Vegan backen: Mokkatorte

Aller guten Dinge sind drei, dachte ich mir und nahm das dritte vegane Törtchen in Angriff. Mokkacreme sollte es sein und der Teig am besten schokoladig. Was soll ich sagen? Auch die Nummer drei war ein voller Erfolg, obwohl Teig und Creme inprovisiert waren.

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Vegane Mokkatorte (CC: by-nc-sa)
Die Teigzutaten (für eine 20 cm Springform)
  • 300 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanille
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 kräftiger Spritzer Zitrone
  • 75 ml Öl
  • 1 kleiner, sehr starker Espresso
  • 300 ml Sprudelwasser
  • 100 g geschmolzene Blockschokolade oder andere dunkle Schokolade (Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade kommen und die Schokolade sollte auch nicht zu heiß werden, sonst klumpt sie unter Umständen. Ich koche immer das Wasserbad auf, schalte die Platte dann ab und lasse die Schokolade im Schmelztiegelchen unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen.)
Die Cremezutaten
  • 200 ml LeHa Schlagfix universelle Schlagcreme ungesüßt, gekühlt
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2-3 El Puderzucker
  • 100 geschmolzene Nougatmasse, abgekühlt
  • 1 kleiner, sehr starker Espresso
  • Schoko-Mokkabohnen (Bitterschokolade)
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Vegan Mokkatorte (CC:by-nc-sa)
Die Zubereitung des Teiges
  • Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen. Zum Schluss die geschmolzene Schokolade unterheben (Schmelztiegelchen kann dann gleich für die Nougatmasse verwendet werden, nicht reinigen)
  • Ofen auf 180° C vorheizen.
  • Form fetten (z.B. mit Margarine). Ich bestreue zumindest den Boden und die Ecken zusätzlich noch mit wenig Grieß. Teig einfüllen.
  • Ca. 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.
  • Den Kuchen komplett auskühlen lassen und dann zwei Mal waagerecht halbieren.
Zubereitung der Creme
  • Nougat über dem Wasserbad schmelzen.
  • Nougatmasse etwas abkühlen lassen.
  • Gekühlte Schlagcreme in eine Schüssel geben, etwas anschlagen. Sahnestand dazu geben, aufschlagen, Puderzucker darüberstreuen, nochmals mixen.
  • Etwas weiße Creme zur Garnitur zur Seite stellen.
  • Abgekühlten Espresso unter die geschmolzene Nougatmasse rühren. Sollte die Masse etwas krisselig sein, nochmals kurz über dem Wasserbad rühren, bis sie wieder glatt ist.
  • Unter Rühren die Mokka-Nougatmasse untermischen. Bei mir war die Creme dann immer noch gut streichfähig und ich konnte gleich weiterarbeiten. Sollte sie zu weich sein, weil die Nougatmasse noch zu warm war, kurz in den Kühlschrank packen und gelegentlich umrühren, bis die Konsistenz passt.
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Vegan Mokkatorte (CC:by-nc-sa)
Die Torte bauen
  • Untere Teigplatte auf einen Teller legen, mit der Mokkacreme bestreichen.
  • Zweite Platte darauflegen, wieder mit Creme bestreichen. Wer will, kann auch mehr weiße Creme zurück halten und eine helle Cremeschicht „einbauen“.
  • „Deckel“ drauf und rundum mit der restlichen Creme bestreichen.
  • Vor dem Anschneiden zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Mit heller Creme und Schoko-Mokkabohnen garnieren.

Übrigens wölbt sich der Teig beim Backen immer leicht nach oben (kuppelförmig). Ich schneide das nicht weg, weil es mir gefällt, wenn die Torte oben ein bisschen rund ist.

Have Fun!

Mehr vegane Torten:

Erdbeer-Sahne-Torte

Schoko-Nougat-Nusstorte

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Veganes Eis selbst machen – cremig, fruchtig, lecker!

Wer meine Beiträge verfolgt, weiß, dass ich kürzlich die veganen Torten und damit LeHa Schlagfix universelle Schlagcreme für mich entdeckt habe. Dieser Entdeckung habt ihr jetzt ein leckeres, cremiges Eis-Rezept zu verdanken, das zudem blitzschnell zubereitet und serviert werden kann.

