Tödlicher Steilhang – Mord an der Mosel

Georg Hellberger steckt in der tiefsten Krise seines Lebens. Sein früherer Arbeitgeber sieht in ihm eine Gefahr und lässt ihn überwachen. Durch die daraus entstandenen Reibereien ist seine Ehe in die Brüche gegangen. Da kommt ihm die Einladung eines Winzers an die Mosel gerade recht. Doch statt in der erhofften Ruhe der Wein landet Hellberger gleich in mehreren ungeklärten Todesfällen.

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Cover: dtv

Es sind keine erfreulichen Gründe, die Georg Hellberger an die Mosel führen. Der Sicherheitsexperte hat seinen gut bezahlten Job als Sicherheitsexperte fristlos gekündigt. Nach dem Verkauf des Unternehmens an einen amerikanischen Inhaber kann er sich mit den Unternehmenszielen nicht mehr identifizieren. Er weigert sich, die in seinen Augen verbrecherischen Machenschaften zu unterstützen. Seine Frau hat ihn daraufhin kurzerhand vor die Tür gesetzt und ihm den Umgang mit seinen beiden Töchtern verboten.

Da kommt das Angebot des Winzers Stefan Sauter, doch seine Ferienwohnung an der Mosel zu beziehen und sich dort zu erholen, gerade recht. Hier will sich Georg Hellberger den Grundlagen des Weinbaus widmen und die Ruhe finden, die er für einen Neubeginn braucht. Doch daraus wird nichts. Kaum ist Hellberger an der Mosel angekommen, wird ein Winzer tot aus dem Fluss gezogen. Stefan Sauter gerät unter Verdacht. Schließlich lag er seit Jahren mit dem Verstorbenen im Streit um einige besonders hochwertige Rebzeilen. Georg Hellberger ist zu sehr Profi, um sich nicht in die Ermittlungen um den Todesfall einzuklinken.

Bei einem guten Glas Wein genießen

Meine bedingte Begeisterung über die Lokalkolorit Krimis habe ich bereits an anderer Stelle geäußert. Sie sind mir meist zu klischeehaft und grotesk. Bei Paul Grotes Winzerkrimis ist das anders. Zwar finde ich die Story von “Tödlicher Steilhang” etwas abstrus – zu viele unklare Todesfälle in zu kurzer Zeit – aber die Handlung ist intelligent. Und – was mindestens ebenso interessant ist – man lernt von Buch zu Buch mehr über den Weinbau und den Wein. Deshalb lese ich sie immer wieder gern.

Wer sich für Krimis und Wein interessiert, ist also mit “Tödlicher Steilhang” von Paul Grote gut bedient. Kaufen und mit einem guten Glas Wein genießen!

Paul Grote

Paul Grote berichtete fünfzehn Jahre lang als Reporter für Presse und Rundfunk aus Südamerika. Seit 2003 lebt er als freier Autor in Berlin. Sein Gespür für Wein, sein Wissen und seine Erfahrungen spiegeln sich in allen seinen Krimis wider.

Buchinfo: Tödlicher Steilhang von Paul Grote, erschienen bei dtv, September 2013, 416 Seiten, € 9,95, ISBN 978-3-423-21464-3

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Rote Grütze mit Schuss – Ein Küsten-Krimi

Ein Biobauer wird ermordet. Eine Ehefrau verschwindet. Ein Gebäude wird in Brand gesteckt. Ein Erpresser gesucht. Ganz schön harter Tobak für Dorfpolizist Thies Detlefsen. Und das alles in dem beschaulichen Fredenbüll in Nordfriesland, wo es mehr Schafe als Einwohner gibt. Gemeinsam mit der attraktiven Nicole Stappenbeck von der Kieler Mordkommission versucht Detlefsen der Lage wieder Herr zu werden.

