Regional und saisonal kochen und essen im Remstal

Seit 5 Jahren ist das Remstal meine Wahlheimat. Und genauso lange ist der Sommer essenstechnisch meine liebste Jahreszeit.  Schuld daran sind die unzähligen Obst- und Gartenbaubetriebe, die ganzjährig ihre regionalen und saisonalen Produkte anbieten. Zu einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis, denn weder für Zwischenhändler noch für lange Transportwege entstehen viele Kosten. Das Ergebnis: Sensationell frische Ware und eine schier unendliche Vielfalt – zumindest von Sommer bis Herbst. Was ja normal ist, schließlich haben wir in Deutschland bislang nur eine Vegetationsperiode.

Einkaufen kann man entweder in diversen Hofläden oder per „Drive-in“, also an Ständen vor den Häusern, an denen man sich wegnehmen kann, was man möchte. Das Geld wirft man in eine Kasse.

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Sommervielfalt aus dem Hofladen (CC: by-nc-sa)

Mein Lieblings-Frische-„Dealer“ ist dabei der Hofladen der Familie Frank. Weinbau, Obstbau, Brennerei, alles in einer Hand. Und was nicht selbst angebaut wird, wird – soweit möglich – in der „Nachbarschaft“ zugekauft. Eier aus dem Nachbarort, handgemachte Nudeln gleich dazu (sehr zu empfehlen!). Ein Imker „vermarktet“ einen Teil seines Honigs im Laden. Gurken kommen im Sommer von der Schwester der Ladeninhaberin und an den eigenen Tomaten läuft man vorbei, wenn man den Hof überquert. Annabelle, die Frühkartoffel für den perfekten schwäbischen Kartoffelsalat, ist so lecker, dass ich schon Care-Pakete zu meiner Mutter ins Saarland schicken musste. Und dann ist da noch der Schnaps… Herrlich!

Sommerzeit ist Beerenzeit

Aktuell überwiegen bei Familie Frank die leuchtenden Farben der Beerensaison. Dunkelrote Erdbeeren, nachtschwarze Brombeeren, dunkelrosé Himbeeren, rötlichbraune Süßkirschen, rote Sauerkirschen, dunkelblaue und feuerwehrrote Johannisbeeren, saftiggrüne Stachelbeeren. Die Auswahl fiel wirklich schwer, klar war nur, die rotwangigen Aprikosen aus eigenem Anbau mussten auf jeden Fall mit.

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Obstausbeute (CC: by-nc-sa)

Nicht mehr lange, dann gibt es wieder Mirabellen

In ein paar Wochen folgen dann Mirabellen, Pflaumen, Zwetschgen, Birnen, Äpfel. Äpfel esse ich übrigens erst wieder, seit ich im Remstal wohne und den Hofverkauf der Familie Frank entdeckt habe. Obwohl er nur wenige Minuten von mir entfernt ist, liegt er doch etwas versteckt in einer schmalen Seitenstraße. Aber zurück zu den Äpfeln. Lange Zeit hatte ich keine Lust mehr, so richtig herzhaft in einem Apfel zu beißen. Irgendwie hat sich das komisch angefühlt, anders als früher daheim. Der Grund dafür war die Vorbehandlung des Obstes, ehe es in die Supermärkte und Läden kommt. Im Remstal bekomme ich Äpfel frisch vom Baum, die schon im Auto richtig lecker duften und denen ich nie lange widerstehen kann. Meist ist der erste schon gegessen, ehe ich daheim bin. Diese Äpfel schmecken wieder so, wie ich es schon als Kind kannte.

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Mit den Hofläden ist einfach gut Kirschenessen! (CC: by-nc-sa)

 

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

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