Schuld an dem ganzen Törtchen-Thema ist das vegane Restaurant Coox&Candy in Stuttgart. Dort habe ich einen Bissen vegane Torte bei meiner Nichte probiert und beschlossen: Das will ich auch können! Kann ich inzwischen auch, wie meine Erdbeer-Sahne-Torte und meine Schoko-Nuss-Nougat-Torte belegen. Und ich kann noch viel mehr. Ich kann nämlich in weniger als fünf Minuten veganes Eis machen!

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Cremiges, veganes Früchteeis. (CC: by-nc-sa)

Das braucht ihr dazu:

  • ca. 300 g tiefgefrorene Früchte
  • 2 – 3 El Puderzucker (anderes Süßungsmittel müsste auch funktionieren)
  • 200 ml Schlagfix Universelle Schlagcreme von Leha (z.B. bei Kaufland), gekühlt

Und jetzt kommt der ultrageheime Geheimtrick, den alle kennen, die je bei einer Tupperparty waren: Nämlich der Quick-Chef von Tupper.

  • Schneidmesser einsetzen
  • Früchte in die Schüssel schütten
  • Puderzucker darauf
  • Schlagfix dazu
  • Deckel drauf
  • Rühren
  • Fertig!

Das Ergebnis ist ein leckeres, cremiges Früchteeis.

Sollte es zu weich sein, helfen ein paar Minuten im Gefrierfach. Dabei ab und zu mal umrühren, damit sich keine Kristalle bilden. Ist es zu fest, etwas stehen lassen. Dann ist es vermutlich zu kalt, sprich zu viel gefrorenes Obst. Bei mir hat es auf Anhieb gepasst.

Sehr witzig! Und wenn man keinen Quick-Chef hat?

Dann nimmt man einfach einen Stabmixer – dann aber ein passendes Gefäß nehmen oder in zwei Portionen mixen. Und Vorsicht: durch die Luft fliegende, gefrorene Früchte können weh tun. Oder zum Beispiel den Mixaufsatz der Küchenmaschine, also der mit dem Messern, nicht der mit den Rührern. Eben irgendwas, was die Tiefkühlfrüchte in der Schlagcreme schnell kleinhächselt.

Reste lassen sich übrigens prima im Gefrierschrank lagern, sie kristallisieren dabei etwas aus, weil beim Frieren niemand rührt. Schmeckt aber trotzdem noch lecker und wenn man etwas antauen lässt und kräftig durchrührt, merkt man fast nichts mehr.

Viel Spaß mit der veganen Abkühlung!

Mehr vegane Rezepte findet ihr hier.

Vegan backen: Schoko-Nuss-Nougat-Torte

Nach meiner veganen Erdbeer-Sahne-Torte stand jetzt eine vegane Schoko-Nuss-Nougat-Torte auf dem Backplan. Und wieder war ich überrascht, wie gut es geklappt hat und vor allem wie lecker die Torte war. Es wird nicht meine letzte vegane Torte bleiben.

Nach einem Abend im Coox & Candy in Stuttgart habe ich mich ja – wie bereits beschrieben – auf die Suche nach dem Geheimnis veganer Torten gemacht. Der erste Versuch mit Erdbeeren und veganer Schlagcreme von LeHa war schon recht erfolgversprechend. Nur war der Boden für meinen Geschmack etwas zu fest. Es gab also Luft noch oben.

Bereits bei meiner ersten Recherche bin ich über eine vegane Schoko-Nougat-Torte gestolpert, die unverzüglich auf die Todo Liste wanderte. Ich mag den milden Geschmack von Nougat sehr. Inzwischen wurde der Plan in die Tat umgesetzt, allerdings habe ich das ursprüngliche Rezept etwas abgewandelt. Ein durchschlagender Erfolg, vor allem mit einem exzellenten Kaffee dazu.

