So lecker: Die perfekte Pizza

Sie besteht überwiegend aus Kohlenhydraten und Fett. Sie braucht eine gewisse Vorlaufzeit, bis man sie essen kann und liegt anschließend vergleichsweise schwer im Magen. Und sie ist einfach lecker: Die perfekte, selbst gemachte Pizza.

Pizza, Italiener, selbst, Teig, herstellen, backen, Italien
Einfach lecker. Selbst dann, wenn der Teig – wie in diesem Fall – drei Tage im Kühlschrank gelagert war.

Ich gebe es zu, in Zeiten von Low Carb gehört eine leckere, handgemachte Pizza vermutlich auf den Index. Dort stand sie auch schon zu Zeiten, wo Fett noch böse und Kohlenhydrate gut waren. Auch auf dem Veganer-Index ist sie zu finden. Käse, Salami, Schinken – alles böse. Und überhaupt, Salami und Käse bei hoher Temperatur im Backofen, ist das nicht krebserregend? Doch wie heißt es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert. Vielleicht erklärt das ja den Siegeszug der Pizza rund um die Welt. Aller Diät- und Gesundheitshypes zum Trotz.

Vor einigen Tagen habe ich sie auch wieder für mich entdeckt. Und zwar so richtig von Hand gemacht mit allem Schnick und Schnack. Mir war einfach danach. Aber weder nach diesen fettigen „Teigbrettern mit Einheitsgeschmack“ der überall vertretenen Multi-Kulti-Lieferdienste, noch nach einem Schock gefrosteten Modell aus der Discounterkühltheke. Und auf die ortsansässige Pizzeria hatte ich auch keine Lust. Dazu war es daheim gerade viel zu gemütlich. Also ab ins Netz und nach dem ultimativen Rezept suchen. Mehl, Hefe, Salz und Wasser war ja da.

Gestoßen bin ich auf perfekte-pizza.de. Ganz schön mutig, dachte ich mir. Das eigene Produkt nicht nur als gut oder lecker anzupreisen, sondern gleich als perfekt. Dazu gehört viel Selbstüberzeugung. Auf der anderen Seite haben mich aber die Rezepte – sowohl für den Teig, als auch für die Soße – durch ihre Beschränkung auf das Notwendige begeistert.

Der Teig

Mehl, Wasser, Salz, etwas Hefe und reichlich Zeit, das sind die Zutaten für den „perfekten“ Pizzateig. Ok, soweit war ich bei meinen bisherigen Pizzateigen auch schon, aber die waren dann immer so schwer und so kompakt. Irgendwie deutsch halt. Nicht italienisch fluffig.

perfekte-pizza.de hat mich eines Besseren belehrt. Auch wenn man den Teig eigentlich mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen soll, hat mich bereits meine erste Testpizza – gleich nach der Fertigstellung – begeistert. Außen knusprig, innen leicht und luftig. Einfach ein Gedicht.

Während perfekte-pizza.de gleich mit einem Kilo Mehl für sechs Pizzen loslegt, habe ich es in der Testversion langsamer angehen lassen.