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Cover: dtv

179 Einwohner und 600 Schafe leben in Fredenbüll, dem beschaulichen Ort hinter den drei Deichen in Nordfriesland. Das Leben spielt sich im Wesentlichen im örtlichen Gemischtwarenladen, bei Alexandra, der flotten Friseurin oder in „De Hidde Kist“, dem ortsansässigen Imbiss ab. Kein Wunder, dass die Polizeistation und damit der Job von Dorfpolizist Thies Detlefsen vom Rotstift bedroht ist. Kein Wunder also, dass Detlefsen alles daran setzt, die Fredenbüller Kriminalitätsstatistik in die Höhe zu treiben. Schließlich ist ja nicht auszuschließen, dass das tote Schaf auf dem Deich ein Opfer militanter Ökoaktivisten geworden ist. Oder dass der Falschparker mit fremdem Kennzeichen ein potenzieller Selbstmordattentäter ist.

Einmal Biobauer frisch gehäckselt, bitte

Als Biobauer Brodersen eines Morgens grob gehäckselt in seinem eigenen Mähdrescher hängt, überschlagen sich die Dinge in Fredenbüll plötzlich. Denn zur gleichen Zeit verschwindet Swantje, die attraktive Frau des Versicherungsvertreters, bei dem das ganze Dorf versichert ist. Von heute auf morgen sieht sich Thies Detlefsen im Zentrum von Sodom und Gomorrha. Und ist natürlich völlig überfordert. Die Rettung kommt in Gestalt der gutaussehenden Nicole Stappenbeck von der Kieler Mordkommission.

Krimis mit Lokalkolorit

Krimis mit Lokalkolorit sind in Mode gekommen. Egal, ob in den diversen Weinregionen Deutschlands, in Bayern oder Ostfriesland, wenn es um Mord und Totschlag auf dem Land geht, wird kein gängiges Klischee der jeweiligen Region vernachlässigt. In diese Kerbe schlägt auch Rote Grütze mit Schuss. Der Klamauk-Krimi st unterhaltsam zu lesen ohne seine Leser zu sehr herauszufordern. Biobauer Brodersen stirbt auf gleich drei unterschiedliche Arten. Dorfbriefträger Klaas – ähnlich hoch ausgelastet wie Detlefsen – sichert als Hilfssheriff einen Brief der toten Swantje und Schäferhund Susie wird zum Leichenspürhund. Jeder einzelne Punkt an sich ganz amüsant. In der Anhäufung war es mir persönlich etwas viel.

Trotzdem halte ich „Rote Grütze mit Schuss“ für eine gute Urlaubslektüre. Sollte man das Buch bei der Abreise vergessen, wird sich auch der nächste Hotelgast über die haarsträubenden Ereignisse in Fredenbüll amüsieren.

Krischan Koch

Krischan Koch lebt dicht am Wasser in Hamburg, wo er als Filmkritiker für den NDR arbeitet, und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er die verrückt-bösen Kabarettprogramme für den „Hamburger Spottverein“ erfindet. Dort schreibt er, mit Blick auf die See, auch seine Kriminalromane.

Buchinfo: Rote Grütze mit Schuss von Krischan Koch, erschienen bei dtv, Mai 2013, 272 Seiten, € 9,95, ISBN 978-3-423-21433-9

Ghostwriter: Kein Bier vor vier und keine Leiche ohne Eis

Alle wollen sie nur das eine von ihm: Geld! Erst die Exfrau und die Kinder, dann der Vermieter und jetzt auch noch der Wirt seiner Stammkneipe. Doch woher nehmen? Schließlich ist Volkmar Vogt, oder Volvo, wie ihn seine Freunde nennen, als Autor bislang kläglich gescheitert. Da kommt seinem Agenten eine grandiose Idee.

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Cover: rororo.de

Irgendwie ist Volkmar Vogt, genannt Volvo, ein Versager auf der ganzen Linie. Genau genommen ist er ja Autor. Aber das weiß keiner so richtig zu schätzen. Nach der Trennung nimmt seine Exfrau ihn aus wie eine Weihnachtsgans. Jetzt soll er sogar noch den Therapeuten bezahlen, den sie aufsuchen muss, weil er, Volvo, sie so mies behandelt habe. Was soll er selbst denn da sagen? Er selbst bezahlt schließlich einen in die Jahre gekommenen Exrocker, damit er ihn jederzeit vollquatschen kann. Ok, als Kneipenwirt macht der das nur semiprofessionell und auch nicht exklusiv. Eher so für das halbe Viertel. Aber immerhin.