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Vegane Schoko-Nuss-Nougat-Torte (CC: by-nc-sa)
Die Zutaten für den Teig (18 cm Springform, also kleine Form)
  • 220 g Mehl
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Vanille
  • einen kräftigen Spritzer Zitrone
  • 75 ml neutrales Pflanzenöl
  • 320 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure gibt zusätzlichen Backtrieb)

Alle trockenen Zutaten mit einem Löffel vermischen, die Flüssigkeiten zugeben und mit dem Mixer einige Minuten gut durchmischen.

Ofen auf 180° C vorheizen.

Form fetten (z.B. mit Margarine). Ich bestreue zumindest den Boden und die Ecken zusätzlich noch mit wenig Grieß. Teig einfüllen.

Ca. 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da die Backzeit von Ofen zu Ofen unterschiedlich ist, einfach ab und zu ein Auge darauf haben und Stäbchenprobe machen.

Den Kuchen komplett auskühlen lassen und dann waagerecht halbieren.  Wer will, kann auch drei Boden daraus schneiden. Zumindest hätte die Höhe bei mir dafür gereicht.

Die Zutaten für die Nuss-Nougat-Creme
  • 1 Paket LeHa Universelle Schlagcreme ungesüßt und unbedingt gekühlt! (200 ml, gibt es z.B. bei Kaufland)
  • 2 Päckchen Sahnestand (z.B. Alnatura)
  • 2 El Puderzucker (wer es sehr süß mag, kann auch mehr nehmen)
  • 100 dunkle Schokolade (ich habe Blockschokolade genommen)
  • ca. 75 g Nougatmasse (Zutatenliste beachten!)
  • evtl. ganze geschälte Haselnüsse zur Garnitur (hatte ich gerade nicht daheim)

Schokolade und Nougat über dem Wasserbad schmelzen. Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade kommen und die Schokolade sollte auch nicht zu heiß werden, sonst klumpt sie unter Umständen. Ich koche immer das Wasserbad auf, schalte die Platte dann ab und lasse die Schokolade im Schmelztiegelchen unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen.

Schoko-Nougatmasse etwas abkühlen lassen.

Gekühlte Schlagcreme in eine Schüssel geben, etwas anschlagen. Sahnestand dazu geben, aufschlagen, Puderzucker darüberstreuen, nochmals mixen.

Unter Rühren die Schoko-Nougatmasse untermischen. Bei mir war die Creme dann immer noch gut streichfähig und ich konnte gleich weiterarbeiten. Sollte sie zu weich sein, weil die Schoko-Nougatmasse noch zu warm war, kurz in den Kühlschrank packen und gelegentlich umrühren, bis die Konsistenz passt.

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Vegane Schoko-Nuss-Nougat Torte (CC: by-nc-sa)
Torte bauen
  • Ersten Boden mit Creme bestreichen. Die Menge hängt natürlich davon ab, ob man zwei oder drei Böden gemacht hat.
  • Zweiten Boden darauflegen. Wenn das schon der „Deckel“ ist, drehe ich den manchmal um, da die Tortenoberfläche beim Backen oft etwas rund wird. In der Creme gleicht sich das dann aus und die Torte wird schön gleichmäßig wird und sich besser verzieren lässt. In diesem Fall fand ich gerade diese leichte Wölbung sehr schön.
  • Torte außen mit Creme bestreichen und nach Wunsch garnieren. Ich habe dazu einen Rest der Schoko-Nougatmasse im Schmelztöpfchen gelassen, nochmals etwas erwärmt und mit einem kleinen Löffel feine Fäden über die Torte gezogen. Die werden dann fest, wenn man die Torte kühlt.

Wie schon bei meiner ersten veganen Torte war ich wieder erstaunt, wie gut sich die LeHa Schlagcreme handhaben lässt. Deutlich besser als Sahne. Und wie schnell das Törtchen gebacken und verziert war. Ganz zu schweigen davon, wie schnell es gegessen war. Wer sich über die dunklen Punkte im Teig auf dem Foto wundert: Ich hatte noch einen Esslöffel voll Schokotropfen, die ich untergemischt habe. Braucht es aber nicht, sonst wird die vegane Torte – zumindest mir – schnell zu süß.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Nachsatz: Die nächste Idee habe ich auch schon, aber verraten wird noch nichts.

