstUnd dann brauchst du natürlich noch etwas Glück.

Bitte beachte dabei folgende Punkte:

  • Hinterlasse ab sofort bis spätestens 30.04.2015 unter diesem Blogpost einen Kommentar mit deinem liebsten Brotrezept.
  • Verlost wird ein Exemplar des o.g. Buches.
  • Die Verlosung erfolgt bis spätestens 04.05.2015.
  • Der oder die Gewinnerin wird zur Ermittlung der Versandadresse von mir per E-Mail kontaktiert, also gebt bitte eine E-Mail-Adresse an. E-Mail-Adressen werden von mir ausschließlich zur Benachrichtigung des/der GewinnerIn und zur Ermittlung der Versandadresse verwendet.
  • Gib keine Adressen in den Kommentaren an (Datenschutz!).
  • Das Buch wird dir direkt vom Verlag druckfrisch zugeschickt. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärst du dich einverstanden, dass ich deinen Namen und deine Anschrift zu Versandzwecken an den Hädecke Verlag weiterleiten darf.
  • Versendet wird ausschließlich an Adressen in Deutschland.

Und jetzt viel Glück und viel Spaß mit dem Buch!

Es kommt noch mehr

Bis zum 23.04.2015 werde ich hier und auf meinem zweiten Blog ulrikekommuniziert.com jede Woche ein neues Buch vorstellen, das du im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreudegewinnen kannst. Darunter Fachliteratur für digital Schaffende, Bücher rund um das Thema „New Work“, etwas für Menschen mit Laktoseintoleranz, usw.  Dank der Unterstützung diverser Verlage kann sich so bereits im dritten Jahr wieder richtig viel Lesefreude verschenken.