Kurt Kalinski ist tot, es lebe Kurt Kalinski!

Im Gegensatz zu Volvo gehört Kurt Kalinski zu den ganz Großen. Er ist ein Starautor, bei dem jedes Buch im Vorfeld schon zum Bestseller deklariert wird. Deklariert wurde. Denn Kurt Kalinski ist tot. Gestorben kurz bevor er seinen überall bereits angepriesenen, neuen Roman beenden konnte. Aber das weiß nur Möller, sein Literaturagent. Der hat ihn nämlich ganz zufällig gefunden. Tot in seinem Sessel saß er. Noch weiß die Öffentlichkeit nichts davon und deshalb hat Möller auch eine hervorragende Idee: Niemand erfährt von Kalinskis Ableben und Volvo schreibt den Roman ganz einfach fertig.

Ghostwriter für einen anderen Autor? Dafür ist sich ein Volkmar Vogt dann doch zu schade. Zumindest so lange, bis der Kneipenwirt sich auch noch weigert, ihm seine Deckel zu stunden. Aus Volvo wird Kurt Kalinski.

Herrlich wirr und liebenswert

“Ghostwriter” ist ein herrliches Verwirrspiel, das zeigt: Man sollte sich nie zu sicher sein, dass der Tote wirklich der Tote ist. Vor allem dann nicht, wenn man ihn in einer Kühltruhe lagert, die auch das Eis für eine coole Fete beherrbergen soll. Und wenn der Tote noch dazu einen dickschädeligen Hund hatte, der ihn überlebt hat, kann man schon mal an Verschwörung glauben. Gut, dass der Weinkeller so üppig gefüllt ist. Nüchtern wäre das mörderische Chaos nicht zu ertragen.

Ein liebenswertes Chaos, hervorragend geeignet für einen Herbsttag auf der Couch. Von mir eine Leseempfehlung.

Jesko Wilke

Jesko Wilke, 1959 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Kunsttherapie und Kunstpädagogik. Danach war er einige Jahre in sozialen Einrichtungen tätig. Anschließend arbeitete er für die Verlagsgruppe Milchstraße. Seit 2002 ist er Sachbuchautor und freier Journalist und schreibt für verschiedene Magazine. Jesko Wilke hat zwei erwachsene Kinder, er lebt mit Frau und Hund südlich von Hamburg.

Buchinfo: Ghostwriter von Jesko Wilke, erschienen bei rororo, Oktober 2012, 288 Seiten, € 8,99, ISBN 978-3-499-25849-7

Mehr skurrile Spannung:

Sakrisch guad: Mord und Totschlag in Landshut

Kaum zu glauben: Im idyllischen Landshut treibt ein Geiselnehmer sein Unwesen. Sehr zum Ärger von Kommissar Peter Bernward, der sowieso schon genug am Hals hat. Sein Vater geht im mit seinem Ahnenforschungstick auf die Nerven. Die attraktive Flora Sander gibt ihm einen Korb nach dem anderen. Und jetzt mischen sich die überheblichen Schnösel aus München auch noch in seine Arbeit. Aber nicht mit ihm!

Ein junges, halbnacktes Pärchen wird geknebelt und aneinander gefesselt im Kirchengarten aufgefunden. Wasser auf die Mühlen von Stiftsprobst Tiodoro, missfällt ihm doch das unsittliche Treiben rund um seine Kirche schon seit langem.