DIY: So wird Billy zum Katzenparadies (Katzentreppe selbst bauen)

Katzen lieben es, zu klettern und ihre Welt von oben zu betrachten. Neben Kratzbäumen in den unterschiedlichsten Ausführungen bietet der Fachhandel zahlreiche Modelle, die an die Wand montiert werden können. Es geht aber auch einfacher. Und das mit wenig Aufwand.

Immer wieder ging der Blick meiner Katze sehnsüchtig hoch zum Bücherregal. Eigentlich sprach auch nichts dagegen, ihr auf dem Regal eine weitere Ebene zu eröffnen. Doch wie sollte sie hoch kommen?

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Kreativität und ein Baumarkt – unbezahlbar!

In den letzten Wochen habe ich diverse Ideen ins Auge gefasst und wieder verworfen. Zu umständlich, zu wacklig, zu teuer. Dann hat es „klick“ gemacht. Schuld war eigentlich die Tatsache, dass meine Bücherregale schon wieder voll sind und ich grübelte, wie ich noch ein weiteres Brett unterbringen könnte. Ich muss dazu sagen, wie sprechen in meinem Fall von Billy Regalen. Wer die kennt – also alle – weiß, dass es preiswerter ist, ein neues Regal zu kaufen und alles bis auf die Regalböden wegzuwerfen, als einzelne Bretter nachzukaufen. Deshalb erweitere ich Billy schon seit Jahren mit einfachen weißen Regalböden aus dem Baumarkt, die ich mir von Zuschnitt kürzen lasse (natürlich hat Billy KEINE Standardmaße). Warum nicht einfach Böden kaufen, die zehn Zentimeter tiefer sind, also vorne überstehen, und diese treppenartig im Regal verteilen?

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Los geht’s!

Also ab in den Baumarkt, vier weiße Regalbretter 800x400x16 mm in den Einkaufswagen gepackt, zum Zuschnitt gerollt, drei davon in der Mitte durchsägen lassen (also 400×400 mm), eines auf Billy Standard kürzen lassen und heim damit. Kurz überlegt, wie die Bretter am besten anzuordnen sind und los geht’s.

Regal an den Stellen freiräumen, an denen die Stufen eingebaut werden sollen. Halbierte Böden auf die vorhandenen Regalböden legen. Ich habe sie an die Seitenwange gelegt, weil sie dann zusätzlich seitlich fixiert war.

Die passenden Bücher müssen her

Um die Abschnitte zu fixieren, Bücher auswählen, die möglichst bündig mit dem Regalboden obendrüber abschließen. Dann können sie vorne nicht überkippen, wenn die Katze darauf springt (Brett kann hinten nicht nach oben ausweichen, also auch nicht vorne nach unten kippen). Auf der anderen Hälfte des Regalbrettes habe ich die Bücher bis direkt an die “Treppenstufe” gestellt und sie so gegen seitliches Wegrutschen fixiert.

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Die Bücher auf der “Stufe” habe ich – entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, sie vorne kantenbündig zu stellen – ganz nach hinten geschoben, um

  • der Katze ausreichend Platz zu bieten
  • das Brett bestmöglich zu fixieren
Kuscheletagen inklusive

Mit dem vierten Boden, der nicht zerteilt wurde, habe ich eine zusätzliche Kuscheletage mitten im Regal geschaffen. Hier liegt eine flauschige Decke. Diese sollte man fixieren, z.B. Die Bücher darauf stellen,, damit sie beim Auf- und Absteigen nicht verrutscht und es zu Stürzen kommt. Schauen wir, wie das “Nest” angenommen wird.

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Eine weitere Decke liegt einem halbhohen Regal in der Dachschräge und lädt zum Kuscheln ein. Und natürlich kommt auch noch ganz oben auf das Regal eine Kuschelzone. Fertig ist das Hauskatzenexpeditionskletterparadies für rund 13,- Euro (ohne Decken).

Gleich mal testen

Dank der katzeneigenen Neugier und einiger Leckerchen war schnell klar, wie die Veränderung am Regal zu nutzen ist, um ganz nach oben zu kommen und von dort Wohnzimmer, Küche und Esszimmer im Blick zu haben. Und um endlich aus den Dachflächenfenstern schauen zu können.