Die Zutaten
  • ca. 500 g Mehl
  • 20 g Salz
  • ca. 300 ml kaltes Wasser
  • ca. 1/8 Würfel frische Hefe
Die Zubereitung
  • Zirka 300 g Mehl mit dem Salz, dem Wasser und den Hefekrümeln verrühren. Die Hefe braucht vorher nicht aufgelöst, das Wasser nicht erwärmt werden.
  • Alles mit einem Mixer (Rührbesen) gut durchrühren bis keine Klümpchen zu sehen sind. Der Teig ist dann noch recht flüssig, wie für Pfannkuchen oder Waffeln etwa.
  • Schüssel abdecken und gut 20 Minuten ruhen lassen.
  • Danach einige Minuten mit den Rührbesen gut aufschlagen.
  • Anschließend portionsweise das restliche Mehl unterrühren (Knethaken).
  • Erneut abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
  • Ein Backbrett bzw. die Arbeitsfläche gut mit Mehl bestreuen und den recht weichen Teig darauf kippen.
  • Etwas Mehl darauf streuen und in drei gleichgroße Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln formen. Der Teig fühlt sich jetzt superzart und seidig an.
  • Jede Kugel in eine eigene kleine, verschließbare Schüssel geben. Achtung: Platz einrechnen. Der Teig geht auf.
  • Die Schüsseln 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Man kann natürlich auch den kompletten Teig unzerteilt in den Kühlschrank geben. Ich fand aber die Anregung von perfekte-pizza.de, gleich zu portionieren, sehr gut. Zum Backen muss der Teig dann nur noch auf wenig Mehl ausgerollt oder mit den Händen in Form gezogen und belegt werden.

Die Soße

Während beim ersten Test noch meine eigene Soße mit Möhren- und Selleriewürfelchen unter den Tomaten zum Einsatz kam, habe ich mich bei der zweiten Runde für die Variante von perfekte-pizza.de entschieden. Statt frischer Tomaten, die mir im Winter einfach zu saft- und kraftlos sind, habe ich eine Mischung aus gehackten und passierten Tomaten (Konserve) verwendet. Dazu eine Zwiebel, reichlich Knoblauch, Basilikum, Oregano, Lorbeer, Salz und Pfeffer. Das Ergebnis: sehr lecker und auch gut als Pastasoße zu verwenden.

Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Nicht braun werden lassen. Frische Tomatenwürfel oder Dosentomaten dazu. Mit einer geschälten und halbierten Zwiebel (kommt später wieder raus), frischem Basilikum, Oregano und Lorbeer ca. 30 Minuten köcheln. Lorbeer und Zwiebel dann entfernen und Soße pürieren (muss nicht sein). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig.

Genauere Angaben zur Zubereitung und viele Hintergrundinformationen gibt es auf perfekte-pizza.de

Der Käse

Zwischenzeitlich habe ich die Pizza sowohl mit reinem Emmentaler – anderer Käse war gerade nicht im Haus – als auch mit gemischtem geriebenem Käse plus Mozzarella gebacken. Die Emmentaler-Variante war lecker, die Misch-Variante hervorragend.

Und wie das so ist, wenn man ein neues Spielzeug hat, mussten auch gleich die Freunde daran glauben. Mit absolutem Erfolg. Die Pizza sieht nicht nur aus, als käme sie direkt aus der Spitzenpizzeria, sie schmeckt auch so. Knusprig, locker, saftig, herzhaft, frisch. Einfach perfekt eben!

Testet es selbst. Hier geht es zur perfekten Pizza: www.perfekte-pizza.de

Edit: Zwischenzeitlich habe ich das eingefrorene Drittel aufgetaut und verarbeitet. Und was soll ich sagen? Immer noch perfekt! Auch als Flammkuchen https://leselustich.com/2014/01/23/die-perfekte-pizza-aus-der-tiefkuhltruhe/

Perfektes Sauerteigbrot gibt es in meinem Blog übrigens auch: Roggenmischbrot mit Sauerteig

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

4 Gedanken zu „So lecker: Die perfekte Pizza“

  1. Tja, ist schon seit längerem unsere Erfahrung – aber ich tue den Teig nicht in den Kühlschrank – sondern, lass ihn dann einfach so ne Stunde in der Küche gehen, wenn man Olivenöl in den Teig reintut wird der Teig geschmeidiger. Ja und m.E. ist die Hitze im Backofen das wichtigste – 300 Grad Pizzastufe – und drauf worauf man Lust hat. Die Kühlschrank Variante bezüglich des Teiges mach ich im Sommer – abends Fladenbrotteig – in den Keller und morgens um ne halbe Stunde ausbacken , und schon gibt’s frisches Brot mit ins Büro oder Schule.

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