Krimi, Landshut, historisch
Cover: ullsteinbuchverlage.de

Knapp Hundert Kilometer südlich. Eine Geiselnahme nimmt eine dramatisch Wendung. Die Polizei ist dem Gangster in die Falle getappt und hat statt seiner eine der Geiseln erschossen. Der Schütze setzt alles daran, seine Tat zu vertuschen.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Beide Fälle stehen miteinander in Verbindung. Und der verzweifelte Versuch des Todesschützen, den Geiselnehmer auf eigene Faust unschädlich zu machen, bringt alle in Lebensgefahr, die Kommissar Bernward in seinem Leben wichtig sind.

Guad ja, sakrisch guad nein

Krimis mit regionalem Anstrich – besonders der bayrischen Couleur – sind seit einiger Zeit das große Trendthema. Wenig erstaunlich, dass sich hier auch Richard Dübell einreihen möchte. “Allerheiligen” startet auch erfolgversprechend spannend und temperamentvoll, “hängt” dann aber für mein Empfinden etwas durch. Mir war die durchaus gut gemachte Story einfach etwas zu langatmig und stellenweise zu gewollt urig-komisch.

Ich vermute aber, dass das vor allem Leser aus der Region Landshut ganz anderes sehen werden. Denn für sie gibt es reichlich Lokalkolorit, das es zu entdecken und bestätigen gilt.

Fazit: Wirklich guter Krimispaß, wenn auch nicht sakrisch guad.

Richard Dübell

Richard Dübell, geboren 1962, lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen bei Landshut. Als Autor von historischen Romanen stürmt er seit Jahren die Bestsellerlisten. Mit „Allerheiligen“ legte er den ersten Band einer neuen Krimiserie vor. Mehr über Richard Dübell unter: www.duebell.de

Buchinfo: Allerheiligen von Richard Dübell, erschienen bei ullstein, Mai 2013, 416 Seiten, ISBN-13: 978-3-548-28486-6, € 9,99

Kevin Brooks: Bis es dunkel wird

Privatdetektiv John Craines letzter Fall hat reichlich Staub aufgewirbelt. Zeit, die Stadt eine Weile zu verlassen bis Gras über alles gewachsen ist. Craine entscheidet sich für einen Abstecher nach Hale Island, wo er als Kind die Urlaube mit seinen Eltern verbracht hat. Doch es sind nicht nur sentimentale Erinnerungen, die ihn auf die Insel treiben. Er vermutet dort auch seine Halbschwester.

Krimi, Mord, DrogenNeunzehn Jahre sind es, seit John Craines Vater sich umgebracht hat. Er hatte zu der Zeit ein Verhältnis mit einer jungen Frau, Serina Mayo, von der er sich zugunsten von Craines Mutter trennte. Eine Entscheidung mit tödlichen Folgen, die John Craine nie richtig verwunden hat. Um seine Ruhe zu finden, hat er Informationen über Serina eingeholt und in Erfahrung gebracht, dass sie eine 18-jährige Tochter hat. Ist Robyn womöglich seine Halbschwester?

Plötzlich ist die Leiche weg

Als ihm der Polizeichef rät, nach seinem letzten Fall, der viel Staub aufgewirbelt hat, für eine Weile die Stadt zu verlassen, ist Craines Entschluss schnell gefasst. Er wird die Zeit nutzen und auf Hale Island das Geheimnis seines Vaters aufklären. Dass er dabei eine Leiche findet, die dann plötzlich verschwunden ist, dass ihm eine Schmugglerbande an den Kragen will und niemand ihm glaubt  und was es wirklich mit Robyn auf sich hat, hätte er sich dabei nicht träumen lassen.

Spannend und irgendwie speziell

Irgendwie fand ich den Anfang des Krimis lahm und so ganz weiß ich immer noch nicht, was ich davon halten soll. Ein saufender, koksender und Speed nehmender Privatdetektiv, der mit seiner vor Jahren verstorbenen Frau spricht, mietet sich aus sentimentalen Gründen in ein halb verfallenes Hotel ein. Er observiert seine Halbschwester, die ebenfalls auf Drogen ist und nichts von ihm weiß. Dabei gerät er tief in den Sumpf von Korruption, brutaler Gewalt und Mord.