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Sobald alle Bücher wieder eingeräumt sind, folgt noch eine Gesamtaufnahme.

Viel Spaß beim Nachbau ohne Hämmern, Nageln oder Bohren. Und ich würde mich sehr über ein Feedback oder ein „Beweisfoto“ hier in den Kommentaren hier freuen.

Weltkatzentagsedit

Inzwischen haben die Stufen noch einen Belag aus Nadelfilz (Einrichtungshaus oder Baumarkt) erhalten. Die kleine Maus war vor allem beim Runtersteigen sehr sehr vorsichtig, weil die Oberfläche der Bretter doch sehr glatt war. Durch den Nadelfilz, den ich mit Montageband befestigt habe, gibt es jetzt keine Unsicherheit mehr bei ihr. Allerdings wurde erst mit der Pfote geprüft, ob das Ding da nicht wegrutschen kann. Test bestanden, Katzenparadies optimiert.

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Filzbelag sorgt für sicheren Auf- und Abstieg. (Foto: CC:by-nc-sa)

Das Ganze hat auch gestalterisch einen Vorteil: Man kann die Belagsfarbe passend zu Teppich und Couch wählen.

Brot backen mit oder ohne Gärkörbchen

Seit gut einem Jahr backe ich jetzt mein Brot selbst. Jetzt habe ich zum ersten Mal in Gärkörbchen investiert und muss sagen: Es lohnt sich. Das Brot wird nicht nur höher sondern innen auch lockerer. 

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Mit Gärkörbchen gebacken sieht es aus wie vom Bäcker. Bild: CC-BY-NC-SA

Vor knapp einem Jahr habe ich den ersten Blogbeitrag zum Thema „Brot selbst backen“ veröffentlicht. Auslöser war unter anderem eine erneute Erhöhung der Brotpreise. Klar kostet gutes Handwerk, nur schmecken mir eben die meisten Brote überhaupt nicht mehr. Selbst bei meinem Bäcker hier im Ort nicht, der keiner großen Kette angehört.

Kein Respekt mehr vor Sauerteig

Da ich wirklich Respekt vor der Sauerteigherstellung und der Backaktion hatte, habe ich mich erst an Backmischungen versucht. Allerdings war habe ich auch da nur eine oder zwei gefunden, die wirklich so geschmeckt haben, wie ich das haben wollte. Irgendwann war es mir zu doof. Das musste doch auch anders gehen.

Dem Internet sei Dank, habe ich alles gefunden, was ich brauchte. Fachliches Knowhow kombiniert mit genialen Anfängertipps. Und so sah mein erstes Roggen-Mischbrot mit Sauerteig vor dem Backen aus:

Brot, Sauerteig
So sehen die Brote vor dem Backen aus. Bild: Lizenz CC-BY-NC-SA

Nicht schlecht für den Anfang. Allerdings konnte ich die Brote nach dem Formen nicht mehr lange gehen lassen, weil sie in die Breite statt in die Höhe gingen. Meist waren die Brote dann recht flach und relativ fest aber  trotzdem sehr sehr lecker und gut genießbar.

Immer wenn es darauf ankam!

Leider war es aber auch so, dass die Sache etwas unberechenbar war. Immer dann, wenn ich jemandem ein Brot als Geschenk mitnehmen wollte, wurden die Brote garantiert suboptimal. Also habe ich mich entschieden, doch mal Gärkörbchen zu testen.

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Gärkörbchen aus Peddigrohr (Bild: CC-BY-NC-SA)

Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Aus Peddigrohr, Holz oder Kunststoff. Der Gärkorb aus Peddigrohr sorgt ganz nebenbei für die Längsrillen, die man auch vom Bäcker kennt.

Nachdem der Teig angerührt und durchgeknetet wurde und über Nacht ruhen und aufgehen durfte, wird er aus der Schüssel auf eine bemehlte Fläche gekippt und mit etwas Mehl bestreut. Ich teile das oben verlinkte Rezept immer in drei Portionen. Zwei davon friere ich nach dem Backen gleich ein. Aufgetaut schmeckt das Brot wie frisch.

Peddigrohr sorgt für die bekannten Längsrillen auf dem Brot

Doch zurück zu den Gärkörbchen. Ich hatte ein ovales und ein rundes, was eigentlich ein normales Brotkörbchen ist. Das ovale aus Peddigrohr (s.o.) wurde nur mit Mehl eingestäubt. Das Brotkörbchen habe ich mit einem sauberen, glatten Geschirrtuch ausgelegt und bemehlt. Die Teigstücke werden grob auf die Form der Körbchen gebracht. Eines habe ich wie immer ohne Korb gehen lassen.

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Ab ins Gärkörbchen mit dem Teig. (Bild: CC-BY-NC-SA)

In beiden Körben ist das Brot sehr gut aufgegangen. Zum gehen habe ich sie einfach in eine Plastiktüte geschoben, damit die Oberfläche nicht austrocknet. Die kleinen Löcher an der Oberfläche ließen mich auf eine sehr lockere Krume hoffen. Den dritten Teigling habe ich auf Backpapier gelegt (vorher mit etwas Mehl bestäuben), das ich oben gefaltet habe, um die „Seitwärtswanderung“ einzudämmen. Manche Brotbäcker legen den Teig auch zwischen zwei Wasserflaschen, damit er beim Gehen in die Höhe gezwungen wird. Ich selbst habe das nie probiert.

Daumen hoch für die Gärkörbchen

Ist der Ofen aufgeheizt, werden die Teiglinge aus den Gärkörben nur noch auf das heiße Blech oder den Backstein gekippt und los geht es.

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Mit Gärkörbchen gebacken sieht es aus wie vom Bäcker. Bild: CC-BY-NC-SADass sich die Investition gelohnt hat, kann man anhand des Bildes vielleicht erahnen. Im Vergleich zu dem Brotlaib, der auf Backpapier gegangen ist, sind die beiden Brote aus den Gärkörbchen innen deutlich lockerer und feinporiger und außen unverändert knusprig. Bei mir werden die Körbchen künftig immer zum Einsatz kommen.

Dass sich die Investition gelohnt hat, kann man anhand des Bildes vielleicht erahnen. Im Vergleich zu dem Brotlaib, der auf Backpapier gegangen ist, sind die beiden Brote aus den Gärkörbchen innen deutlich lockerer und feinporiger und außen unverändert knusprig. Bei mir werden die Körbchen künftig immer zum Einsatz kommen.

Brot backen mit Leselustich.com:

Und wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, findet im Buch Glutenfreies Fünf-Minuten-Brot leckere Anregungen.

Die perfekte Pizza aus der Tiefkühltruhe

Vor Kurzem habe ich mich an Pizzateig nach dem Rezept von perfekte-pizza.de versucht und war begeistert. Zu Testzwecken wanderte eine Portion Teig gleich in die Gefriertruhe. Ergebnis: Es tut der Qualität keinen Abbruch.

Ich habe begeistert berichtet: Die Pizza, wie von perfekte-pizza.de beschrieben, ist wirklich der Hammer. Da es relativ schwierig ist, ihn auf eine einzige Pizza herunter zu dosieren, habe ich den Restteig gleich für Experimente genutzt.

Die erste kam gleich nach der Zubereitung, also ohne die 24 Stunden „Gehzeit“ im Kühlschrank, unter das Nudelholz. Das Ergebnis: Extrem lecker! Nummer zwei wanderte nach ca. 24 Stunden in den Backofen. Das Ergebnis: Extrem lecker! Nummer drei ging zum Kälteschlaf in die Gefriertruhe.

Die Hefegeister wurden aus dem Kälteschlaf geweckt

Jetzt wurde „Schneepizzchen“ wach geküsst. Schonend im Kühlschrank auftauen lassen, dann bei Raumtemperatur die Hefegeister reaktivieren, auf etwas Mehl ausrollen. Geplant war dieses Mal keine Pizza sondern ein Flammkuchen.

Auch für Flammkuchen eignet sich der Teig von perfekte-pizza.de
Auch für Flammkuchen eignet sich der Teig von perfekte-pizza.de

Der Belag:

  • 2 Esslöffel Crème fraîche
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • eine kleine Packung magere Schinkenwürfelchen (roh)
  • ca. 2 Esslöffel Gratinkäse (war noch übrig und musste weg)
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebener Muskat

Backofen auf höchste Stufe vorheizen.