Klingt komisch, ist auch komisch. Aber eben irgendwie auch sehr spannend und immer wieder überraschend. Ein Krimi, der ruhig und brutal ist, stellenweise langatmig und gleichzeitig packend. Für alle, die nicht auf 08/15 stehen, eine klare Leseempfehlung. Aber Vorsicht. Nichts für zarte Gemüter.

Autorenportrait

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Er studierte in Birmingham und London. Sein Geld verdiente er lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans „Martyn Pig“ ist er freier Schriftsteller.

Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Buxtehuder Bullen. Für den Deutschen Jugendliteraturpreis wurde er innerhalb von sieben Jahren fünf Mal nominiert und hat den begehrten Preis auch schon zwei Mal erhalten – 2006 für „Lucas“ und 2009 für „The Road of the Dead“. Seit 2011 schreibt er auch Kriminalromane für Erwachsene.

Buchinfo: Bis es dunkel wird von Kevin Brooks, erschienen bei dtv.de, April 2013, 400 Seiten, € 9,95, ISBN 978-3-423-21431-5

Mehr spannende Unterhaltung:

Ich schenke Lesefreude zum Tag des Buches

Am 17. Februar bin ich auf Facebook über die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ gestolpert. Als bekennende Bücherratte stand für mich sofort fest: Coole Idee, da mache ich mit. Zum Welttag des Buches am 23. April verlost jedes teilnehmende Blog ein Buch seiner Wahl. Kurz vor Deadline sind 961!! Blogs gemeldet.

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Blogger schenken Lesefreude – Das kannst Du gewinnen. (Cover: Ullsteinverlage.de)

Seit zwei Monaten hibbele ich jetzt vor mich hin und warte darauf, dass ich endlich die Verlosung für mein Buch starten darf. Die „Zeugin der Toten“ von Elisabeth Herrmann wird es sein. Gebunden und auch schon ein Mal gelesen aber in einem prima Zustand.

Den Toten eine letzte Ehre erweisen

Warum habe ich mich gerade dafür entschieden? Ich fand das Buch einfach irgendwie sehr berührend. Wie sich die Tatortreinigerin Judith Keppler bemüht, den Toten eine letzte Ehre zu erweisen. Ihren Respekt vor den Menschen, deren Hinterlassenschaften sie beseitigen muss, um die Wohnungen wieder bewohnbar zu machen. Sie sichtet Unterlagen, betrachtet sich alte Familienfotos, räumt hinter einem Leben auf.

Bis sie in der Wohnung einer ermordeten Frau plötzlich über ihre eigene Geschichte stolpert. Was hatte diese Frau mit ihr zu Tun. Wieso weiß sie so viel über Judiths Vergangenheit. Wurde sie etwas gerade wegen ihres Wissens getötet? Für Judith beginnt eine gefährliche Reise in ihre Kindheit im Heim.

Wem die Geschichte jetzt irgendwie bekannt vorkommt: Ja, das Buch ist kürzlich verfilmt worden. Ich habe den Film im Fernsehen gesehen und fand ihn – verglichen zum Buch – einfach nur schlecht. Das hat mich bestärkt, an „Zeugin der Toten“ festzuhalten.

Gewinnen geht ganz einfach

Wenn Du das Buch gerne haben möchtest, hinterlässt Du mir einfach

bis spätestens 29.04. 2013

unter diesem Artikel einen netten Kommentar.

Mit dem Kommentar erklärst Du Dich einverstanden, dass ich per E-Mail Kontakt zu Dir aufnehmen darf. Nur so kann ich an Deine Adresse (bitte NICHT in die Kommentare schreiben!) kommen und Dir das Buch zuschicken. Für Dich entstehen daraus natürlich keinerlei Verpflichtungen und es werden keine weiteren Mails, die nichts mit der Abwicklung des Gewinnes zu tun haben, erfolgen.

Verlost wird am 30.04.2013.

Und jetzt: Viel Spaß und viel Erfolg.