Zwiebelringe und Schinken in wenig Öl anschwitzen, nicht braun werden lassen.

Crème fraîche auf den Teig streichen, Würzen ( Vorsicht mit dem Salz, der Schinken kommt noch), Käse darüberstreuen, Zwiebel-Schinken-Mischung darauf verteilen und ab in den Ofen. Wie lange sie backen muss, kann ich nicht sagen. Ich mache das immer nach Augenkontrolle.

Der perfekte Pizzateig ist auch aufgetaut perfekt

Und was soll ich sagen: Das Ergebnis war perfekt. Vielleicht nicht mehr ganz so fluffig wie die „frischen“ Exemplare, ich bin aber überzeugt, wenn der Teig noch eine Stunde länger bei Raumtemperatur gestanden hätte, wäre der Unterschied nicht mehr zu merken gewesen.

Bei der nächsten Runde werde ich versuchen, fertig belegte Pizza einzufrieren. Noch habe ich zwar keine Ahnung, wie ich das bei meinem kleinen Gefrierschrank machen kann, aber Versuch macht bekanntlich klug. Ich halte euch auf dem Laufenden.

So fing alles an: Die perfekte Pizza

So lecker: Die perfekte Pizza

Sie besteht überwiegend aus Kohlenhydraten und Fett. Sie braucht eine gewisse Vorlaufzeit, bis man sie essen kann und liegt anschließend vergleichsweise schwer im Magen. Und sie ist einfach lecker: Die perfekte, selbst gemachte Pizza.

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Einfach lecker. Selbst dann, wenn der Teig – wie in diesem Fall – drei Tage im Kühlschrank gelagert war.

Ich gebe es zu, in Zeiten von Low Carb gehört eine leckere, handgemachte Pizza vermutlich auf den Index. Dort stand sie auch schon zu Zeiten, wo Fett noch böse und Kohlenhydrate gut waren. Auch auf dem Veganer-Index ist sie zu finden. Käse, Salami, Schinken – alles böse. Und überhaupt, Salami und Käse bei hoher Temperatur im Backofen, ist das nicht krebserregend? Doch wie heißt es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert. Vielleicht erklärt das ja den Siegeszug der Pizza rund um die Welt. Aller Diät- und Gesundheitshypes zum Trotz.

Vor einigen Tagen habe ich sie auch wieder für mich entdeckt. Und zwar so richtig von Hand gemacht mit allem Schnick und Schnack. Mir war einfach danach. Aber weder nach diesen fettigen „Teigbrettern mit Einheitsgeschmack“ der überall vertretenen Multi-Kulti-Lieferdienste, noch nach einem Schock gefrosteten Modell aus der Discounterkühltheke. Und auf die ortsansässige Pizzeria hatte ich auch keine Lust. Dazu war es daheim gerade viel zu gemütlich. Also ab ins Netz und nach dem ultimativen Rezept suchen. Mehl, Hefe, Salz und Wasser war ja da.

Gestoßen bin ich auf perfekte-pizza.de. Ganz schön mutig, dachte ich mir. Das eigene Produkt nicht nur als gut oder lecker anzupreisen, sondern gleich als perfekt. Dazu gehört viel Selbstüberzeugung. Auf der anderen Seite haben mich aber die Rezepte – sowohl für den Teig, als auch für die Soße – durch ihre Beschränkung auf das Notwendige begeistert.

Der Teig

Mehl, Wasser, Salz, etwas Hefe und reichlich Zeit, das sind die Zutaten für den „perfekten“ Pizzateig. Ok, soweit war ich bei meinen bisherigen Pizzateigen auch schon, aber die waren dann immer so schwer und so kompakt. Irgendwie deutsch halt. Nicht italienisch fluffig.

perfekte-pizza.de hat mich eines Besseren belehrt. Auch wenn man den Teig eigentlich mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen soll, hat mich bereits meine erste Testpizza – gleich nach der Fertigstellung – begeistert. Außen knusprig, innen leicht und luftig. Einfach ein Gedicht.