Und natürlich ein dickes Danke an die Organisatorinnen und Teilnehmenden der Aktion Blogger schenken Lesefreude!

Übrigens, Spiele mit der Macht von Marion Knaths verlose ich auch noch. Wer das Buch haben möchte und vielleicht sogar Lust hat, mit mir darüber zu diskutieren (keine Bedingung), kommentiert einfach in meinem Blog „Ulrike kommuniziert“ unter dem entsprechenden Beitrag.

Rattenscharf: Der König von Berlin

Wenn das mal nicht der Hauptgewinn ist! Der aufstrebende Kommissar Lanner wird aus der niedersächsischen Provinz in die Landeshauptstadt Berlin versetzt. Aber dort entwickelt sich alles ganz anders als erwartet. Lanner hüpft von einem Fettnapf in den nächsten und ausgerechnet eine Rattenplage bringt ihm den ersehnten Durchbruch und Respekt ein.

Im Garten eines Berliner Mietshauses wird eine Leiche gefunden. Niemand kannte den Mann, niemand vermisste ihn und in seiner Wohnung liegen Unmengen an Bargeld. Der Fall wird Kommissar Lanner zugewiesen.

Tödliches Rattengift

Fast zeitgleich stirbt der Chef der größten Schädlingsbekämpfungsfirma der Stadt einen mysteriösen Tod. So wie es aussieht, wurde er mit seinem eigenen Rattengift vergiftet. Potenzielle Täter gibt es reichlich, schließlich war der Tote nicht der angenehmste Zeitgenosse.

Ratten bestimmen über die Machtverhältnisse in Berlin. (Bild: rowohlt.de)
Ratten bestimmen über die Machtverhältnisse in Berlin. (Bild: rowohlt.de)

Beide Vorfälle scheinen miteinander in Verbindung zu stehen, doch die sich überschlagenden Entwicklungen überfordern „Dorfsheriff“ Lanner komplett. Er braucht dringend Unterstützung, aber möglichst so, dass die Kollegen nichts davon bemerken. Retter in der Not wird ausgerechnet ein früherer, verhasster Mitschüler aus Cloppenburg, der ebenfalls in Berlin gestrandet ist und sich als Aushilfskammerjäger durchschlägt.

Gemeinsam machen sie sich an die Entwirrung der Geheimnisse und geraten in einen Strudel dunkler Machenschaften aus dem ausgerechnet die Ratten der Ausweg sind.

Ratten an die Macht!

Witzige und gleichzeitig spannende Unterhaltung mit unerwarteter Wendung und irgendwie kurios, so lässt sich “Der König von Berlin wohl am besten beschreiben. Horst Evers hat eine gelungene Kombination aus Spannung und Humor abgeliefert, die in dieser Form selten ist. Gleichzeitig sind die Verflechtungen aus Politik und Macht und der daraus resultierende Irrsinn, über die Ratten die Stadt zu regieren, irgendwie vorstellbar.

“Der König von Berlin”, ein rattig gutes Buch!

Autorenporträt

Horst Evers, geboren 1967 in der Nähe von Diepholz in Niedersachsen, studierte Germanistik und Publizistik in Berlin. Er jobbte als Taxifahrer und Eilzusteller bei der Post und gründete 1990 zusammen mit Freunden die Textleseshow «Dr. Seltsams Frühschoppen». Horst Evers ist mehrfach preisgekrönt, u. a. erhielt er den Deutschen Kabarettpreis (2002) und den Deutschen Kleinkunstpreis (2008). Jeden Sonntag ist er auf radioeins zu hören. Seine Erzählbände «Die Welt ist nicht immer Freitag», «Gefühltes Wissen», «Mein Leben als Suchmaschine» und «Für Eile fehlt mir die Zeit» sind Bestseller. Horst Evers lebt mit seiner Familie in Berlin.

Buchinfo: Der König von Berlin von Horst Evers, erschienen bei rowohlt, September 2012, Hardcover, 384 Seiten, 19,95 €, ISBN 978-3-87134-743-6