Während perfekte-pizza.de gleich mit einem Kilo Mehl für sechs Pizzen loslegt, habe ich es in der Testversion langsamer angehen lassen.

Die Zutaten
  • ca. 500 g Mehl
  • 20 g Salz
  • ca. 300 ml kaltes Wasser
  • ca. 1/8 Würfel frische Hefe
Die Zubereitung
  • Zirka 300 g Mehl mit dem Salz, dem Wasser und den Hefekrümeln verrühren. Die Hefe braucht vorher nicht aufgelöst, das Wasser nicht erwärmt werden.
  • Alles mit einem Mixer (Rührbesen) gut durchrühren bis keine Klümpchen zu sehen sind. Der Teig ist dann noch recht flüssig, wie für Pfannkuchen oder Waffeln etwa.
  • Schüssel abdecken und gut 20 Minuten ruhen lassen.
  • Danach einige Minuten mit den Rührbesen gut aufschlagen.
  • Anschließend portionsweise das restliche Mehl unterrühren (Knethaken).
  • Erneut abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
  • Ein Backbrett bzw. die Arbeitsfläche gut mit Mehl bestreuen und den recht weichen Teig darauf kippen.
  • Etwas Mehl darauf streuen und in drei gleichgroße Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln formen. Der Teig fühlt sich jetzt superzart und seidig an.
  • Jede Kugel in eine eigene kleine, verschließbare Schüssel geben. Achtung: Platz einrechnen. Der Teig geht auf.
  • Die Schüsseln 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Man kann natürlich auch den kompletten Teig unzerteilt in den Kühlschrank geben. Ich fand aber die Anregung von perfekte-pizza.de, gleich zu portionieren, sehr gut. Zum Backen muss der Teig dann nur noch auf wenig Mehl ausgerollt oder mit den Händen in Form gezogen und belegt werden.

Die Soße

Während beim ersten Test noch meine eigene Soße mit Möhren- und Selleriewürfelchen unter den Tomaten zum Einsatz kam, habe ich mich bei der zweiten Runde für die Variante von perfekte-pizza.de entschieden. Statt frischer Tomaten, die mir im Winter einfach zu saft- und kraftlos sind, habe ich eine Mischung aus gehackten und passierten Tomaten (Konserve) verwendet. Dazu eine Zwiebel, reichlich Knoblauch, Basilikum, Oregano, Lorbeer, Salz und Pfeffer. Das Ergebnis: sehr lecker und auch gut als Pastasoße zu verwenden.

Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Nicht braun werden lassen. Frische Tomatenwürfel oder Dosentomaten dazu. Mit einer geschälten und halbierten Zwiebel (kommt später wieder raus), frischem Basilikum, Oregano und Lorbeer ca. 30 Minuten köcheln. Lorbeer und Zwiebel dann entfernen und Soße pürieren (muss nicht sein). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig.

Genauere Angaben zur Zubereitung und viele Hintergrundinformationen gibt es auf perfekte-pizza.de

Der Käse

Zwischenzeitlich habe ich die Pizza sowohl mit reinem Emmentaler – anderer Käse war gerade nicht im Haus – als auch mit gemischtem geriebenem Käse plus Mozzarella gebacken. Die Emmentaler-Variante war lecker, die Misch-Variante hervorragend.

Und wie das so ist, wenn man ein neues Spielzeug hat, mussten auch gleich die Freunde daran glauben. Mit absolutem Erfolg. Die Pizza sieht nicht nur aus, als käme sie direkt aus der Spitzenpizzeria, sie schmeckt auch so. Knusprig, locker, saftig, herzhaft, frisch. Einfach perfekt eben!

Testet es selbst. Hier geht es zur perfekten Pizza: www.perfekte-pizza.de

Edit: Zwischenzeitlich habe ich das eingefrorene Drittel aufgetaut und verarbeitet. Und was soll ich sagen? Immer noch perfekt! Auch als Flammkuchen https://leselustich.com/2014/01/23/die-perfekte-pizza-aus-der-tiefkuhltruhe/

Perfektes Sauerteigbrot gibt es in meinem Blog übrigens auch: Roggenmischbrot mit Sauerteig